Polizei intervenierte

27. Januar 2018 15:01; Akt: 27.01.2018 15:12 Print

Geistig Verwirrter wollte Trump in Davos angreifen

von Marco Lüssi - Ein psychisch kranker Mann hat in Davos von seinen Plänen erzählt, US-Präsident Donald Trump zu töten. Die Polizei zog ihn aus dem Verkehr.

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Schlangestehen um Donald Trump zu sehen und zu hören. Nicht allen geht es um den grössten Deal. Greenpeace projiziert «Justice for People and Planet» (Gerechtigkeit für die Menschen und den Planeten) auf den Davoser Wald. Nachts bemerkt man vom Rummel dieser Tage in Davos nichts mehr. Irgendwie sieht Donald Trump sehr müde aus. James Quincey (l.), CEO von Coca-Cola, schenkt dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau Eisbären-Socken. Mal sehen, ob er sie am Freitag trägt. Am Donnerstag trägt Justin Trudeau Quietschenten-Socken. Journalisten aus Zimbabwe warten noch gelangweilt in der Garderobe. Am WEF können sich der spanische König Felipe VI (r.) und der französische Präsident Emmanuel Macron mal zwanglos austauschen. Im Bündnerland wurde eine kuriose neue Tierart entdeckt: das Trumpeltier. Bundesrätin Doris Leuthard diskutiert mit Botschafter Jorge Marcelo Faurie aus Argentinien. Der Planespotter-Tross setzt sich bei Rümlang in Bewegung. Eine gut gelaunte Angela Merkel mit dem Gründer des World Economic Forum, Klaus Schwab. Bundespräsident Alain Berset schüttelt fleissig Hände. Hier mit dem spanischen König Felipe ... .. hier mit Klaus Schwab, dem WEF-Gründer ... ... hier mit Jitendra Singh, dem indischen Staatsminister ... ... mit dem libanesischen Premierminister Saad Hariri ... ... und dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu. Bestens vorbereitet: Jimmy Wales, Gründer von Wikipedia, trägt in Davos wintertaugliches Schuhwerk zur Schau. Hat den Überblick: Brasiliens Präsident Michel Temer in Davos Dem ganzen Rummel für kurze Zeit entfliehen: Meditationsrunde am WEF. Was es da wohl zu sehen gibt? Ein WEF-Besucher testet eine Virtual-Reality-Brille. Das bunte Begrüssungskomitee am Flughafen Kloten steht für den US-Präsidenten Donald Trump schon mal bereit – zumindest in Playmobil-Format. Der spanische König Felipe bei seiner Ankunft in Davos. Auf den Punkt gebracht: Die Socken von Justin Trudeau, dem Premierminister von Kanada. Stau am WEF. Auch die Limousinen kommen nur im Schritttempo voran. Die Parkplatzsituation in Davos ist ziemlich angespannt. Kleine Showeinlage vom Bollywood-Schauspieler Shah Rukh Khan. Tania Bryer vom Sender CNBC ist begeistert Heute scheint die Sonne, die Sicht ist perfekt. Die Schweizer Polizei fotografiert das Kongresszentrum aus der Vogelperspektive. Narendra Modi, indischer Premierminister, am Eröffnungstag des WEF. Der indische Premierminister Narendra Modi geniesst mit Bundespräsident Alain Berset den winterlichen Ausblick. Ein Beweisfoto zum Posten. Ja, wir sind am WEF! Alain Berset lächelt für die Kameras. Ein Leser-Reporter sichtet einen Erlkönig von Jaguar in Davos. Offensichtlich handelt es sich dabei um den neuen Jaguar iPace mit Elektroantrieb, der ab Ende 2018 auf den Markt kommt. Die passenden Schuhe zur Uhr: modisch gekleidet am WEF. So viel Schnee gibt es in Südafrika nie zu sehen. Südafrikas Vizepräsident Cyril Ramaphosa freut sich über die weisse Pracht vor seinem Hotel. Ob sich die Davoser Tierwelt auch für das WEF interessiert? Der britische Musiker und Komponist Elton John zeigt seine Brille der deutschen Hilde Schwab, Vorsitzende und Mitbegründerin der Schwab Foundation. Die australische Schauspielerin und UNHCR-Botschafterin Cate Blanchett (rechts) erhält den Crystal Award von Hilde Schwab, der Vorsitzenden und Mitbegründerin der Schwab-Stiftung für soziales Unternehmertum. Den Rahmen dazu bildete die Crystal Award Ceremony am Vorabend der 48. Jahrestagung der WEF in Davos. Schwer bewaffnet und gut getarnt: Dieser Polizist behält Davos im Überblick. Bühne frei für Bundespräsident Alain Berset und Isabelle Chassot, Direktorin des Bundesamtes für Kultur, vor der Kulturministerkonferenz. Den mazedonischen Kulturminister Robert Alagjozovski hätten sich viele wohl anders vorgestellt. Aber eindrücklich ist sein Zopf auf jeden Fall. Handwerker geben den Räumlichkeiten den letzten Schliff, damit am 23. Januar das 48. Weltwirtschaftsforum beginnen kann. Dieses Jahr lautet das Motto Creating a Shared Future in a Fractured World («Gemeinsame Zukunft in einer zersplitterten Welt»). Die Polizei ist nicht nur für die Sicherheit der VIPs zuständig. Wie das Bild hier zeigt, werden die Beamten auch zur Schneeräumung eingesetzt und tauschen aus diesem Grund Maschinenpistolen gegen Schneeschaufeln ein.

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Ein Schweizer (32) aus dem Kanton St. Gallen hat während des WEF in Davos die Polizei auf Trab gehalten. Gemäss Informationen von 20 Minuten fiel der Mann auf, als er in der Nacht auf Donnerstag in der Davoser Pianobar davon erzählte, US-Präsident Donald Trump töten zu wollen. Ein anderer Gast der Bar, der dies hörte, alarmierte die Polizei. Diese überprüfte den Mann– und liess ihn wieder gehen.

Am Freitag landete der 32-Jährige dann aufgrund seines Vollrausches in der Notaufnahme des Davoser Spitals. Dem Spitalpersonal berichtete er dort er erneut von seinen Plänen, Trump anzugreifen. Wieder wurde die Polizei eingeschaltet. Die Konsequenz: Der Mann wurde in eine psychiatrische Klinik gebracht.

«Keine Gefahr für Drittpersonen»

Roman Rüegg, Sprecher der Kantonspolizei Graubünden, sagt zu 20 Minuten, man sei am frühen Donnerstagmorgen informiert worden, dass eine Person Drohungen gegenüber dem in Davos anwesenden US-Präsidenten äussere.

«Es handelte sich um einen geistig verwirrten Mann, von dem zu keine Zeitpunkt eine Gefahr für Drittpersonen ausging.» Nach der polizeilichen Überprüfung habe er wieder seines Weges gehen können. Der Polizei gegenüber habe der Mann keine Anschlagsabsichten geäussert.

Er trug einen gestohlenen WEF-Ausweis auf sich

Am Freitag habe man dann erfahren, dass der Mann sich im Spital Davos aufhalte und über einen gestohlenen WEF-Ausweis verfüge. Es könne aber ausgeschlossen werden, dass er damit Zutritt in die Räumlichkeiten des WEF gehabt hätte. Der Mann sei von einem Arzt in eine psychiatrische Heilstätte eingewiesen worden.Von ihm sei zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für den US-Präsidenten ausgegangen.