Gesundheit

25. August 2008 11:08; Akt: 25.08.2008 11:41 Print

Nur geringe Steigerung der Gesundheitskosten

2006 sind die Kosten im Gesundheitswesen in der Schweiz laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) nur um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies war die geringste Steigerung seit Mitte der Achtzigerjahre.

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Wie das BFS am Montag mitteilte, betrugen die Kosten des Gesundheitswesens 2006 insgesamt 52,8 Mrd. Franken. Deren Anteil am Bruttoinlandprodukt (BIP) sank aufgrund des starken Wirtschaftswachstums von 11,2 Prozent im Jahr 2005 auf 10,8 Prozent.

Im internationalen OECD-Vergleich ist dies ein hoher Wert: Die USA gaben 2006 als Spitzenreiter 15 Prozent ihres BIP für das Gesundheitswesen aus. Dahinter folgen die Schweiz und Frankreich mit jeweils 10,8 Prozent und Deutschland mit 10,2 Prozent.

Leichter Anstieg der Krankenhauskosten

Die Krankenhauskosten (inklusive ambulanter Behandlungen) stiegen 2006 um 1,3 Prozent. Sie seien damit wie im Vorjahr unter dem langfristigen Trend gelegen, schreibt das BFS. 2005 betrug die Kostensteigerung bei den Krankenhäusern 0,5 Prozent.

Bemerkenswert sei, dass die Kosten von Rehabilitationskliniken 2006 deutlich um 9,7 Prozent gestiegen seien. Um 3,6 Prozent seien die Ausgaben der Institutionen für Betagte und Chronischkranke angewachsen. Dies sei etwas weniger als im Fünf-Jahres-Durchschnitt (4,1 Prozent).

Dies entspreche einer langfristigen Tendenz: Innerhalb der letzten fünf Jahre sei der Anteil der Aufwendungen für Pflegeheime an den Gesamtkosten des Gesundheitssystems von 12,2 Prozent im Jahr 2001 auf 12,9 Prozent im Jahr 2006 gestiegen.

Demgegenüber sanken die Ausgaben für Arzneimittel 2006 im Vergleich zum Vorjahr leicht. Verstärkte Preisüberprüfungen von bereits in der Spezialitätenliste etablierten Medikamenten sowie Änderungen der Aufnahmekriterien von Generika in die Liste hätten dazu geführt, dass der Index der Medikamentenpreise deutlich gesunken sei, schreibt das BFS.

Sozialversicherungen zahlen immer mehr

40,9 Prozent der Gesundheitskosten wurden 2006 von den privaten Haushalten und den Privatversicherungen übernommen. 2001 hatte dieser Anteil noch 43,1 Prozent betragen. Der Anteil der öffentlichen Hand sank im selben Zeitraum von 16,8 auf 16,2 Prozent.

Tiefer in die Kasse greifen mussten dagegen die Sozialversicherungen: Ihr Finanzierungsanteil stieg von 40,2 Prozent im Jahr 2001 auf 42,9 Prozent im Jahr 2006.

(sda)