Perpignan (F)

08. Juli 2016 10:59; Akt: 08.07.2016 10:59 Print

Papagei erhält neues Zuhause bei der Feuerwehr

von Camille Kündig - Ein Schweizer Papagei wurde am Flughafen Perpignan zurückgelassen. Da man die Halter nicht ausfindig machen kann, nimmt ihn die Feuerwehr unter ihre Fittiche.

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Der Halter des Flughafen-Papageis von Perpignan in Südfrankreich wird wohl unauffindbar bleiben. Es sei denn, er meldet sich doch noch von selbst.

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Der Flughafendirektor und 20 Minuten haben in den letzten Tagen intensiv nach dem Besitzer des Vogels gesucht. Der Papagei ist zwar mit einem ID-Fussring ausgestattet, doch die Ringnummer reicht nicht, um den Besitzer ausfindig zu machen.

Geschlecht unbekannt

Fest steht, dass der Flughafen-Papagei vor zehn Jahren im Kanton Luzern geschlüpft ist. Sein Züchter weiss aber nicht, wem er den Vogel damals verkauft hat. Er führt kein Buch über seine Verkäufe. Das ist – im Gegensatz zu anderen Ländern in Europa – in der Schweiz nicht Pflicht.

«Wir haben es versucht. Jetzt behalten wir den Vogel bei uns, die Mitarbeiter haben Freude an ihm. Ich hätte aber gern gewusst, ob es sich um ein Weibchen oder Männchen handelt, um ihm einen Namen zu geben», sagt Flughafendirektor Denis Leluc. «Jetzt wird eine DNA-Analyse nötig sein, denn Papageien kann man das Geschlecht nicht ansehen», bedauert er. Immerhin hat der Papagei schon einen Spitznamen: Pimpom.

«Der Papagei sagt ‹hola› oder ‹hello›»

Der Papagei scheint sich unterdessen gut an sein neues Zuhause bei der Flughafenfeuerwehr von Perpignan gewöhnt zu haben. «Er pfeift die ganze Zeit vor sich hin und sagt ‹hola› oder ‹hello›, wir verstehen es nicht ganz», lächelt Leluc. «Wir haben ihm eine Sitzstange gekauft, aber er spaziert meistens in der Kaserne herum. Er scheint die Gesellschaft zu schätzen», so Leluc weiter. Sie würden sich alle rührend um den Vogel kümmern und ihn abwechselnd füttern und einkaufen gehen, so der neue Papagei-Besitzer. Zugute kommen dem grünen Exoten dabei die Arbeitszeiten der Feuerwehrleute: Von 5 bis 23 Uhr ist immer jemand in der Kaserne.

Lars Lepperhoff, Obmann der Arbeitsgruppe für Papageien bei Exotis Schweiz, schaute sich die Fotos vom Papagei an: «Es handelt sich beim neuen Flughafenbewohner eindeutig um eine Blaustirnamazone», sagt er. «Blaustirnamazonen sind über weite Teile Südamerikas, insbesondere Brasiliens, verbreitet. Sie werden seit vielen Jahren unter Menschenobhut gezüchtet.» In der Schweiz sei es aber obligatorisch, mindestens zwei Papageie zusammen zu halten, sagt Lepperhoff. «Wenn der Vogel am Flughafen aber meist unter Leuten ist, kann er sich auch ohne Partner wohlfühlen», sagt der Experte.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • KEVIN am 08.07.2016 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tierfreund

    Super hat der Papagei viele Freunde und ein gutes neues Zuhause bekommen wo er sich wohlfuehlt.

  • MOMO am 08.07.2016 11:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gute im neuen Zuhause

    Gut hat der Papagei gute Freunde bei der Feuerwehr und ein gutes neues Heim bekommen

  • Nico am 08.07.2016 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Alle Tiere sind Gold wert! 3

    Ich konnte bei der Umfrage nicht teilnehmen, da ich alle Haustiere über alles liebe. Ich habe zwar "nur" zwei Katzen, da ich von morgens bis abends nie zuhause bin und ich so keinen Hund oder so haben kann. Die zwei Katzen können sich zusammen beschäftigen bis ich nach Hause komme. :)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Monique Z. am 09.07.2016 22:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Papagei in Perpignan

    Sie werden bald herausfinden, ob es ein Er oder eine Sie ist ... Wir hatten 16 Jahre lang einen Blaustirnamazonenmann, mit mir hat er oft geflirtet....

  • Helena am 09.07.2016 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Hallo

    sind wohl seine Worte. Schon traurig das bekommen die Tiere ein Kennzeichen an die Füsse und dann kann man nicht man Feststellen wem der Papagei gehört? Wozu dann die Kennueichnung?

  • BVBkusi am 09.07.2016 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aha

    Und wo bleibt die frage ,ich habe kein haustier

    • Kupfi am 09.07.2016 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @BVBkusi

      Die Frage ist nicht, welches Haustier haben Sie, sondern welches ist ihr Lieblingstier. Verstnden?

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  • Jane38 am 09.07.2016 09:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    super

    jetzt hat er immerhin ein gutes zu hause in dem sich genug leute um ihn kümmern. klar kommen jetzt wieder welche von wegen nicht artgerecht blablabla...denkt ihr echt ein von menschenhand auf gezogener papagei überlebt alleine? eben

    • Dani B. am 09.07.2016 12:58 Report Diesen Beitrag melden

      in London leben zehntausende alleine

      Nun gut, die werden sicher auch gefüttert.

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  • Beni Turber am 08.07.2016 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    Bei der Feuerwehr ...

    ... soso, und das soll 'artgerechte' Haltung sein? Ein Papagei alleine und nicht 'vogelfrei'? - Wie lebensfremd ist denn das?! Es kann keine artgerechte Haltung von Tieren geben, als die wahre Freiheit! Das ist beim Menschen nicht anders. Was ist denn artgerecht im Bezug zu Menschen? Dass sie täglich genötigen werden was sie tun und zu lassen hätten? - Geboren um zu überleben, zu funktionieren und duckmäuserisch so sein, wie andere es erwarten? Das soll das Leben sein? Kaum oder?

    • Leni am 08.07.2016 22:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beni Turber

      Sollte dieser Vogel nach draussen (für ihn Wildnis nicht Freiheit) gelangen, wäre er ab sofort Freiwild und dem Tode geweiht, da er keine Ahnung von "draussen" hat und es auch nie lernte. Das sollte auch ein Tierfreund wissen.

    • Ösi am 09.07.2016 09:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beni Turber

      Genau, wir menschen sollten von unseren Zwängen befreit werden, nicht mehr unseren Chefs hörig sein und in der Arbeitszeit eingesperrt werden...

    • Tierfreund am 09.07.2016 12:41 Report Diesen Beitrag melden

      Artgerecht?

      Ich gebe Dir völlig Recht! Logisch wäre er in der Freiheit überfordert, aber man hätte diese Tiere ja gar nie gefangen nehmen sollen, dann wäre das Thema über artgerechte Haltung hinfällig.

    • Beni Turber am 09.07.2016 16:30 Report Diesen Beitrag melden

      Der Lauf des Lebens und der Natur ...

      ... mag in den Augen von Mitwesen (Menschen) brutal sein, doch ist es halt einfach die Natur. Ein Tierfreund nimmt nie ein Tier in Gefangenschaft! Es ist für mich ein Verbrechen, Tiere gefangen zu nehmen und dann noch darüber zu diskutieren, ob dies artgerecht sei oder nicht. Woher nimmt sich der Mensch eigentlich das Recht und die Arroganz, Mitwesen auf diesem Planeten gefangen zu nehmen? Der Mensch ist auch wie im Zoo gross geworden und haben ein schlummerndes Gefühl der Gefangenschaft in sich, weil sie wirkliche Freiheit nie erlebt haben.

    • Beni Turber am 09.07.2016 17:27 Report Diesen Beitrag melden

      Die Daumen runter ...

      ... haben offensichtlich nocht nicht begriffen, was wahre Freiheit ist und was ein Tier ist :-) Nämlich auch ein Wesen auf diesem Planeten, das der Natur entsprungen ist. Aber easy, bald sieht die Welt 'anders' aus und dann werden einige Menschen aus ihrem Schlaf gerissen... :-)

    • Beni Turber am 09.07.2016 17:39 Report Diesen Beitrag melden

      @Ösi

      Das ist ja dann DEINE Entscheidung etwas zu Arbeiten, wo du empfindest, dass du eingesperrt bist. Und so gibst du ja auch die Verantwortung ab und lässt dich leben. Wenn dir was nicht gefällt, dann ändere es oder ändere deine Einstellung! Leider kann ein Tier dem Menschen nicht sagen, dass es ihm nicht gefällt - gerade für einen Vogel - in einem Käfig eingesperrt zu sein. Zum Geier - WAS machen eigentlich 'die Menschen' hier auf diesem Planeten?!!!

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