Grenzkontrolle

07. November 2019 14:22; Akt: 07.11.2019 14:22 Print

Polizei prüft Fernbusse auf illegale Migranten

Bei den Grenzkontrollen werden vermehrt Flixbusse überprüft: Auf Drogen und illegale Migranten.

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Seit einigen Wochen warten deutsche Beamte vermehrt hinter der Schweizer Grenze und suchen nach illegal Einreisenden und nach Drogen – auch in Fernverkehrsbussen, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Gemäss offiziellen Aussagen werden Fernverkehrsbusse zwar nicht «systematisch kontrolliert», da dies mit dem Schengen-Abkommen nicht vereinbar ist. Und dennoch finden Schleierfahndungen statt, wie ein Sprecher der Stuttgarter Bundespolizei der Zeitung bestätigt. Die Polizei führe «lageangepasste, stichprobenartige Kontrollen» im Rahmen der Binnengrenzfahndung (oder eben Schleierfahndung) im Grenzraum zu Frankreich und zur Schweiz durch.

Flixbus im Visier

Dabei scheinen besonders Fernreisebusse im Visier der Behörden zu sein, wie Flixbus-Pressesprecher Martin Mangiapia bestätigt: «Wir stellen tatsächlich fest, dass Fernbusse öfter kontrolliert werden als andere Verkehrsmittel.» Offenbar sei es einfacher, 50 Busspassagiere zu kontrollieren als 20 Autos anzuhalten, um die gleiche Zahl Personen zu kontrollieren.

Die Kontrollen entlang der Autobahn stellen für Flixbus ein Ärgernis dar. Polizeiliche Kontrollen sollten demnach an Haltestellen durchgeführt werden, so Mangiapia. Züge der SBB würden schliesslich auch nicht auf freier Strecke angehalten und kontrolliert.

Doch offenbar lohnt sich der Blick in die Busse. In aktuellen Polizeijournalen sei gemäss der Schaffhauser Finanz- und Sicherheitsdirektorin Cornelia Stamm Hurter zu entnehmen, dass regelmässige Überstellungen illegaler Asylsuchender aus Fernbussen durch den Grenzwachtkorps an die Polizei stattfinden. Dasselbe gelte auch für Geld- und Drogenkuriere. Offizielle Zahlen dazu gibt es jedoch nicht.

(kat)