Mobility Pricing

23. Oktober 2014 14:34; Akt: 23.10.2014 19:10 Print

Pendeln zur Rushhour könnte teurer werden

Wenn es nach Verkehrsministerin Doris Leuthard geht, sollen ÖV-Nutzer zu Spitzenzeiten bald mehr für ihre Tickets bezahlen, als wenn sie tagsüber unterwegs sind.

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Mobility Pricing im ÖV: Pendeln zu Spitzenzeiten soll teurer werden. (Bild: Keystone/Martin Ruetschi)

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Bundesrätin Doris Leuthard brütet über brisanten Plänen: Ihr Verkehrsdepartement (Uvek) arbeitet zurzeit im Auftrag des Bundesrates an einem Konzeptbericht zu Mobility Pricing in der Schweiz. Die Idee: Wer stark genutzte Verkehrswege befährt, soll dafür künftig mehr bezahlen, als wer auf weniger stark frequentierten Strecken unterwegs ist – sowohl auf der Strasse als auch im öffentlichen Verkehr. Ziel des neuen Bezahlsystems ist es, die Verkehrsspitzen zu glätten. Zur Rushhour sollen also weniger Leute unterwegs sein, das Passagieraufkommen soll sich besser verteilen.

Umfrage
Wer zu Stosszeiten den öffentlichen Verkehr benutzt, soll mehr bezahlen. Ist das okay?
10 %
73 %
17 %
Insgesamt 23082 Teilnehmer

In verschiedenen Modellen zeigt das Uvek auf, wie eine Einführung von Mobility Pricing für den ÖV in der Schweiz aussehen könnte. Wie die «Basler Zeitung» am Donnerstag schreibt, soll das System in drei Etappen eingeführt werden.

Teurer als das GA

In einem ersten Schritt würde das System demnach auf vereinzelten überbelasteten Bahn- und Buslinien versuchsweise eingeführt. Als Nächstes würde das Mobility Pricing auf weitere verkehrsbelastete Zonen ausgedehnt, um auch in stark belasteten Agglomerationen eine bessere Verkehrsführung zu erreichen. Erst in einem dritten Schritt würde das System flächendeckend auf das gesamte ÖV-Netz eingeführt, inklusive Schiffe und Seilbahnen.

Die neuen Tarife sollen von den jeweiligen Transportunternehmen bestimmt werden können, allerdings soll der Bund entsprechende Vorgaben machen. Abgerechnet könnte über ein automatisches Erhebungssystem via Smartphone werden. Ist man auf einer Mobility-Pricing-Strecke unterwegs, würde dies automatisch registriert. Insgesamt solle man für Mobilität nicht mehr, sondern anders bezahlen, heisst es im Artikel der «Basler Zeitung». Wer viel unterwegs ist, wie die heutigen GA-Besitzer, müsste wohl aber doch deutlich tiefer in die Tasche greifen als heute.

(rok)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Aki Yamadu am 23.10.2014 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe Frau Leuthart

    Wenn sie das machen, dann überlege ich mir aber, ob es sich überhaupt noch lohnt arbeiten zu gehen. Wenn ich mir diese kosten auf Ende Jahr hochrechne, wäre ich bald besser bedient, wenn ichmich einfach beim Sozialamt anmelden würde. Ihr macht noch unseren ganzen Mittelstand kaputt.

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  • Lucie Santschii am 23.10.2014 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    Es reicht!

    Ich kann es langsam echt nicht mehr hören!

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  • Mitte am 23.10.2014 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    Die Frau Leuthard wieder.....

    Langsam aber sicher zweifle ich am Verstand von Frau Leuthard. Diese Frau toppt so ziemlich alles, was wir je im BR hatten. Sie tätigt Aussagen, die jenseits von Gut und Böse sind z.B. Volksentscheide, die ihr nicht passen, werden bewusst in der Umsetzung herausgezögert. Vielleicht merken jetzt sogar die ÖV-Pendler einmal, wie sehr Frau Leuthard nur an Mehreinnahmen interessiert ist. Seine Arbeitszeiten kann fast niemand frei bestimmen. Unsere Wirtschaft läuft nun mal zu bestimmten Zeiten. Das wird schon vom Gesetzgeber so vorgesehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Toni imStau am 06.11.2014 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steuern und nochmals Steuern

    Wert füttertert eingentlich die alten wohlernärten Bundes-, Nationalräte? Ja die Arbeitnehmer welche steuern zahlen und als strafe nochmals eine Zugsteuer zahlen sollen.

  • Monique Fischer am 24.10.2014 23:24 Report Diesen Beitrag melden

    Nehmt euch Zeit zu leben...

    Jetzt kehrt endlich ruhe ein. Statt durch die ganze CH zu reisen sollte sich jeder möglichst einen Arbeitsplatz in der Nähe suchen. Das "mehr Geld verdienen" am anderen Ort macht nicht glücklich - schon gar nicht bei Stau und Reisestress...

  • pendler86 am 24.10.2014 22:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schnaps idee

    wenn dann die frau leuthart uns pendler allen eine limosiene mit chauffeur zur verfügung stellt oder uns einen neuen job der nahe von zuhause ist dann kann sie doch die preise erhöhen aber dann fährt niemand mehr bahn und dann motzt sie auch wieder.

  • Marcello am 24.10.2014 22:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wachsende Bevölkerung

    Alle Autobahnen müssen auf minimum 3 Spuren ausgebaut werden. Neue Parkhäuser müssen gebaut werden. Der öffentliche Verkehr muss ebenfalls ausgebaut werden. Oder wie wollen wir die Zuwanderung meistern?

  • N. am 24.10.2014 22:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist ja wohl ein Witz?

    Mal schauen, ob mein Arbeitgeber es unterstützen möchte, dass ich in Zukunft erst um 10h mit der Arbeit beginne :-) Das soll ja wohl ein Witz sein, Frau Leuthart, nicht wahr?