Abwanderung nach Zürich

27. Juni 2019 14:29; Akt: 27.06.2019 15:02 Print

SRF-Chefin stoppt Radio-Umzug von Bern teilweise

Aus einer Mitteilung, die die SRG am Donnerstag verschickt hat, geht hervor, dass das Radiostudio nur teilweise von Bern nach Zürich umziehen wird.

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Die Inland- und Ausland-Redaktionen von Schweizer Radio SRF bleiben möglicherweise nun doch in Bern und werden nicht nach Zürich verlegt. SRF ersetzt die Umzugspläne durch eine Audiostrategie, die aber unabhängig von der Standortfrage gestartet worden ist.

Die SRF-Radiosendungen «Echo der Zeit», «Tagesgespräch» und auch «Rendez-vous» könnten weiterhin in Bern produziert werden, wie SRF am Donnerstag mitteilte. Die Chefredaktion Radio hingegen würde teils in Zürich und teils in Bern arbeiten.

Ein Eckstein für die Entwicklung der Audiostrategie sei, «dass Radio SRF 4 News nach Zürich gehen sollte», wie es in der Mitteilung heisst. Als eigentliches Newsroom-Radio könne sich SRF 4 News zu einem Nachrichtenradio «an der Grenze zwischen Live-Radio und digitalen On-demand-Angeboten» weiterentwickeln.

100-Tage-Bilanz

Angedacht ist zudem, dass Newsinhalte für die Morgensendung von Radio SRF1 in Zürich produziert werden. Geprüft wird schliesslich auch, welche Aufgaben der Redaktion Nachrichten/Teletext in Bern und welche in Zürich sinnvoll sind, wie SRF weiter schreibt.

SRF-Direktorin Nathalie Wappler kündigte die Audiostrategie am Donnerstag in ihrer 100-Tage-Bilanz an. Die Audiostrategie ersetzt - in Absprache mit dem SRG-Verwaltungsrat und dem SRG-Generaldirektor - das Projekt «Info 21» für einen Teilumzug der Radiostudios von Bern nach Zürich. Vorliegen soll sie bis Ende September 2019.

An der Vorgabe, am Standort Bern 3 Millionen Franken einzusparen, wird aber nicht gerüttelt. Die Chefredaktion Radio habe den Auftrag erhalten, für den Fehlbetrag, der durch die angepassten Pläne am Standort Bern entsteht, alternative Sparmassnahmen aufzuzeigen, heisst es in der Mitteilung von SRF.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roger S. am 27.06.2019 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Typische Wischiwaschi-Politik von SRG

    Jährliche Einnahmen von über 1,5 Milliarden ohne den kleinen Finger dafür zu krümmen führen wozu? Zu solchen Wischiwaschi-Nicht-Entscheiden. Kurz hatte ich die Hoffnung die neue Direktorin würde am Leutschenbach aufräumen. Tja, ich wurde einmal mehr eines besseren belehrt. Kann ich mich dagegen wehren. Leider nicht mehr. Dankeschön 71,6%

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  • James am 27.06.2019 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Logisch

    Was Geld einsparen würde, wird nicht umgesetzt.

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  • Typhoeus am 27.06.2019 15:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Salami-Taktik nennt

    mann diese Entscheide, egal was das Volk meint.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sina am 29.06.2019 07:49 Report Diesen Beitrag melden

    Die neue Chefin auf altem Kurs

    die wird unsere 500 Stei Zwangsgebühren genau so verschleudern wie alle ihre Vorgänger. Alles wie gehabt: mieses Program, linkes Meinungsdiktat, überbezahlte Mitarbeiter und einseitige Berichterstattung...

  • Gruss aus Bern am 28.06.2019 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wer's glaubt, wird selig,

    der Druck der Politik wurde zu gross, also knickt man publikumswirksam ein Stück ein, um nach den Wahlen genau da weiterzumachen, wo man vor dem "Aufstand" der Mehrheit des Nationalrates stand. Seid doch nicht so naiv, der Kampf ums Radio-Studio Bern, ist noch löngst nicht gewonnen, da braucht es ab dem Herbst noch einen langen Schnauf.

  • Zürcher am 28.06.2019 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Auch Bundesverwaltung nach Zürich

    Bern wird bereits genug subventioniert durch den Finanzausgleich und die ansässigen Bundesbehörden, die Stellen gewährleisten. Deshalb ist die Wirtschaft auch so schwach und der Kanton Bern auf Finanzhilfen angewiesen. Gut wäre, nicht nur das Radio nach Zürich zu verlagern, sondern auch grosse Teile der Bundesverwaltung. Dann müssten die Berner den Finger aus dem Füdli nehmen und würden endlich zu Leistung und Tüchtigkeit angespornt.

  • John Free am 28.06.2019 09:15 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Also meinem Eindruck der letzten Wochen nach gibt es wirklich sehr viele Frauen in Führungspositionen bei diversen Firmen, wenn es Frau Wappler ohne Quoten geschafft hat, warum brauchen andere Frauen Quoten?

  • Gutemorge am 28.06.2019 06:55 Report Diesen Beitrag melden

    Die Politik hat gesagt ...

    Die Damen und Herren NR wie SR verhelfen dem TV Radio zu unsäglich hohen Zwangsgebühren. Also wer Zahlung organisiert redet eben mit. Radiomusik die Ecke ist für Mikrofon-Politiker eben etwas wert. Sieht die NZZ übrigens mit einem Extra-Artikel auch so.