Zu viel Niederschlag

02. Dezember 2019 15:19; Akt: 02.12.2019 15:19 Print

Im November fiel dreimal so viel Schnee wie normal

Zwischen 0,8 und 1,5 Grad zu warm war der diesjährige November – trotz wenig Sonnenschein. Deutlich zu gross waren die Niederschlagsmengen im Süden.

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Der November war im Mittel deutlich zu trüb und zu mild. Vor allem im Süden brachte der vergangene Monat erhebliche Niederschläge. Die Niederschlagssummen im Überblick. Der Bund musste für einige Gebiete im Süden die Gefahrenstufe für Schneefall auf 4 erhöhen. Das ist die zweithöchste Stufe. Die Lawinengefahr war teilweise erheblich. (Symbolbild) Auch Meteonews warnte vor viel Niederschlag im Süden. Nach Tief Olaf, das trübe und regnerische Tage brachte, wird diese Woche ein Hochdruckgebiet dominieren – inklusive Nebel und Hochnebel im Flachland. Sonne gibt es in den Bergen. «In den Bergen ist es auch wärmer als im Flachland», sagt Patrick Suter von Meteonews. Leser-Reporter schickten im November zahlreiche Schnee-Bilder aus dem Süden – hier von der San-Bernadino-Route in Richtung Tessin. Die Fahrt ins Tessin war kein einfaches Unterfangen. Bald sieht man das Vogelhäuschen in Eisten VS nicht mehr. (17. November 2019) «Es schneielet es beielet, schreibt ein Leser aus Termen VS. Dort haben auch die Hunde Spass am Schnee. So sah es um 12.50 Uhr auf der Bettmeralp aus. Diesem Panda Neufundläder scheint das Wetter zu gefallen. Kloster Einsiedeln im Wintermantel. Santa Maria im Münstertal. So sieht es in Grächen VS aus. Ein weiteres Bild aus Grächen. Auch in Cunter GR ist der Blick aus dem Fenster sehr eindrücklich. Es hat Schnee – so weit das Auge reicht. Schneeberge in Saas-Fee VS. «Es hat schon 20 Zentimeter Schnee auf den Strassen!», schreibt hierzu ein Leser-Reporter aus Visp VS. Auf der Bettmeralp schneit es. (17. November 2019) In Zermatt sind die Strassen weiss. So sah es am Morgen in Müstair GR aus. In Wengen hält der Winter auch schon Einzug. Auch auf der Bettmeralp fiel Schnee.

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Zu mild, zu wenig Sonne, zu viel Niederschläge: Das ist die Bilanz des Novembers 2019. Wie Meteonews in einer Mitteilung schreibt, sorgten Südwest- und Westwind aus dem Mittelmeerraum für eine zu milde Bilanz.

So betrug die Temperaturabweichung im Vergleich zum langjährigen Mittel im nördlichen Flachland zwischen 0,8 und 1,4 Grad. Länger anhaltende Föhnphasen sorgten in den Föhntälern für eine noch deutlichere Abweichung.

Trotz milden Temperaturen schien die Sonne beidseits der Alpen deutlich weniger als sonst üblich. Im Tessin war dieser November verbreitet der zweittrübste seit Messbeginn.

Rekord für Gesamtschneehöhe

Auch in Sachen Niederschläge dürfte der vergangene Monat im südlichen Alpenraum in Erinnerung bleiben. Durch sehr feuchte Luftmassen aus dem warmen Mittelmeeraum kam im Süden teils das Zwei- bis Dreifache an Regen oder Schnee zusammen.

In den Bergen herrschte so immer wieder eine sehr kritische Lawinensituation. Im Engadin wurden teilweise Rekorde für die Gesamtschneehöhe im November sowie die 3-Tages-Neuschneesumme gebrochen.

Hochnebel dominiert

Die ersten Dezembertage wurden von Tief Olaf bestimmt. Dieses ist allerdings spätestens ab morgen Dienstag kein Thema mehr, wie Patrick Suter von Meteonews sagt. Es dominiert wohl bis über das kommende Wochenende hinaus ein Hochdruckgebiet.

Dieses bringt ruhiges Wetter und weder Schnee noch Regen. Im Flachland dürfte vielerorts Nebel oder Hochnebel vorherrschen. Wer Sonne will, muss laut Suter in die Berge. «In den Bergen ist es meist sonnig und vor allem auch wärmer als im Flachland.»

(scl)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gretchen Müller am 02.12.2019 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts neues unter der Sonne

    Sie geht wieder los, die Jammerei ums Wetter! zu viel Niederschlag, zu wenig Niederschlag, zu heiss, zu kalt... tja ihr lieben, dem Wetter ist es Sch...egal was wir Menschen für normal halten. Eine kleine Schwankung der Erdachse und die Eiszeit ist zurück oder es herrscht Jahrtausende lang Bruthitze...alles schon mal dagewesen

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  • M. F. aus C. am 02.12.2019 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Genau!!

    Genau das ist Wetter. Es ist wie es ist. Wir machen nur die Statistik.

  • Greta Thunberg am 02.12.2019 15:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klimawandel

    Dachte es wird 40 Grad...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Luzifer am 03.12.2019 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aja

    Und kaum regnet es mal einen Monat wenig, sollen wir uns auf ein dehydriertes quallvolles Ende gefasst machen!!!

  • Jean Gerber am 03.12.2019 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    Anarchie

    Es ist endlich Zeit, dass die Natur lernt, sich an die von den Meteorologen festgesetzten Standardwerte zu halten! Diese Anarchie muss endlich aufhören.

  • aw55 am 03.12.2019 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Schnee

    Entgegen den angeblichen Wissnschaftlern, die keinen Schnee prophezeiten wegen dem Klimaschwindel.

  • Penelope am 03.12.2019 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Absehbar

    Da das Mittelmeer sich im Sommer ständig mehr erwärmt, ist es klar, dass im Winter immer mehr Feuchtigkeit abgegeben wird. Deshalb werden solche Starkniederschläge noch zunehmen.

  • Phil Krill am 03.12.2019 10:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ... gefroren ...

    ... das muss sicher gefrorenes CO2 sein - oder was meinen die Grünen? ...