Joint Venture

21. Dezember 2011 20:17; Akt: 21.12.2011 20:55 Print

Post und La Poste arbeiten bald zusammen

Die Schweizerische Post und die französische La Poste wollen künftig in einem gemeinsamen Unternehmen zusammenarbeiten. Vor allem grenzüberschreitende Aktivitäten im Mailgeschäft sollen verbunden werden.

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Das neue Unternehmen von der Schweizerischen Post und La Post wird Geschäftssitze in Paris und Bern haben. (Bild: Keystone)

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Die Schweizerische Post und die französische La Poste legen ihre internationalen Aktivitäten im Bereich der Briefpost zusammen. Das gemeinsame Unternehmen soll eines der weltweit führenden Unternehmen werden.

«Zwei starke Unternehmen schliessen sich hier zusammen, um noch stärker zu werden», sagte Post-Konzernleiter Jürg Bucher am Mittwochabend gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Damit werde das gemeinsame Unternehmen zur Deutschen Post aufschliessen, die in diesem Bereich weltweit eine führende Stellung einnehme.

Jürg Bucher rechnet beim Start mit einem Umsatz von einer halben Milliarde Franken, weist aber darauf hin, dass das weltweite Potenzial im Bereich der internationalen Briefpost über 10 Milliarden Franken beträgt. Von diesem Kuchen will das schweizerisch-französische Unternehmen einen Teil abschneiden.

Das internationale Briefpostgeschäft der beiden Unternehmen ergänze sich sowohl geografisch als auch im Hinblick auf ihr Produktangebot, sagte Bucher weiter. Schwerpunkte der Tätigkeit sind die Märkte in Kontinentaleuropa, den USA und in Asien.

Start im Laufe des nächsten Jahres

Derzeit sind 1200 Mitarbeiter der Schweizerischen Post und 800 der französischen La Poste im internationalen Mailverkehrsgeschäft tätig. Der Verwaltungsrat und die operative Leitung sollen in den nächsten Wochen besetzt werden.

Das von den beiden Verwaltungsräten bereits genehmigte Joint- Venture soll im Laufe des Jahres 2012 seine Tätigkeit aufnehmen. Das neue Unternehmen soll zu gleichen Teilen im Eigentum von La Poste und der Schweizerischen Post stehen. Es wird Geschäftssitze in Paris und Bern haben.

Im Unternehmen sollen alle grenzüberschreitenden Aktivitäten im Mailgeschäft von La Poste und der Schweizerischen Post verbunden werden. Ausnahmen bilden das ein- und ausgehende grenzüberschreitende Mailgeschäft von La Poste in Frankreich und dasjenige der Schweizerischen Post in der Schweiz.

Arbeiten begannen vor zwei Jahren

Mit La Poste Global Mail und Swiss Post International haben die französische und die Schweizer Post in den letzten Jahren eigenständige Firmen für die Abwicklung des internationalen Briefverkehrs aufgebaut.

Vor rund zwei Jahren hätten sich die Leitungen beider Post- Unternehmen die Frage gestellt, wie es damit weitergehen soll, sagte Postchef Bucher weiter.

Vor rund eineinhalb Jahren sei man dann übereingekommen, die Zusammenarbeit zu intensivieren und habe ein entsprechendes Projekt auf die Beine stellt.

Der postalische Universaldienst von La Poste in Frankreich und der Schweizerischen Post in der Schweiz ist vom Joint-Venture nicht betroffen. Das Joint-Venture steht unter dem Vorbehalt, dass alle erforderlichen regulatorischen Genehmigungen erteilt werden.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gauthier Aubraire am 21.12.2011 21:20 Report Diesen Beitrag melden

    Qualität sinkt

    Die französische La Poste ist nicht so zuverlässig wie die Schweizerische Post. Dann sinkt die Qualität bei uns!

  • Hans Peters am 21.12.2011 20:59 Report Diesen Beitrag melden

    Der Weltpostverein besteht weiter....

    Der internationale Briefverkehr ist doch im 1874 gegründeten Weltpostverein ganz klar geregelt und deshalb ist es ja möglich, Briefe praktisch an jeden Punkt der Erde zu senden wie: Osterinseln via Chile, Christmas Island/Kiribati, auf die Insel Tristan da Cunha/Südatlantik via CapeTown, auf die Scott Base/Antarktis - mit Hilfe der US Navy via Christchurch/NZ gar bis zum Südpol und das alles zum gleichen Tarif wie nach New York City. Jetzt braucht es einmal für den grenzüberschreitenden Verkehr mit dem Nachbarland Frankreich ein eigenes Unternehmen - wer glaubt denn solchen Schwachsinn !

  • bubu am 23.12.2011 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Auslandgeschäfte

    Die SBB und die Swisscom ist mit seinen Auslandgeschäften auf die Schnauze gefallen. Warum nicht auch die Post. Weiter so!

Die neusten Leser-Kommentare

  • bubu am 23.12.2011 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Auslandgeschäfte

    Die SBB und die Swisscom ist mit seinen Auslandgeschäften auf die Schnauze gefallen. Warum nicht auch die Post. Weiter so!

  • Gauthier Aubraire am 21.12.2011 21:20 Report Diesen Beitrag melden

    Qualität sinkt

    Die französische La Poste ist nicht so zuverlässig wie die Schweizerische Post. Dann sinkt die Qualität bei uns!

  • Hans Peters am 21.12.2011 20:59 Report Diesen Beitrag melden

    Der Weltpostverein besteht weiter....

    Der internationale Briefverkehr ist doch im 1874 gegründeten Weltpostverein ganz klar geregelt und deshalb ist es ja möglich, Briefe praktisch an jeden Punkt der Erde zu senden wie: Osterinseln via Chile, Christmas Island/Kiribati, auf die Insel Tristan da Cunha/Südatlantik via CapeTown, auf die Scott Base/Antarktis - mit Hilfe der US Navy via Christchurch/NZ gar bis zum Südpol und das alles zum gleichen Tarif wie nach New York City. Jetzt braucht es einmal für den grenzüberschreitenden Verkehr mit dem Nachbarland Frankreich ein eigenes Unternehmen - wer glaubt denn solchen Schwachsinn !