Diesen Beitrag melden
Naiv sowas
Dass es auch heute immer noch Leute gibt, die auf solche Sachen reinfallen, erstaunt mich immer wieder.
Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
26. Juni 2018 11:04; Akt: 26.06.2018 16:38 Print
Für Fussballfans klingt es schlichtweg nach einem Traumangebot: 10-mal zwei Karten für das WM-Finale, 5000 Trikots und 5000 Paar Puma-Schuhe verspricht Puma auf einer Website zu verschenken. Jonas Busch schwärmt: «Habe ein Trikot gewonnen und es ist schon 3 Tage später mit der Post gekommen!! Thank you Puma hugs n kisses4u.» Vanessa Krueger jubelt auf der Website mit einem Foto ihrer nigelnagelneuen Puma-Schuhe: «Gewonnen!! Geil!!! Hab schon 1000 Millionen Mal bei sowas mitgemacht, aber jetzt das 1. Mal wirklich gewonnen!! Hier der Beweis, kam gerade mit der Post.»

Bereits dreimal hat Leser-Reporter Patrick Fässler am Dienstagmorgen von Freunden über Whatsapp den Link zum verlockenden Gewinnspiel erhalten. «Nach dem Quiz wurden mir gratis ein Paar Schuhe versprochen», sagt Fässler. Doch die Aufforderung, zuerst zehn WhatsApp-Freunde zum Quiz einzuladen, habe ihn misstrauisch gestimmt. «Ich bin mir sicher, dass das eine Fake-Verlosung ist.»
Zu viel Glück, um wahr zu sein
Ein Selbstversuch von 20 Minuten bestätigt seine Erfahrungen. Am Ende des Quiz gratuliert die Website: «Herzlichen Glückwunsch, du hast 1 Paar Puma-Schuhe im Wert von 199,95 Euro gewonnen.» Zuvor werden den Teilnehmern kinderleichte Fragen zur WM gestellt wie «Wo findet die WM 2018 statt?».
Auch sollen die Teilnehmer beantworten, welche Puma-Produkte sie interessieren. Zudem zeigt sich: Selbst wenn man sämtliche Fragen kreuzfalsch beantwortet, winken die Schuhe als Gewinn. Und die vermeintliche «Glückssträhne» reisst nicht ab: Auch wer das Adressformular, es pocht vor allem auf die Angabe des korrekten Geburtsdatums, leer versendet, wird «für einen Mega-Zusatzpreis ausgelost».
Der Sportartikelanbieter Puma distanziert sich vom Gewinnspiel. «Bei besagtem Gewinnspiel handelt es sich um keines, welches von der Puma SE geschalten wurde», schreibt Ulla Sieber, Manager Brand Protection bei Puma. Sie würden nun alle Schritte in die Wege leiten, um dieses schnellstmöglich zu unterbinden. Gegebenenfalls würden sie auch rechtliche Schritte gegen den Betroffenen einleiten.
Nutzerdaten statt Preise
Stefan Thöni, IT-Experte und Präsident der Piratenpartei Zentralschweiz, warnt vor solchen Gewinnspielen. «Das ist ein Fake-Gewinnspiel.» Hinter der Seite steckten Cyberkriminelle, die möglichst viele Nutzerdaten sammeln und eventuell auch Viren verbreiten wollten. Die Aufforderung, die Website auf Whatsapp mit anderen Nutzern zu teilen, sei ein deutliches Zeichen dafür. «Eine legitime und vor allem so grosse Firma wie Puma würde solche Verbreitungsaktionen im Gegenzug zu einem Preis nicht voraussetzen.»
Auffällig sei zudem die Domain «puma.de-gratis-gutschein.com» statt einer klar legitimen Domain wie «gratis-gutschein.puma.de». Dass dieses Gewinnspiel kursiere, ist laut Thöni nicht überraschend. «Bei Grossereignissen sind im Internet immer Trittbrettfahrer aktiv.» Wer lediglich das Quiz ausgefüllt hat, braucht nicht in Panik zu geraten. «In dem Fall hat man nur die IP-Adresse weitergegeben, die für die Betrüger vermutlich nicht von Nutzen ist.»
Diesen Beitrag melden
Dass es auch heute immer noch Leute gibt, die auf solche Sachen reinfallen, erstaunt mich immer wieder.
einklappen
Diesen Beitrag melden
Schaut doch einfach mal den Link genau an.
Diesen Beitrag melden
Ach echt? Wer auf so Etwas reinfällt ist aber wirklich selbst schuld...
einklappen
Alle 75 Kommentare
Ich sag es gerne mit Albert Einstein
Und mit der selben Masche verschenkt ja angeblich Apple die neuesten IPhones, Microsoft verschenkt ganze Laptops, Samsung ebenfalls neuestes Galaxy und so weiter. Wie konsumgeil muss man sein, an diese Versprechen zu glauben? Vermute das sind die selben Leute, die auf eine Email, in der ein Millionengewinn einer spanischen Lotterie, bei der man nie mitmachte winkt, hereinfallen! Wie sagte Einstein so treffend: Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher...
Selber Schuld
Selber Schuld. Warum muss man auch spielen und tippen. Ich tue solche Sachen nicht
Lösch Whatsapp. Isch verbi
Ich bin bei Telegram. Bis jetzt keine derartigen Vorfälle seit ich es vor 4 Jahren runtergeladen habe. Keine Datenbegrenzung beim Versenden von Videos etc. Und es kann jede Art von Datei versendet werden. Egal ob es ein ganzer Film ist, oder nur ein Song als MP3. Auch PDF etc geht natürlich. Mehrere Accounts möglich und auch IP-Telefonie klappt gut. Man kann mit den richtigen Bots sogar Musik und anderes direkt über die App runterladen. Ein eigener Player ist ebenso integriert. Über 100Mio Downloads im Playstore. Aber überzeugt euch doch am besten selbst.
@Gramo
Genau, die Firma hinter Telegram lebt von Luft.
@Gramo
Wenn man seine Daten lieber den Russen schenkt als den Amerikanern, ist man mit Telegram gut bedient! Nichts ist gratis, du bezahlst es genauso mit deinen Daten, wie bei jeder anderen App, deren Nutzung "kostenlos" ist. Vermute, du hast nichts derartiges erhalten, da sich die Menge an erreichbaren Nutzern in Grenzen hält, derweil WA Aber-Millionen von Usern hat.
Kein WhatsApp mehr.
Da es immer extremer wird mit WhatsApp und den Skandalen damit, habe ich es deinstalliert. So habe ich meine Ruhe davon. Gibt besseres und sicheres als WhatsApp.
Was hats mit WA zu tun?
Weil Whatsapp ja die Schuld trifft, was damit versendet wird. Es ist ein Link auf eine Website, ich könnte dir genauso ein SMS damit machen, wäre dann die Swisscom schuld?
selber Schuld
Da offenbar keiner mitmacht gewinne ich wohl alle Tickets, Shirts und Schuhe. Selber schuld