Spiel aus Hogwarts

18. Mai 2017 14:30; Akt: 18.05.2017 15:26 Print

Quidditch spielen sie nun auch in der Schweiz

von N. Knüsel/J. Furer - Das Zauberspiel Quidditch aus der «Harry Potter»-Saga ist in der Schweiz angekommen: In Zürich, Luzern und Hägendorf SO können nun auch Muggels diese Sportart spielen.

Im Video erzählt der Luzerner Michael Puntschuh, was ihn an Quidditch fasziniert. (Video: 20Min)
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Sprechende Hüte, fliegende Autos und lebendige Bücher – die Welt von Harry Potter ist voller Magie und verzaubert seit dem Erscheinen des ersten Buches, «Harry Potter und der Stein der Weisen», Jung und Alt. Fast jeder kennt die Geschichte des Zauberlehrlings, der die Welt vor dem bösen Lord Voldemort rettet. Erschaffen wurde sie in den 90er-Jahren von J.K. Rowling.

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Penibel hat sie ein Universum kreiert, das fernab der nicht magischen Welt rund um Hogwarts spielt. Dazu gehört auch der Lieblingssport von Harry Potter: Das Quidditch, ein Ballspiel der magischen Welt.

«Ich bin ein grosser Harry-Potter-Fan»

Aber nicht nur dort ist der Zaubersport populär. Auch bei den nicht magischen Wesen – also uns, den Muggels – hat Quidditch Einzug gefunden. Angefangen hat es 2005 in Vermont, als zwei Studenten die Regeln für die Realität adaptiert haben. Erst vor kurzem sind nun auch in der Schweiz drei Vereine in Zürich, Luzern und Hägendorf, einer Gemeinde im Bezirk Olten, gegründet worden.

«Ich bin ein grosser Hary-Potter-Fan. Auf Youtube habe ich dann das Muggel-Quidditch entdeckt und wollte es unbedingt in die Schweiz bringen», sagt Patrick Bütikofer, Vereinspräsident des Hippogreife-Hägendorf-Quidditch-Clubs. Deshalb habe er Leute gesucht, um eine Mannschaft zu gründen. Mittlerweile hat der Hägendörfer Quidditch-Club 15 Spieler, die zwischen 18 und 25 Jahre alt sind. Jeweils einmal in der Woche spielen sie zusammen Muggel-Quidditch auf einem Rasenplatz.

Quidditch wird nun auch in der Schweiz gespielt

«Der Sport ist athletisch und spannend»

Auch in der Zentralschweiz wird gespielt: Der 25-jährige Student Michael Puntschuh hat den Sport im Austauschsemester in Norwegen entdeckt und nach Luzern gebracht. Mehrere Dinge faszinieren ihn daran: «Einerseits ist er athletisch und spannend. Durch die unterschiedlichen Rollen ist man immer ins Spiel eingebunden.» Andererseits spreche der Sport – da er aus der Nerd-Kultur komme – auch Leute an, die vielleicht noch nie einen Mannschaftssport gespielt haben. «Dadurch treffen die verschiedensten Menschen aufeinander. Und jeder kann mitspielen, es gibt keine Geschlechtertrennung.»

Obwohl es Pilatus Patronus Lucerne Quidditch erst seit April gibt, kommen bereits rund 20 Leute regelmässig an die wöchentlichen Trainings. Liegt Quidditch im Trend? «Wir hoffen es», sagt Puntschuh lachend. «Ich denke, es trifft insofern einen Nerv, als dass es keine klassische Sportart ist. Das macht neugierig.» Weil es aber bekannte sportliche Elemente neu kombiniere, finde man schnell hinein.


So wird in Amerika Muggel-Quidditch gespielt.

Blick auf die Weltmeisterschaft

«Unser Ziel ist es, irgendwann eine Meisterschaft in der Schweiz zu organisieren», sagt Bütikofer. Dafür arbeiten die drei Vereine aus Zürich, Luzern und Hägendorf eng zusammen.

In der Schweiz liebäugelt man aber auch mit einer Teilnahme an der Weltmeisterschaft, die alle vier Jahre stattfindet. Dafür müsste aber ein Verband gegründet werden. Bütikofer: «Das wäre schon ein Traum, wenn wir als Schweizer gegen Amerikaner, Australier, Engländer und auch Deutsche spielen könnten.»


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M. B. am 18.05.2017 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    Reiz?!

    Irgendwie fehlt hier der Reiz finde ich... ohne fliegen macht doch das ganze Spiel keinen Sinn?! Das ist wie mit Steckenpferden springreiten zu veranstalten. Naja, jedem das seine und viel Erfolg an den internationalen Turnieren ;-)

  • Parry Hotter am 18.05.2017 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    Schnatz?

    Finde es wahnsinnig cool, dass Quidditch nicht mehr nur in den Büchern existiert sondern auch in der realen Welt. Aber meine Frage ist nun, wie funktioniert das mit dem Schnatz?

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  • Mary J, am 18.05.2017 15:06 Report Diesen Beitrag melden

    Nimbus 2000

    Naja, ohne fliegende Besen macht es nicht soviel Spass :-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Arthur Anwalt am 19.05.2017 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    Copyright Probleme?

    In lndien wurde mal ein Hogwarts Schloss nachgebaut und das gab riesige Probleme mit Copyright, ist das hier geklärt?

  • Didi am 19.05.2017 12:56 Report Diesen Beitrag melden

    Wann kommt das Verbot?

    Spätestens nach den ersten Stürzen vom fliegenden Besen wird in der Schweiz dann ein Verbot diskutiert...

  • jane77 am 19.05.2017 07:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sorry

    es gibt dinge welche physikalisch nicht möglich sind....zb quidditch

  • G.Gekko am 19.05.2017 05:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt ?

    Lach !! So was peinliches ;)) jeder der älter als 10 ist und das durchzieht hat meinen Respekt verdient.

  • marko 32 am 18.05.2017 21:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super