Unwetter in der Schweiz

04. Juni 2016 22:01; Akt: 05.06.2016 11:49 Print

Rebberg gerät ins Rutschen – Strasse zu

Das Wetter kommt nicht zur Ruhe: In einzelnen Regionen der Schweiz stehen Keller und Strassen unter Wasser. Im St. Galler Rheintal kam es zu Erdrutschen.

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Der Regen hält auch am Samstag die Feuerwehren in der Schweiz auf Trab: In Altstätten im Kanton St. Gallen ist ein Hang ins Rutschen geraten und hat eine Zufahrtsstrasse verschüttet. «Es liegt mindestens ein Meter Erde auf der Strasse», erzählt ein Leser-Reporter.

Der Hang sei am Samstagnachmittag gegen 16 Uhr ins Rutschen geraten, Feuerwehren aus verschiedenen Gemeinden seien im Einsatz.

Die Strassen in Lüchingen und Altstätten in der Ostschweiz werden zu reissenden Flüssen, wie Videos zeigen:

In St. Gallen regnete es ebenfalls in Strömen:

Auch der Kanton Freiburg hat mit dem schlechten Wetter zu kämpfen: Dort sind zahlreiche Strassen überschwemmt, wie Leser-Bilder zeigen.

Auch die Natur kam mit dem ganzen Wasser nicht klar:

Das Wasser drang aber auch in die Häuser ein, wie beispielsweise in Pont-la-Ville:

Und so sah es in Pont-la-Ville draussen aus:

Unwetter in Luzern

Bereits gestern ist es im Kanton Luzern nach starkem Regen in der Nacht auf Samstag zu zahlreichen Überschwemmungen, kleineren Hangrutschen und Strassensperren gekommen. In Malters wurden gegen 20 Häuser und Tiefgaragen überflutet. Bei einem Bach war ein Damm gebrochen.

Insgesamt standen in mehreren Gemeinden über 200 Feuerwehrleute wegen überschwemmten Gebäuden, Strassen und kleineren Hangrutschen im Einsatz. Dies sagte Vinzenz Graf, Feuerwehrinspektor des Kantons Luzern, am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Niemand verletzt

Zu grösseren Einsätzen, die teils die ganze Nacht dauerten, kam es etwa in Malters, Grosswangen, Schwarzenberg, Nottwil und Buttisholz. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Vom Regen besonders betroffen war die Gemeinde Malters. In den Quartieren Neumatt und Widacher sei als Folge des Dammbruchs Wasser in Keller, Garagen, Einstellhallen und Häuser eingedrungen, sagte Martin Limacher, Kommandant der Feuerwehr Malters-Schachen, auf Anfrage. Betroffen seien rund 20 Häuser.

Bahnlinien unterbrochen

Es standen rund 60 Feuerwehrleute in der Nacht auf Samstag im Einsatz. Die Feuerwehr hatte die Lage unter Kontrolle gebracht, war gegen Mitternacht aber noch mit dem Abpumpen von Wasser beschäftigt - unter anderem aus einer Bahnunterführung bei Schachen.


Auf der Strecke Luzern-Wolhusen kam es zu einem Gleisschaden. Mehrere Züge zwischen Luzern und Langnau BE sowie Langenthal fielen aus. Zwischen Schachen und Wolhusen verkehrten Bahnersatzbusse. Zeitweise war auch die Kantonsstrasse zwischen Malters und Schwarzenberg gesperrt.

Festivals betroffen

In der Stadt Luzern wurde auch das Rockfestival «Allmend rockt presents: Sonisphere» am Freitag mit Iron Maiden und gegen 20'000 Fans nicht vom Regen verschont. Der Regen zähmte die hartgesottenen Hardrocker im Publikum. Zu Zwischenfällen kam es laut Angaben der Polizei nicht. Nach Konzertende rückte allerdings die Feuerwehr an und pumpte Wasser vom Festivalgelände.

Der Regen hat auch die offiziellen Parkplätze für das 50. Kantonale-Bernische Jodlerfest in Steffisburg aufgeweicht. Die Veranstalter baten die Besucherinnen und Besucher heute Morgen möglichst mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen.

(pat/chi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chiara am 04.06.2016 12:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liebe Feuerwehrmänner...

    wo immer Ihr seid; herzlichen Dank für Euren unermüdlichen Einsatz.

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  • Jane38 am 04.06.2016 06:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    glück

    ich denke im gegensatz zu deutschland/paries kam die schweiz mit einem blauen auge davon

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  • Ürse am 04.06.2016 04:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wasser ist alles

    Wasser kann alles. Ohne Wasser ist alles nichts.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sarawak am 05.06.2016 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wetterereignisse

    Heftigere Wetterereignisse gab es schon immer. Deshalb gibt es immer noch Wetterrekorde die viele Jahre zurück liegen. Doch beeinflussen heute die Ereignisse die Menschen mehr als früher, einerseits weil die Schweiz sehr dicht bebaut ist, anderseits weil immer näher an Gefahrengebiete gebaut wird. Teils gibt es Tiefgaragen die sind so gebaut das sie zwangsläufig voll laufen müssen bei Starkregen.

  • rudi am 05.06.2016 07:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    natur

    die natur sagt..woran es geht....nicht der mensch...

  • Mayari am 05.06.2016 05:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel Kraft,an die Betroffenen

    Lieben Gruss aus Deutschland (BDW)-von einer Schweizerin. Wünsche allen Betroffenen viel Kraft! Hoffe sehr das es bei euch keine Toten oder Verletzte gegeben hat!! Das Wetter wird von Jahr zu Jahr katastrophaler :(

  • Igel am 05.06.2016 04:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich nehme was kommt

    Jetzt kann Niemand mehr Sprüche klopfen wie :"Es hat zu wenig Wasser/ es ist so Trocken/ wenn es doch endlich regnen würde." Dafür sagen die ewigen Nörgeler jetzt das Gegenteil.

  • Gerry41 am 05.06.2016 04:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naturkatastrophen

    Natürlich sind diese Kstastrophen schlimm, das Positive im Moment ist das bis jetzt noch niemand ernsthaft verletzt ist. Ich hoffe das es so bleibt.