Unwetter

30. Juli 2015 20:08; Akt: 01.08.2015 16:45 Print

Notbrücke führt zu isoliertem Weiler

Ein Teil von Scuol war nach schweren Unwettern von der Umwelt abgeschnitten. Dank einer Panzerbrücke der Armee ist der Weiler nun wieder erreichbar.

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Die Unwetter der vergangenen Woche haben die Engadiner Gemeinde Scuol stark getroffen. Nun bekommt das Dorf Hilfe von der Schweizer Armee. Diese baute eine 40 Meter lange Notbrücke, um die unterbrochene Strasse zum Weiler S-charl wieder passierbar zu machen. Seit dem 1. August ist der Weiler wieder erreichbar.

Der Weiler S-charl am Ende des gleichnamigen Seitentals wurde vergangene Woche während den Unwettern von der Umwelt abgeschnitten. Mehrere Rüfen verschütteten die Zufahrtsstrasse, eine Strassenbrücke wurde weggerissen. Als vorübergehender Ersatz dient nun die Notbrücke des Militärs, wie die Schweizer Armee am Dienstag mitteilte.

Der Kanton Graubünden hatte die Armee um Unterstützung gebeten. Der Katastrophenhilfeeinsatz ist für den Kanton und die Gemeinde Scuol unentgeltlich. Die Armee stellt die Brücke für maximal sechs Monate zur Verfügung, bis eine zivile Ersatzbrücke erstellt ist.

Panzerbrücke im zivilen Einsatz

Mit dem Aufbau der Brücke waren 14 Soldaten des Katastrophenhilfe-Bereitschaftsverbandes beschäftigt. Für den Betrieb der Brücke wird die Gemeinde Scuol zuständig sein.

Zum Einsatz kommt das sogenannte «Unterstützungsbrückensystem 46 Meter», das mit dem Rüstungsprogramm 2011 beschafft wurde. Es hat einen angebauten Fussgängersteg und eine hohe Tragkraft von 70 Tonnen.

Es ist das erste Mal, dass dieses Brückensystem von der Armee im zivilen Bereich eingesetzt wird. Normalerweise wird die Notbrücke bei der Verschiebung von Panzerverbänden benötigt.

(ij)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • l.i. am 30.07.2015 20:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Armee ist wichtig

    Genau in solchen Bereichen der Armee sollte die Schweiz in Zukunft mehr Geld investieren, denn sinnlos ist das Militär nicht! Spätestens wenn mal wieder eine Überschwemmung oder ein schweres Erdbeben gibt (hoffentlich nie) ist dir Armee der wichtigste Helfer für Unterkünfte, Verpflegung und medizinische Versorgung.

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  • M. Meyer am 30.07.2015 21:11 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo und Danke!

    Bravo! Das sind Beweise dafür, dass die Armee auch in Friedenszeiten ihren Zweck erfüllt. Bereits zu meiner RS-Zeit Ende der 1970er Jahre gingen wir mit Schaufel und Grob-Besen in Brissago oder Locarno putzen und reinigen, nachdem Unwetter Teile dieser Ortschaften verwüstet hatten, nachdem Bäche mit Geröll ihr Bachbett verstopften und alles rundherum unter Wasser setzten. Danke an die Armee und all die Armee-Angehörigen, die da helfend eingreifen!

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  • Sandro am 30.07.2015 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das gleiche

    Jaja immer das gleiche keine Ahnung aber irgendwas rauslassen. Ich war im selben Verband und wir haben mehrere Notbrücken gebaut (Unwetter Schangnau) und auch sonst viele Einsätze zugunsten der Bevölkerung, also bitte zuerst recherchieren und nicht einfach nachplappern!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • michi b. am 31.07.2015 22:59 Report Diesen Beitrag melden

    Zivilschutz?!

    Und der Zivilschutz könnte sowas nicht bewältigen? Wozu brauchen wir Ausgaben von 5 Milliarden mit Panzern und Flugzeugen und Raketenabwehrsystemen, wenn nichts davon für echte Probleme in der Schweiz etwas taugt?

  • Erwin Ziswiler am 31.07.2015 15:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geschäftsführer

    Das finde ich ist super, für solche Situationen, echte soll die Armee und dessen Material eingesetzt werden!

  • Gwunderi am 31.07.2015 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Katastrophenhilfe

    Nähme mich nur wunder, zu erfahren, wieviele Einwohner dieser Region noch vor wenigen Monaten auf die Armee geschimpft haben... Werden diejenigen die Brücke auch passieren?

  • Irene am 31.07.2015 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gradlinig

    Zum Glück gibt es unser Militär. Die Einzige Institution die noch zuverlässig ist. Bei Notsituationen jederzeit zur Stelle. Verdienen sich dabei keine goldene Nase. (Militärzelte in Aarau! )Und vor allen, ist die Schweizer Armee bald das Einzige Wahrzeichen unserer guten alten Schweiz. Disziplin und Gradlinig, wie die Schweiz früher war.

  • Armin am 31.07.2015 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Arbeit

    Weiter so!