«I love Schengen»

03. April 2019 12:52; Akt: 03.04.2019 14:55 Print

Operation Libero zieht wieder gegen SVP ins Feld

Die Operation Libero startet eine Kampagne für ein Ja zum Waffenrecht. Man wolle das Schengen-Abkommen nicht aufs Spiel setzen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

«I ♥ Schengen» mit einem Herzchen: Mit diesem Sujet – bekannt als Tourismus-Slogan von Städten – startet die Bewegung Operation Libero ihre Kampagne für die Verschärfung des Waffenrechts, die am 19. Mai zur Abstimmung kommt. Mit der Vorlage soll die verschärfte EU-Waffenrichtlinie in der Schweiz umgesetzt werden.

«Bei der Abstimmung am 19. Mai geht es nicht in erster Linie um Schusswaffen», sagt Co-Kampagnenleiter Janos Ammann.«Es geht vor allem auch um unsere Freiheit und Sicherheit in Europa.» Laut der Operation Libero droht der Schweiz bei einem Nein das Ende der Schengen-Mitgliedschaft.

Warnung vor Staus wegen Grenzkontrollen

Dabei sei das Schengen-Abkommen ein Beispiel für eine erfolgreiche, sinnvolle und freiheitliche Zusammenarbeit der Schweiz mit ihren europäischen Nachbarn: rückläufige Straftaten, Zugang zum Informationssystem SIS, kein stundenlanges Warten an den Grenzen, mehr Bewegungsfreiheit für Schweizer in Europa.

«Dieses wichtige Abkommen ist nun gefährdet wegen ein paar wenigen und sinnvollen Anpassungen im Schweizer Waffenrecht», wird Co-Kampagnenleiterin Laura Zimmermann in einer Mitteilung zitiert.

«Unfaire Kampagne»

Dass die Operation Libero schon wieder gegen die SVP ins Feld zieht, nervt Werner Salzmann, SVP-Nationalrat und Co-Präsident des Referendums-Komitees, nicht. Die Kampagne sei aber «unfair». «Wir sagen Nein zur Verschärfung des Waffenrechts und Ja zu Schengen.» Dass die Schweiz bei einer Nicht-Übernahme aus dem Schengenraum ausgeschlossen werde, sei unrealistisch.

«Bei der Schengenabstimmung 2005 hiess es seitens des Bundesrates, die Mitgliedstaaten seien bei der Nichtübernahme verpflichtet, eine pragmatische Lösung im Sinne aller finden. Das ist der Normalfall.» So hätten die anderen europäischen Staaten kein Interesse, die Schweiz vom Informationsaustausch abzuhängen, da ansonsten die Terrorgefahr steigen würde. Auch Grenzkontrollen für die 300'000 Grenzgänger in die Schweiz seien kaum gewünscht. Zudem bezahle die Schweiz jährlich 100 Millionen Franken für Schengen.

(daw)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schweizerin am 03.04.2019 12:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlimme Zeiten heute

    Nehmt uns doch alles weg, was seit Jahrzehnten bei uns üblich war und trotzdem ein friedliches Leben gehabt haben, überall nach- und aufgeben, was sind wir dann noch für eine Nation, habt ihr keine anderen Hobbys?

    einklappen einklappen
  • Stefan am 03.04.2019 17:10 Report Diesen Beitrag melden

    Operation EU

    Operation Libero. Das ist für mich das Marketinginstrument der Economiesuisse mit Ziel eines EU Beitritts. Junge, hübsche Leute die mehr von Marketing verstehen wie von Politik & Geschichte aber eben, passend zum heutigen Lifestyle unserer Modegesellschaft, gesteuert von einflussreichen Personen & Organisationen, perfekt orchestriert und von den Medien gefördert.

  • Schizo Vreni am 03.04.2019 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    19.05 Nein

    Ich sehe die Operation Libero hat ihre Internet Krieger aktiviert. Viel gepolter gegen die SVP, aber keine wirklichen Argumente. Ihr dürft auch weiterhin herum Reisen und die EU wird sich hüten inmitten des Schengen-Raum einen Blinden Fleck zu haben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Schizo Vreni am 03.04.2019 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    19.05 Nein

    Ich sehe die Operation Libero hat ihre Internet Krieger aktiviert. Viel gepolter gegen die SVP, aber keine wirklichen Argumente. Ihr dürft auch weiterhin herum Reisen und die EU wird sich hüten inmitten des Schengen-Raum einen Blinden Fleck zu haben.

  • Laimigs am 03.04.2019 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Schweiz ist verloren

    Die Rechte ist gegen den Schutz unserer Umwelt und die Linken verleugnen unsere Traditionen wie das Feldschiessen & somit die Schweiz. In diesem Spannungsfeld wird die Schweiz, wie wir sie heute lieben, auf Dauer nicht bestehen können.

  • Stefan am 03.04.2019 17:10 Report Diesen Beitrag melden

    Operation EU

    Operation Libero. Das ist für mich das Marketinginstrument der Economiesuisse mit Ziel eines EU Beitritts. Junge, hübsche Leute die mehr von Marketing verstehen wie von Politik & Geschichte aber eben, passend zum heutigen Lifestyle unserer Modegesellschaft, gesteuert von einflussreichen Personen & Organisationen, perfekt orchestriert und von den Medien gefördert.

  • ACC am 03.04.2019 16:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sie ziehen ins Feld

    Die Angst Macher von Operation Libero ziehen gegen die weitaus anständigen und grösstenteils straflosen Waffen Besitzer, die bestimmt nicht alle SVP wählen ins Feld.Aber wer etwas anderes erwartet hätte als die ewig gleiche Leier was wir alles verlieren werden,vergesst es in Zusammenhang mit der EU wird es immer das Haupt Argument sein.Wie will das neue Waffenrecht einen Anschlag mit Lastwagen,Messer,Gasflaschen und diversen anderen Alltags Gegenständen verhindern.Von illegalem Waffen Handel ganz zu schweigen.

  • Hoeloe am 03.04.2019 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Schengen Ja, Neues Waffenrecht NEIN

    Wer behauptet eigentlich die ganze Zeit dass wir bei eine Ablehnung aus dem Schengenraum fliegen? Dann müssen unsere Politiker halt mal mit der EU verhandeln gehen! Ich finde es eine Farce, dass ein "definitiver" Schengenausschluss das EINZIGE Argument der Befürworter ist, da dies überhaupt nicht stimmt!