Pollen statt Schnee

13. Januar 2020 14:04; Akt: 13.01.2020 14:04 Print

Heuschnupfensaison 2020 beginnt bereits im Januar

Milde Temperaturen und trockenes Wetter sorgen bereits in den ersten Wochen des Jahres für einen Pollenflug. Dies vor allem in Basel und im Tessin, wo der Hasel blüht.

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Haselpollen fliegen bereits jetzt – insbesondere in der Region Basel und im Tessin. Frühling ist Pollen- und damit Allergikerzeit. Betroffenen bleibt oft kaum etwas anderes übrig, als Medikamente zu nehmen. Tipps, die das Leiden der Allergiker zumindest etwas lindern, gibt es in der Bildstrecke. Bei schönem Wetter nur kurz lüften. In der Stadt idealerweise morgens, denn dann ist die Pollenkonzentration gemäss Fachleuten am geringsten. Auf dem Land ist die Zeit zwischen 19 und 24 Uhr am pollenärmsten. Wer gern mit offenem Fenster schläft, kann sich ein Pollengitter montieren. Während der Pollensaison sollten die Kleider nicht draussen getrocknet werden. Es hilft auch, wenn man sich abends nicht im Schlafzimmer auszieht. Ausserdem sollte Bettwäsche, vor allem der Kissenbezug, öfter gewaschen werden. Etwas Vaseline in und um die Nasenlöcher pflegt nicht nur die vom Schneuzen gereizte Haut, sondern wirkt wie eine Barriere: Die Pollen bleiben hängen und geraten gar nicht erst in die Nase. Die Augen schützt eine Sonnenbrille wirkungsvoll. Der Lumpi und das Büsi streifen gern durchs frühlingshafte Grün – und tragen jede Menge Pollen nach Hause, die dann beim Streicheln, ... ... Bürsten oder Kuscheln einen Allergieschub beim Menschen auslösen. Zumindest das Bürsten sollte man einem Nichtallergiker überlassen. Wer trotz Heuschnupfen draussen Sport treiben will, kann sich vorher über die Pollenprognose informieren und prüfen, ob «seine» Polle mit dabei ist. Pollen lagern sich überall ab, auch auf Möbeln und Teppichen. Also kann fleissiges Staubsaugen ... ... und -wischen die Pollenbelastung senken. Auch wenn es gerade bei langen Haaren mühsam ist: Abends gut ausspülen ist ein Muss, wenn man nicht mit Pollen in den Haaren ins Bett gehen will. Spezielle Luftreiniger reduzieren die Pollenkonzentration zu Hause oder im Büro. Welche Filter für Allergiker geeignet sind, erfährt man im Fachgeschäft. Nicht nur Schadstoffe, auch Pollen gelangen leicht ins Auto. Hier hilft ein Innenraumfilter. Idealerweise ist er mit Aktivkohle ausgestattet, da diese gemäss verschiedener Tests deutlich leistungsfähiger sind als andere. Manche Allergiker flüchten vor den Pollen in die Berge ... ... oder ans Meer. Da ist die Luft deutlich pollenärmer, und man kann mal wieder richtig durchatmen. Wo in Europa welche Pollen gerade aktiv sind, sieht man zum Beispiel auf Polleninfo.org

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Die Pollensaison 2020 hat bereits begonnen. Milde Temperaturen und trockenes Wetter führen stellenweise zu einer frühzeitigen Hasel- und Erlenblüte. Im Tessin setzte der Pollenflug bereits in den Weihnachtstagen ein.

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Im Mittelland blühen bereits vereinzelt Haselkätzchen. Bei Sonnenschein und Temperaturen über 5 Grad geben diese Sträucher auch Pollen ab. Diese könnten bei Menschen mit Heuschnupfen Beschwerden verursachen, heisst es in einer Medienmitteilung des Allergiezentrums Schweiz (aha!) vom Montag.

Basel betroffen

Ein Blühbeginn der Hasel bereits Anfang Januar sei sehr früh, werde aber immer wieder einmal registriert, stellte Regula Gehrig, Biometeorologin von Meteo Schweiz, fest. Im vergangenen Jahr sei die Hasel allerdings erst Anfang Februar aus der Winterruhe erwacht

Aktuell sind im Mittelland die Mehrheit der Haselkätzchen aber noch geschlossen. Die meisten blühenden Sträucher sind in der Region Basel zu erwarten. Bleiben die Temperaturen über 5 Grad, dürften sie vermehrt in anderen Regionen auftauchen.

Pollen der Purpurerle

Schon vor Weihnachten wurden allerdings im Tessin die ersten Haselpollen gemessen. Ab Neujahr hat es dort laut Medienmitteilung sogar eine starke Konzentration von Haselpollen gegeben.

Auch in Buchs SG blühte die nicht einheimische Purpurerle bereits vor Weihnachten. An den milden Föhntagen vom 18. und 19. Dezember wurden starke Konzentrationen gemessen. Die einheimischen Erlen sind auf der Alpenordseite noch nicht blühbereit, einzelne Pollen können aber schon in der Luft sein.

Das Allergiezentrum empfiehlt Pollenallergikerinnen und -allergikern regelmässig die Pollenprognosen zu prüfen und bei Beschwerden in Absprache mit einem Allergologen Medikamente zu nehmen und sich über eine allfällige Immuntherapie zu informieren.

(scl/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Don Vito Corleone am 13.01.2020 14:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das sind keine Neuigkeiten!

    Seit Weihnachten sind bei mir und etlichen Bekannten Heuschnupfen- und Asthmamedis wieder das tägliche Brot! Und dass im Aargau und nicht nur in Basel oder dem Tessin!

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  • icky am 13.01.2020 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Auch schon in ZH

    Ich behaupte, dass wir dies auch schon in Zürich, inkl. Zürcher Oberland haben...ich merke es seit einigen Tagen:-(

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  • Eidgenossin am 13.01.2020 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück nicht

    Ich bin sehr froh habe ich keinen Heuschnupfen,aber ich kenne viele die das haben und die tun mir immer sehr leid!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Linda am 15.01.2020 00:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pro Baum

    Pflanzt mehr Bäume. Nur so werden die Pollen weniger aggressiv gestreut.

  • peter am 14.01.2020 21:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    TACHYOPRESSUR

    Tachyopressur An alle Heuschnüpfler... Probiert es einmal mit Tachyopresser, nach einer Sitzung bist du Beschwerdefrei! Gilt auch für andere Allergien Lg Peter

    • Andrea am 14.01.2020 22:08 Report Diesen Beitrag melden

      Tachyopressur

      Stimmt Tachyopressur hat auch mir geholfen

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  • Reni am 14.01.2020 21:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    chemie sei dank

    hatte 5 Jahre Ruhe, und nun wie ein Hammer die Rückkehr dieser Allergie. Gar nicht gut.. naja... sollte ja nicht mehr lange dauern... Man nehme Tabletten...

  • Pummelfee am 14.01.2020 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch im Aargau

    Auch im aargauer Seetal merkt man es. Es juckt und trieft seit ca. 2 Wochen

  • Faul Entzer am 14.01.2020 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    da ändert

    weder Gret noch Rytz irgend etwas.