Uvek

08. Dezember 2018 18:11; Akt: 09.12.2018 00:38 Print

Neuer Bundesrat streitet sich um Departemente

Am Freitag wurde die Departementsverteilung wegen Uneinigkeiten im neuen Bundesrat vertagt. Nun werden Wünsche und Vermutungen laut.

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Am Freitag gab der Bundesrat bekannt, dass die Departementsverteilung auf nächste Woche verschoben werde. Bisher sei trotz intensiven Diskussionen keine Einigung gefunden worden. Laut «Blick» hätten die beiden neu gewählten Bundesrätinnen Karin Keller-Sutter (FDP) und Viola Amherd (CVP) eigene Ansprüche erhoben und sich dagegen gewehrt, die übrig bleibenden Departemente zu übernehmen. Dass die frisch Gewählten sich gleich um Schlüsseldepartemente reissen, komme nicht sonderlich gut an.

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Wer soll das Uvek übernehmen?

Karin Keller-Sutter soll mit dem Wirtschaftsdepartement liebäugeln, das zuvor ihr Parteikollege Johann Schneider-Ammann geführt hatte. Auch Viola Amherd sei scharf auf das Departement ihrer Vorgängerin: Am liebsten würde sie Doris Leuthard beim Umwelt-, Verkehr-, Energie- und Kommunikationsdepartement (Uvek) beerben. Laut Informationen vom «Blick» hat aber auch SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga Interesse an diesem Departement. Sommaruga steht seit acht Jahren dem Justizdepartement (EJPD) vor. Dass sie wechseln möchte, ist ein offenes Geheimnis.

Auch Parmelin will das Uvek

Das Uvek scheint besonders beliebt zu sein. So soll auch Verteidigungsminister Guy Parmelin (SVP) künftig in diesem Departement wirken wollen. Wie Sommaruga soll Parmelin das Wirtschaftsdepartement als zweite Wahl genannt haben. Das lässt sich nur schwer mit den Ansprüchen von Neo-Bundesrätin Keller-Sutter vereinbaren. Würde schliesslich Sommaruga das Wirtschaftsdepartement übernehmen, wäre es das erste Mal in der Geschichte seit 1848, dass dieses in SP-Hand läge.

Sowohl Aussenminister Ignazio Cassis (FDP) als auch Finanzminister Ueli Maurer (SVP) sollen mit ihren Departementen zufrieden sein. Auch Alain Berset (SP), der als Innenminister amtete, soll seine anfänglichen Wechselgelüste begraben haben. Gegenüber «Blick» äussert ein anonymer Parteistratege die Vermutung, dass Sommaruga im EJPD bleibe, weil sie in zwei Jahren ohnehin zurücktrete. In diesem Falle werde Parmelin das Uvek erhalten und Keller-Sutter – so der Insider – das Wirtschaftsdepartement. Für Amherd bliebe nur das Sicherheitsdepartement übrig. Sie wäre die erste Frau an dessen Spitze. Die Verhandlungen werden am Montag um 10 Uhr weitergeführt.

(jk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Frau am 08.12.2018 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kindergarten

    Wunderbar, die Streitereien und Machtkämpfe fangen schon an. Ich frage mich ernsthaft ob bei unseren Volksvertretern es eigentlich noch um die Schweiz und ihre Bürger geht, oder ob wie bei einem Kindergarten um ein Spielzeug gestritten wird!

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  • BürgerIn am 08.12.2018 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    Die/Der Richtige am richtigen Platz

    Ich hoffe das Gremium orientiert sich primär im Interesse des Landes und weniger nach parteipolitischem Kalkül.

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  • ElDorado23 am 08.12.2018 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte kein Wunschkonzert...

    Bitte kein Wunschkonzert! Die Mitglieder des BR sollen dort eingesetzt werden, wo sie etwas Konstruktives einbringen können, weil sie dazu kompetent sind. So gesehen, wäre zB Keller-Suter als Nachfolgerin von JSA im Wirtschaftsdepartement tatsächlich am richtigen Platz.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lilly Wolf am 10.12.2018 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bundeshaus

    Fängt gut an . Streit in Bundeshaus ? Sicher , welche Stuhl ist besser und haltet länger. Streitet weiter , von streiten gibt es kein Rückenschmertzen . Fängt an bitte zum Arbeiten , wir haben in Lande genug Problemen . Oder?

  • Walter am 10.12.2018 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lügen?

    Toll, die beiden neuen "Damen" haben die Kollegialität super verstanden. Hat es nicht mal geheissen, dass man alles nimmt?

  • Lisa W. am 10.12.2018 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt kommts lustig

    Wenn der Bundesrat jetzt schon streitet frag ich mich wie wollen die Damen und Herren regieren? Das kann ja heiter werden.

  • Verena am 10.12.2018 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht überrascht

    Deswegen gibt es die Frauenquote!

  • Küre am 10.12.2018 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    Grossi Schn...re und nüt derhinge

    Für was braucht es eigentlich noch Bundesräte ? Das eigene Schweizervolk interessiert sie eh nicht.