Freund von Betreibungsbeamtin

11. Juni 2019 08:20; Akt: 11.06.2019 09:44 Print

Pädophiler zieht nach U-Haft in Nähe von Opfer

Wegen sexueller Übergriffe sass ein 47-Jähriger in Untersuchungshaft. Als er wieder rauskam, zügelte er in die Nähe seines Opfers.

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Im März wurde bekannt, dass ein 47-jähriger IV-Rentner mehrfach ein dreijähriges Kind sexuell missbrauchte. Seine Frau, eine Betreibungsamtsangestellte, unterstützte ihn dabei. Dies zeigen die Chatverläufe des Ehepaars. Als die Frau ein Video des Missbrauchs erhielt, schrieb sie zurück: «Geilo. Hast du Öl benutzt?»

Zusammen kamen sie in Untersuchungshaft. Während die 40-Jährige nach fünf Wochen wieder freikam, schmorte der Mann länger im Gefängnis. Wie der «Blick» berichtet, ist er allerdings nun wieder gegen Kaution frei. Er bezahlte 30'000 Franken selber.

Gleiche Tramlinie

Nun der Schock für die Familie des kleinen Mädchens. Der Mann wechselte den Wohnort und lebt nun nur zwei Kilometer Luftlinie vom Opfer entfernt und nicht nur das: Neben seiner Wohnung befindet sich ausserdem eine Kinderkrippe. Die Mutter des missbrauchten Mädchens befürchtet nun, dass auch andere Kinder in Gefahr sein könnten.

Bis der Prozess beginnt, wird der 47-Jährige im Quartier weiter unbehelligt leben. Die Chance, dass das Mädchen auf ihrem Peiniger trifft, ist allerdings gross. Man benutze das gleiche Tram. Zum «Blick» sagt die Mutter: «Ich wünsche mir eine harte Strafe für die beiden. Aber momentan scheint es sogar zu viel verlangt, dass die beiden Täter von meiner Familie ferngehalten werden.»

(fss)