Zollbestimmungen

15. Juli 2014 09:30; Akt: 15.07.2014 11:20 Print

Neue Regeln führen zu Problemen an den Grenzen

Anfang Juli sind neue Zollregeln in Kraft getreten – doch was nun gilt, wissen viele noch nicht. Die Zollbeamten werden mit Fragen bestürmt.

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Viele wissen nach der Einführung der neuen Zollbestimmungen nicht genau, was sie einführen dürfen. (KEYSTONE/Laurent Gillieron) (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)

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Darf man nun mehr Wein oder weniger Fleisch einführen? Schweizer, die vom Einkauf im Ausland zurückkehren, sind überfordert mit den neuen Zollbestimmungen. «Es gibt viele Fragen, die an den Grenzübergängen gestellt werden», sagt Davide Bassi, der Sprecher des Grenzwachtkommandos Tessin zu 20 minuti. «Viele haben das Gefühl, dass man nun von allem mehr mitnehmen könne, das trifft aber nur für Wein zu.»

Keine Schonfrist für Unwissende

Ähnliche Erfahrungen hat man auch in der Ostschweiz gemacht. Mario Fässler, der stellvertretende Regionskommandant der Grenzwache, sagt: «Wir stellen fest, dass viele die neuen Bestimmungen noch nicht kennen. Die Bevölkerung wurde aber bereits in den vergangenen Monaten sowohl in den Medien als auch direkt an der Grenze aktiv aufgeklärt.»

Wer die Einfuhrmengen übertrete, werde auch bei Nichtwissen gebüsst. In den Monaten Juli und August gelte aber noch die Regelung, dass nur zur Kasse gebeten werde, wer auch nach der alten Verordnung gebüsst worden wäre: «Es ist ja nicht so, dass wir Hausfrauen, die im Ausland einkaufen, bestrafen wollen. Unser Ziel ist es, den Schmuggel zu stoppen, nicht der Bevölkerung das Leben schwer zu machen.»

Kinder dürfen neu Freimengen mitnehmen

Bisher konnte nur pro Person im eigenen Haushalt die zollfreie Freimenge beansprucht werden – neu gilt dies für alle anwesenden Personen, egal welchen Alters. Von findigen Einkäufern, die diese Situation ausnutzen und die Kinder der Nachbarschaft einladen, um eine höhere Freimenge zu kriegen, hat Fässler aber noch nichts gehört.

Diese Regelung sei eingeführt worden, um die Situation von Familien zu vereinfachen, so Fässler. Eine Ausnahme gebe es aber auch hier: «Kinder unter 17 dürfen natürlich weder Alkohol noch Tabak importieren.»

(nsa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Seppli am 15.07.2014 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ach was. Das ganze Theater sollte für

    Private ganz abgeschafft werden. Grossmengen aber plausibel vom Einführer erklärt werden können.

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  • mahony am 15.07.2014 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Herzlich Willkommen in der CH-Diktatur

    Wer macht solche "Gesetze"? Das Schädliche (Alkohol + Zigaretten) wurden die Einfuhrbestimmung gelockert. Beim "Unschädlichen" (z.B. Trockenfleisch => Ist übrigens dies von Österreich 100mal besser als das aus der CH) werden von 3,5Kg auf 1Kg gesenkt. Dieses "Bünzlitum" grenzt wirklich langsam an einer Diktatur.

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  • Möhlin am 15.07.2014 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    Ich vergass, etwas anzumelden und

    musste eine Busse zahlen. Zudem gibt's 5 Jahre Bewährung. Also aufpassen, Leute! Und nein, es war keine Absicht von mir. Kein Schmuggler!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Max Maier am 15.07.2014 16:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lustiger Zoll

    Unser Ziel ist es, den Schmuggel zu stoppen, nicht der Bevölkerung das Leben schwer zu machen.» Ich lach mich schlapp! Was sonst ist denn der Grund?

  • xino am 15.07.2014 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Besserwisser!

    Ich arbeite selber beim Zoll und ich muss sagen: Viele Leute sind einfach zu doof um einfachste Regeln zu begreifen. Eine häufige Frage ist, ob Wurst oder Poulet auch Fleisch ist. Und wenn man dann etwas sagt, wissen sie es sowieso besser. Wo ist der Respekt vor dem Staat und deren Organen geblieben?

  • Marco S am 15.07.2014 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke Vadder Staat

    Wieder mal ne Staatsabzocke. Sage dank!

  • Iwan Flury am 15.07.2014 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Alles wird besser und einfacher...

    So lautete doch die Überschrift über dem Artikel über die neuen ZollbestimmungenDie Einzigen für die es einfache und vor allem besser geworden ist. sind unsere Händler von Lebensmittel und Drogerieartikel. Diese neuen Vorschriften sind nur vom wirtschaftlichem Interesse, damit die Schweizer wieder vermehrt in der Schweiz zu überhöhten Perisen einkaufen "müssen" und sich dadurch der Umsatz, bzw. Gewinn noch mhr steigert! Da gibt es nur eines: Diese Vorschriften sofort für ungültig Erklären. Wir wollen einen fairen Markt!

    • K. M. am 15.07.2014 13:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Neeeeee!!!!

      Meine Worte .... dann geht man halt ein, zweimal mehr im Jahr. Macht mir überhaupt kein Stresses. Kaufe trotzdem nur das nötigste in der Schweiz!!!

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  • noch ein Cleverle am 15.07.2014 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    cleverer sein

    Ich kaufe immer viel mehr ein als ich eigentlich brauche. Das ganze schmuggle ich dann über die Grenze und zu Hause werfe ich das meiste in den Müll und freue mich dabei tierisch, den Zöllnern übers Ohr gehauen zu haben.