Wien

18. Juli 2014 15:15; Akt: 18.07.2014 15:15 Print

Puber wird nächste Woche der Prozess gemacht

Der in Wien verhaftete Schweizer Sprayer Puber kommt nächsten Mittwoch vor Gericht. Dem in Wien verhafteten 29-Jährigen drohen bis zu fünf Jahre Haft.

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Am 23. und 24. Juli kommt Renato S. in Wien vor Gericht, wie ein Sprecher des Wiener Landesgerichtes für Strafsachen auf Anfrage des «Tages-Anzeiger» sagte. Bereits am 24. Juli soll das Urteil eröffnet werden. Nach österreichischem Recht drohen ihm bis zu fünf Jahre unbedingte Haft.

Der 29-Jährige, der unter dem Pseudonym Puber Wände besprayt, wurde am 6. März in der österreichischen Hauptstadt verhaftet. Puber war bei einer Sprüh-Aktion von einem Security-Angestellten überrascht und angehalten worden. Der Zürcher soll dort mit seinem Schriftzug Dutzende Hauswände besprüht haben. Seit dem 9. März sitzt er wegen schwerer Sachbeschädigung in U-Haft. Die Justiz geht von einem Schaden von über 50'000 Euro aus.

Handelt es sich wirklich um Puber?

«Mein Mandat sagt, er habe die Graffiti nicht an die Wände gesprayt», sagte Pubers Verteidiger Roland Friis im März gegenüber 20 Minuten. Sollte Puber bei dieser Verteidigungsstrategie bleiben, müsste die Wiener Staatsanwaltschaft erst nachweisen können, dass er der Mann mit dem Pseudonym Puber ist.

Die Staatsanwaltschaft konnte inzwischen aber einige Beweise gegen den Sprayer Sammeln. So belastet ein grafologisches Gutachten Puber stark. Rund 100 Fakten können ihm zugerechnet werden. Weiter existiert die Aufnahme einer Überwachungskamera des 29-Jährigen, welche ihn bei einer seiner Aktionen gefilmt hat. Auf der Video-Aufnahme soll der Schweizer deutlich erkennbar beim Sprayen zu sehen sein.


(ale)