Renitente Asylbewerber

21. Juni 2011 22:49; Akt: 21.06.2011 23:41 Print

Nordafrikaner überfordern Behörden

von Désirée Pomper - Asylbewerber aus Nordafrika bereiten in den Asylzentren massive Probleme. Bereits muss das Sicherheitspersonal aufgestockt werden. Das Bundesamt für Migration ist besorgt.

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Dublin greift nicht: Nordafrikanische Migranten machen in der Schweiz Probleme. (keystone)

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Im Empfangszentrum für Asylsuchende in Chiasso tranken, pöbelten und delinquierten Asylbewerber aus dem Maghreb derart massiv, dass die Anwohner eine Verlegung der Empfangsstelle verlangten. Nun zeigt sich dasselbe Bild auch in den kantonalen Asylzentren der Deutschschweiz: Die Asylbewerber aus Nordafrika stellen selbst erfahrene Betreuer vor neue Herausforderungen. Ostschweizer Polizeien machen die Migrantengruppe direkt für wachsende Kriminalität verantwortlich.

Laut dem Leiter des St. Galler Asylwesens, René Hungerbühler, verhalten sich Asylbewerber aus Nordafrika aussergewöhnlich renitent: «Sie halten sich weder an die Hausordnung noch an das Alkoholverbot. Und andere Asylbewerber fühlen sich von ihnen bedroht.» Hungerbühler sah sich gezwungen, wegen der Randale Sicherheitspersonal zu engagieren.

Heinz Brand, Präsident der Vereinigung der kantonalen Migrationsbehörden, hört aus allen Kantonen ähnliche Berichte. Gründe, warum so viele Asylbewerber aus Nordafrika negativ auffallen, seien schwierig zu orten: «Es handelt sich um Gruppen junger Männer zwischen 20 und 30 Jahren.
Da kann sich eine gefährliche Gruppendynamik entwickeln.» Brand befürchtet, dass sich die Situation weiter verschärft: «Unter den Migranten hat es sich schon längst herumgesprochen, dass der Rückführungsmechanismus nicht funktioniert.» Das Dublin-Abkommen greife einfach nicht.

Beim Bundesamt für Migration heisst es, man nehme
die Sorgen der Kantone ernst: «Wir behandeln die Anträge aus Nordafrika zwar prioritär. Aber aus Kapazitätsgründen müssen die Flüchtlinge auf die Kantone verteilt werden, bis über die Anträge entschieden ist», sagt Sprecher Joachim Gross. Ein Abflauen des Migrationsstroms sei noch nicht abzusehen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Denim am 01.07.2011 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    Asylantrag ablehnen und wegschicken.

    Asylantrag ablehnen und fortschicken. Für Kriminelle ist das Boot schon lange voll.

  • Boris Kerzenmacher am 02.07.2011 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Noch

    blöder allerdings sind die verursachten Kosten die einmal mehr der geplagte Steuerzahler übernehmen muss während er weiter auf die Abschaffung des mittelalterlichen Eigenmietwertes und der Stempelsteuer wartet.

  • Sonja am 23.06.2011 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    SP + Grüne - wacht auf - macht etwa

    Mit Schweigen kann man keine Wahlen gewinnen -die Schweizer-Volk-Zeichen sollten ernst genommen werden - sonst droht der CH-Soziale-Frieden zu eskalieren. Asyl-Politik hat noch vor der Atom-Politik vorrang - also bitte nicht die Augen vor diesem grossem Asyl-Problem verschliessen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Boris Kerzenmacher am 02.07.2011 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Noch

    blöder allerdings sind die verursachten Kosten die einmal mehr der geplagte Steuerzahler übernehmen muss während er weiter auf die Abschaffung des mittelalterlichen Eigenmietwertes und der Stempelsteuer wartet.

  • Denim am 01.07.2011 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    Asylantrag ablehnen und wegschicken.

    Asylantrag ablehnen und fortschicken. Für Kriminelle ist das Boot schon lange voll.

  • Sonja am 23.06.2011 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    SP + Grüne - wacht auf - macht etwa

    Mit Schweigen kann man keine Wahlen gewinnen -die Schweizer-Volk-Zeichen sollten ernst genommen werden - sonst droht der CH-Soziale-Frieden zu eskalieren. Asyl-Politik hat noch vor der Atom-Politik vorrang - also bitte nicht die Augen vor diesem grossem Asyl-Problem verschliessen.

  • Alex am 23.06.2011 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    typisch

    Wie immer, der Schweizer muss sich alles gefallen lassen und die Linke Regierung in Bern tut nichts dagegen! Aber was besseres kann der SVP hinsichtlich der Wahlen im Herbst nicht passieren :o)

  • B. Kerzenmacher am 22.06.2011 23:25 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt wird sich

    bald zeigen inwiefern man das Problem "im Griff" hat. Und die ganz grosse Einwanderungswelle wird erst noch kommen. Es wird auch bald erste Mordopfer (Opfer von anderen Straftaten gibts schon) zu beklagen geben denn das was hier einwandert sind wesentlich anderem Kaliber als jene aus dem Balkan. Und an jenen aus dem Balkan beisst man sich heute noch die Zähne bzw. die Steuergelder aus. Alles in allem keine rosigen Zukunftsaussichten.