Unterstützung aus der Luft

12. November 2014 23:31; Akt: 12.11.2014 23:31 Print

Polizei will Verbrecher mit Armee-Drohnen jagen

Armee-Drohnen könnten künftig Schweizer Polizisten bei der Kriminalitäts-Bekämpfung unterstützen. Das würde den Personalmangel bremsen. Datenschützer haben Vorbehalte.

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Dank dem Einsatz einer Drohne der Schweizer Luftwaffe haben Grenzwächter im Tessin am Wochenende drei zur Verhaftung ausgeschriebene Männer festnehmen können – in nur 15 Minuten.

Am Einsatz solcher Armee-Drohnen ist auch die Schweizer Polizei interessiert. Wie die Nachrichtensendung «10vor10» am Mittwoch berichtet, prüft sie nun, ob die Armee-Drohnen überall im Land zur Verbrechensbekämpfung eingesetzt werden könnten – bis anhin erlaubt das Gesetz dies nur an der Grenze.

«Die Technologie muss zur Verfügung stehen, auch für die Kriminalitätsbekämpfung der Polizei, die ihren Job umsetzen muss», sagt Max Hofmann, Generalsekretär des Polizeibeamten-Verbandes, zu «10vor10». Ausserdem glaubt Hofmann, dass sich mit so einer Technologie der Personalmangel bremsen lasse.

Datenschützer ist skeptisch

Der oberste Schweizer Datenschützer hat Vorbehalte gegen den Drohnen-Einsatz im Inland: «Nicht akzeptabel würde ich finden, wenn man Drohnen prophylaktisch fliegen lassen würde, um ein wenig zu beobachten, was geht», sagt Thür.

Die Polizei durch Armee-Drohnen zu unterstützen, kann er sich dennoch vorstellen. Bei einem schwerwiegenden Vorfall etwa, könne man einen Drohneneinsatz zur Diskussion stellen.

Der Polizei war der Einsatz von Armee-Drohnen bisher nur in ganz speziellen, weit voraus planbaren Fällen erlaubt, so etwa während der Euro08 und während der 1.Mai-Krawalle in Zürich.

(kko)