Ausgebüxt in Genf

11. April 2019 18:08; Akt: 12.04.2019 11:42 Print

Wie kommt dieses Geissli ins Polizeiauto?

Eine Ziege büxte in Genf aus. Das Tier wurde schliesslich von der Polizei aufgegriffen.

Spezieller Gast im Auto der Genfer Polizei. Ein Zicklein musste von den Beamten eingefangen werden. (20Minuten/Wibbitz)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Genfer Polizei fing am Montag ein ausgebüxtes Zicklein auf offener Strasse ein. Während ihrer Patrouille hatten sich die Wege der Beamten mit jenen der Baby-Geiss gekreuzt, die furchtlos mitten auf der Fahrbahn herumstolziert war.

Nachdem sie die junge Ziege ins Auto gesetzt hatten, kontaktierten die Polizisten lokale Bauern sowie Tierärzte der umliegenden Regionen – ohne Erfolg. Niemand wusste, woher das Tier stammte. Also brachten sie den Gast in ein auf Katzen spezialisiertes Tierheim in der Region.

Illegaler Besuch in der Schweiz

Am späteren Abend konnte der Besitzer, ein Franzose, ausfindig gemacht werden. Der Mann hatte Verwandte in der Schweiz besucht und seine Hausziege war aus deren Garten verschwunden. Im Tierheim erhielt die Geiss Platz in einem Hühnerstall. Die Präsidentin des Tierheims sagte: «Wir beherbergten noch nie eine Ziege, also habe ich sie in einen Hühnerstall gebracht. Da sie noch sehr jung ist, passte sie durch die Tür.»

Ob das Geissli den Weg zu seinem Besitzer findet, ist unklar.
Das Tier wurde nicht offiziell beim Grenzschutz angemeldet. Nun muss der Franzose die Kosten für die Gesundheitsprüfung der Baby-Geiss bezahlen. Sollte er das jedoch nicht machen, wird «Avoine» an einen Tierschutzverein übergeben.

(fss)