«Staatsmännisch»

19. Februar 2014 07:23; Akt: 19.02.2014 08:25 Print

PR-Berater lobt Burkhalters Auftritt

Bundespräsident Didier Burkhalter erklärt in Berlin und Paris das Ja zur SVP-Initiative. Für seinen Auftritt erhält er von Kommunikationsexperte Roger Huber gute Noten.

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Seit dem Ja zur Einwanderungsinitiative eilt Bundespräsident Didier Burkhalter von einem Termin zum nächsten. Auch am Dienstag standen gleich drei Treffen in zwei Ländern an. Erst sprach er in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, später traf er Aussenminister Frank-Walter Steinmeier und am Abend kam er in Paris mit dem französischen Aussenminister Laurent Fabius zusammen. Das Ziel von Burkhalters Länder-Hopping: den Schweizer Entscheid zur SVP-Initiative zu erklären.

Dabei trat Burkhalter wie gewohnt stilsicher auf, findet Kommunikationsexperte Roger Huber, Leiter einer Agentur für Krisenkommunikation. Er analysiert den Auftritt des Bundespräsidenten:

Sein Aussehen

«Klassisch, dezent angezogen. Burkhalter ist elegant wie immer.»

Sein Auftreten

«Ein staatsmännischer Auftritt: Burkhalter ist kein Bittsteller, sondern ein Botschafter unseres Landes. Sein charmanter französischer Akzent kommt gut an. Galant auch, wie er Bundeskanzlerin Merkel die Krücke aufhob, die ihr heruntergefallen war. »

Seine Glaubwürdigkeit

«Burkhalter tritt souverän auf. Er hatte die Initiative abgelehnt, vertritt den Volksentscheid jetzt aber ohne jedes Zähneknirschen.»

Sein Verhandlungsgeschick

«Burkhalter ist der perfekte Diplomat. Er kommt nicht so weinerlich rüber wie andere Schweizer Politiker nach dem Abstimmungsergebnis. Er erklärt die Schweizer Position und die direkte Demokratie. Der Bundesrat hat begriffen, dass man nun eine proaktive Kommunikation führen muss.»

Keine löchrigen Jeans

Auch FDP-Nationalrätin Christa Markwalder ist voll des Lobes für ihren Bundesrat: «Didier Burkhalter tritt selbstbewusst und besonnen auf.» Gerade in dieser nicht einfachen Situation zeige er Haltung. «Er weiss, was er sagen will, und versucht, für den Volksentscheid Verständnis zu wecken.» Dabei komme ihm zugute, dass er die Zuwanderungsinitiative abgelehnt habe. «Seine Gesprächspartner wissen das auch.»

Gekleidet sei er wie immer sehr stilvoll: «Ich habe ihn noch nie in löchrigen Jeans gesehen», so Markwalder. Das Fazit der Aussenpolitikerin: «Burkhalter ist ein guter Repräsentant für die Schweiz.»

(ala)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mai Kai am 19.02.2014 08:07 Report Diesen Beitrag melden

    Es nervt die Hetze

    Es nervt echt langsam und es wird alles übertrieben. Jetzt ein ETHler den diese Hetze. Bin Deutscher und bin schon vor den Bilateralen da gewesen. Fühl mich wohl und halte mich ans Gesetz. Was mich nervt, diese Bettler und Einbrecher usw.. Schmarotzer auf den Sozialämtern. Die kommen den nicht aus Deutschland. War entsetzt als ich hörte es gibt Leute die hier Job suchen und Sozialhilfe bekommen. Das ist aber ein Fehler des Systems, nicht der EUler. Mieten zu hoch, in ZH hauen die immer extra was drauf, das war auch schon vor den Bilateralen. Gleiches in Genf.....

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  • Kritiker am 19.02.2014 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Aufgepasst!

    Das einzige, dass mir bei diesem Gespräch nicht gefallen hat, ist die Bemerkung, dass man ja in den nächsten 3 Jahren ja noch mal abstimmen könnte?!

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  • Jan Wenger am 19.02.2014 07:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keinen Kuhandel

    Mir egal wie DB aussieht, er soll einfach nicht einen Hintertürli Kuhandel machen wo wir nachher wieder die Dummen sind.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bruce am 19.02.2014 15:28 Report Diesen Beitrag melden

    Ich fand seinen Auftritt gut

    Aber ich verfolge seine Auftritte und Aussagen genau. Wehe er knicht irgendwo ein oder geht auf Forderungen ein, dann gibts Ärger in der Schweiz. Aber bisher, top.

  • Nicki am 19.02.2014 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    Brangelina sind passé

    Endlich haben wir unser eigenes Traumpaar: Burkel

  • Jo Klein am 19.02.2014 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Satz-Korrektur v.Kurz gesagt.10.35

    Kurz gesagt! Verstehe die Schweiz und ihre Regierung nicht. Sie sieht es nicht, oder will es nicht sehen Deutschland ist der Strohmann v. Amerika. Ziel: EU erweitern, so gross als möglich. Für die EU passt die Schweiz nicht in das Konzept für die Weltherrschaft USAEU. Staat mit direkter Demokratie in der Mitte Europas, ein no go! Jetzt will die EU der CH den Punkt setzten. Die EU Bürger wählen 2014 die Zukunft der Europas. Meine persönliche Meinung.

  • Louise am 19.02.2014 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    Es braucht einen Kommunikationsexperten!

    Nun aber wirklich: wir müssen Didier Burkhalters Auftritt von einem Kommunikationsexperten analysieren lassen! Das ist eine Beleidigung sondergleichen. Es käme mir nie in den Sinn, seine Fähigkeit und Eloquenz anzuzweifeln. Gut, wenn einer wie Leuenberger da wäre. Der brachte ja nie einen ganzen Satz ohne "ähhh, ähhh" zustande. Oder Trotzbueb Ueli, der in der SF-Doku den Daumen auf den Tisch hämmert und sagt "Wir wollen den Gripen; da gibt es nichts zu rütteln!". Aber ein Didier Burkhalter, der zu gebildet und anständig ist, um auch nur die Augen nach oben zu rollen. Ts, Sachen gibt's.

  • Steve Meyer am 19.02.2014 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    BR guter Geschäftspartner

    Die Schweiz zahlt pro Jahr 1-2 Milliarden an die EU und bekommt dafür 5 Millionen zurück für die Förderung von Filmschaffenden. Die EU blockiert alle Verhandlungen, wie wäre es wenn die CH nun dieses Geld blockiert und die Zinsbesteuerungs Dossier auch noch grad? Ist ja fast wie bestraft zu werden aber alles was die EU will wird weiter gemacht.