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29. Juli 2018 14:39; Akt: 29.07.2018 22:59 Print

Rätsel um den Toten vom Matterhorn gelöst

Jahrelang suchte die Polizei vergeblich nach Hinweisen zu einem mysteriösen Toten. Nun meldeten sich Angehörige – 64 Jahre nach dem Verschwinden des Mannes.

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Vor 13 Jahren war eine Leiche aus dem Gletschereis auf der italienischen Seite des Matterhorns geborgen worden. Erst kürzlich hat die Polizei mittels Facebook zur Mithilfe bei der Identifizierung des nach wie vor unbekannten Toten aufgerufen. Mit Erfolg.

Bei dem toten Tourengeher handelt sich um den 1919 in Alencon geborenen Franzosen Henri Joseph Leonce le Masne. Der Beamte im französischen Finanzministerium war an seinem 35. Geburtstag am 26. März 1954 zu einer Wanderung aufgebrochen, deren Ziel eine Berghütte in Cervinia war. Danach verlor sich seine Spur. Sein um vier Jahre jüngerer Bruder suchte ihn einen Monat lang vergebens zwischen Turin und Cervinia.

Kürzlich hörte dessen Tochter einen Appell der italienischen Polizei im Radio, Informationen über den Toten zu liefern, berichtete die italienische Tageszeitung «Corriere della Sera».

Der Tote, der 1,65 Meter gross war, trug einen grünen Pullover. Bei ihm wurden Skier der Marke Rossignol und Stöcke aus Metall gefunden, die sich damals nur wenige leisten konnten. Seine Uhr liess die Vermutung zu, dass es sich bei dem Mann um einen Franzosen handelte.

Die Frau stellte der Polizei ein Bild ihres Onkels zur Verfügung. Identifiziert wurde er zunächst anhand seiner Brille und schliesslich durch einen DNA-Vergleich. Die Leiche soll jetzt nach Paris überführt werden, wo eine Beerdigung stattfindet.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lisa am 29.07.2018 14:46 Report Diesen Beitrag melden

    die Zeit heilt

    Schöne und gleichzeitig traurige Geschichte.

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  • Müller,29,07,18 am 29.07.2018 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    Ruhe in Frieden

    ja und lebt der Bruder noch, ein Kollege Erzählte das sein Onkel im Wallis verschwunden war, nach 7 Jahren er rief mich an und Sagte stell dir vor mein Onkel kam aus dem Eis Wanderer hätten ihn Gefunden, nur Dank Handy und Adresse an seinem Rucksack wusste man wer er war ,er war Früh morgens um 4 Uhr alleine los ,Leichtsinnig über den Aletsch Hoch unterwegs und fiel in eine Spalte,

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  • Rene am 29.07.2018 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wie weit weg?

    Wie weit war das Suchgebiet vom Fundort entfernt?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Cara am 30.07.2018 15:29 Report Diesen Beitrag melden

    Facebook

    Viele Menschen zerreissen sich den Mund wegen Facebook, doch wie man gerade entnehmen kann, so schlecht ist es ja doch nicht . ;-) Wünsche allen einen entspannten Nachmittag bei dieser Hitze :-)

  • ray stanz am 30.07.2018 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    ich erkenne ihn!

    es ist egon spengler!

    • Clay Tanz am 30.07.2018 15:34 Report Diesen Beitrag melden

      @Ray Stanz

      Alter Angeber, das ist nicht Egon Spengler, das ist Carl Doser!!

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  • David Kamber am 30.07.2018 05:21 Report Diesen Beitrag melden

    Facebook?

    Und was hat es sich nun mit Facebook?

  • Hubert am 29.07.2018 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Happy End

    Gut das diese Tochter von diesem Bruder, zur rechten Zeit das Radio an hatte.

  • Pete G. am 29.07.2018 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    Überführung nach Frankreich

    Und wo lag die Leiche während der letzten 13 Jahre? Bei der Polizei im Keller? Oder auf einem Friedhof? Falls letzteres: Warum exhumieren und nach Frankreich bringen? Wenn es mein Verwandter wäre, würde ich ihn einfach in Ruhe & Frieden dort belassen...

    • Cihocast am 29.07.2018 18:27 Report Diesen Beitrag melden

      Wo?

      Wo lassen? Bei der Polizei im Keller?

    • Streckenkontrolle am 30.07.2018 06:53 Report Diesen Beitrag melden

      Daumen

      Ich verstehe hier die Daumen runter nicht.

    • Pia am 30.07.2018 12:24 Report Diesen Beitrag melden

      Würdige Beisetzung

      Nicht alle denken so wie du. Vielen hilft ein richtiger Abschied und eine würdige Beisetzung. Wir vermissen seit Jahren einen Freund welcher auf See verschollen ist. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass mit einer entsprechenden Feier endlich ein Abschluss gefunden werden kann.

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