Reduzierte Päckligrösse

27. März 2020 09:08; Akt: 27.03.2020 16:06 Print

Post liefert nur noch, was ein Pöstler tragen kann

von P. Michel - Der Lockdown führt zu einer Päckliflut: Bestellt wird viel Essen – aber auch Möbel oder Gartenhäuser. Jetzt reduziert die Post die Päckligrösse.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Coronakrise fordert auch die Schweizerische Post. Denn der vom Bundesrat verhängte Lockdown führt dazu, dass viele Menschen zu Hause bleiben – und Einkäufe online erledigen. «Die Mengen bei den Paketen ist in den letzten Wochen und Tagen sehr stark gestiegen», bestätigt Post-Sprecher Erich Goetschi gegenüber 20 Minuten. Gleichzeitig fehlten der Post zunehmend Mitarbeitende. «Sie sind krank, gehören zu einer Risikogruppe, sollen deswegen zuhause bleiben oder betreuen ihre Kinder. Die verbleibenden Mitarbeitenden leisten einen grossen Effort.»

Gerade «grosse und schwere Sperrgutsendungen wie beispielsweise Velos, Gartenhäuschen, Sofas oder ganze Möbelpackungen» stellten eine grosse Herausforderung dar. Diese Pakete seien für einen Mitarbeitenden kaum alleine zu heben – «und zu zweit stellt sich sofort die Frage nach dem Social Distancing, das wir einhalten wollen», teilt die Post am Freitagnachmittag mit.

Nun reagiert die Konzernleitung: Sie entschied, die Masse der Sperrgutsendungen ab Montag zu reduzieren. Neu wird nur noch geliefert, was ein Mitarbeiter alleine tragen kann. Konkret schreibt das die Post so: «Die maximale Länge der einzelnen Seiten beträgt neu 150 cm / 80 cm / 60 cm. Für die Kombination der Seiten gilt ein maximales Gurtmass (2 × Höhe + 2 × Breite + 1 × längste Seite) von 350 cm (statt max. Länge 250 cm und Gurtmass max. 400 cm).» Diese Massnahme bleibe in Kraft, bis der Bundesrat das Social Distancing lockere.

Mehr Lebensmittelpakete

Insgesamt verzeichnet die Post ein hohes Sendungsvolumen bei den inländischen Paketen. «Insbesondere bei den Lebensmittelpaketen – bis zu 300 Prozent mehr –, und bei Sendungen der grossen Schweizer Onlinehändler ist das Volumen deutlich erhöht.» Zudem würden nun auch viele Detailhändler ihre Produkte online verkaufen. «Seit Anfang dieser Woche haben die Mengen zum Teil das Niveau der Vorweihnachtszeit erreicht», sagt Goetschi. Es sei aber verfrüht, eine seriöse Aussage zur Grössenordnung des Wachstums zu machen.

Sparst du dank des Lockdowns Geld oder gibst du es online aus? Und hamsterst auch du manchmal ein bisschen? Zeig uns dein Budget vor und seit Beginn des Lockdowns.

Die Päckli-Flut führt zu Verzögerungen. «Aufgrund des hohen Sendungsvolumens können die regulären Beförderungszeiten für Pakete momentan nicht immer eingehalten werden», sagt Goetschi. Allfällige Rückstände würden spätestens am folgenden Tag aufgearbeitet.

Post will Verspätungen möglichst klein halten

«Fakt ist: Unsere Mitarbeitenden geben tagtäglich ihr Bestes. Und wenn ein Paket trotzdem mal etwas länger unterwegs ist, hoffen wir auf das Verständnis der Empfänger, die die Herausforderungen der Krise ja auch selber tagtäglich erfahren», erklärt Goetschi. Um Verspätungen möglichst klein zu halten, wird die Post neu wieder am Samstag sortieren. «Aufgrund der vom BAG empfohlenen Social-Distancing-Massnahmen, die die Post strikte einhält, sind die Möglichkeiten, zusätzliches Personal einzusetzen und so die Kapazitäten hochzufahren, beschränkt.»

Goetschi betont den Schutz der Post-Mitarbeitenden: «Wir sind bestrebt, dafür zu sorgen, dass sie gesund bleiben. Wenn sie es nicht tun, gibt es keine Post.»

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fabio R. am 27.03.2020 09:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dankbar

    Dann warte ich halt länger auf meienen Reiskoche, den ich bestellt habe. Danke an all die Postboten die immer noch ihren Einsatz leisten!

    einklappen einklappen
  • Bruno am 27.03.2020 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    war ja klar

    überall da, wo vorher abgebaut und eingespart wurde, herrscht jetzt Personalmangel. Also: Leute einstellen!

    einklappen einklappen
  • Tom Roth am 27.03.2020 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Das stimmt wohl nur bedinngt

    Die Post ist am Limit, zutreffender ist die Post ist dank des Stellenabbaus Filialschliessungen etc. am und war schon vorher am Limit.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marco am 28.03.2020 17:10 Report Diesen Beitrag melden

    Frust zuhause

    Wenn man nicht rausgehen kann um einzukaufen, nonfood, muss man ja im Internet bestellen. Das war absehbar, aber alle haben verschlafen, dass da zusätzliche Arbeit aufkommt. Und anstatt das Personal aufzustocken, sitzt man die Krise aus.

    • Hell Vetier am 28.03.2020 18:16 Report Diesen Beitrag melden

      Hirnloser

      Und ja, die sitzen sich dann auf den Schoss oder in all den leeren Lagerhallen, die von der Post gemietet werden. Gott was studiert ihr bei diesen Aussagen?

    einklappen einklappen
  • Wer bin ich am 28.03.2020 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Nummer

    Die Post lässt die Risikogruppe zuhause. Und bei uns nicht. Du bist bei uns nur eine Nummer.

  • A.Winter am 28.03.2020 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Auch übersrbeitet

    Klatscht auch Mal einer für die Pösteler, die zur Zeit täglich ein mehrfaches der Normalmenge austragen? Subventionen hin oder her - davon sieht der Paketbote nichts. Aber Hauptsache alle Onlineshops werben weiterhin mit kostenloser Lieferung damit die Päklianzahl weiter ansteigt... Und nein, ich bin kein Pösteler.

    • realistin am 28.03.2020 16:11 Report Diesen Beitrag melden

      halt so schlimm wie du denkst

      1. es ist doch wohl ein Unterschied ob ich einfach mehr Päckli zum austragen habe, oder täglich versuche das Leben von menschen zu retten und dabei zusehen muss wie sie sterben. 2. Die Lieferflut hat nix mit kostenloser Rücksendung zu tun, denn dies wird einfach vom Lieferanten auf den Kaufpreis draufgeschlagen und somit vom Lieferanten an die Post bezahlt statt vom Endkonsument. 3. Stell dir vor wie es jetzt wäre ohne Onlineshops? Es würde der Wirtschaft noch viel mehr schaden und viele alte Leute hätten Mühe an ihr Essen zu kommen.

    • Wer bin ich am 28.03.2020 16:35 Report Diesen Beitrag melden

      Temporär

      Aber die wo noch verkaufen können sollen es. Die Post könnte ja momentan temporär Leute einstellen

    • Urs zelli am 28.03.2020 17:04 Report Diesen Beitrag melden

      mischt

      so n'mischt mit dem sch...klatsche wa hend er devo?????

    • Rainer Dunst am 28.03.2020 17:15 Report Diesen Beitrag melden

      ARMES VOLK

      konsum, konsum bestellen kaufen arbeiten schlafen kaufen konsumieren=SCHWEIZ-----GELDGELDGELD----alles Sklaven des Konsums--armes Volk

    • Wer bin ich am 28.03.2020 20:56 Report Diesen Beitrag melden

      Geld

      Ohne Geld geht leider nichts. Und dank dem Konsum gibt es Arbeitsplätze.

    einklappen einklappen
  • EinLeser am 28.03.2020 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Verstehe ich nicht

    280 sind im Spital, Intensivstationen nicht ausgelastet. 13500 arbeitslos. Haben wir eine Pandemie oder eine Wirtschaftskrise?

    • Luzifer am 28.03.2020 16:33 Report Diesen Beitrag melden

      Corona wurde vor 8 Jahren...

      Forscht mal über Rockefeller,die "Pandemie"<2017/18> gab's q.t.mii. Tote durch Influenza! Eine Bevormundung vom Staat wir weltweit vorbereitet. Um es durchzubringen muss die Bevölkerung und Wirtschaft unterdrückt werden. Die Corona Story wurde vor 8 Jahren, mit den heutigen Tatsachen bis ins Detail erwähnt. In China Berichts aus durch Wildtiere auf einem Markt usw...

    einklappen einklappen
  • Judihui am 28.03.2020 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht anders erwartet

    Auf unsere Post ist eben Verlass. Kaum gibt es etwas Gegenwind, dann lässt man besser über Private liefern.