Im Krieg verwundet

02. Mai 2012 18:31; Akt: 02.05.2012 19:01 Print

Rega fliegt US-Soldaten aus Krisengebiet

Brisanter Nebenerwerb: Die Rega transportiert für die US-Armee verwundete Soldaten aus Irak und Afghanistan auf eine Armee-Basis in Deutschland.

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Ambulanzjets der Rega haben in den letzten zwei Jahren mehrmals verletzte US-Soldaten nach Deutschland ausgeflogen. (Bild: Keystone)

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Rega-Flugzeuge im Spezial-Einsatz: Challenger-Jets der Schweizerischen Rettungsflugwacht landeten in den letzten zwei Jahren mindestens 17 Mal auf der grössten Basis der US-Army ausserhalb der USA - in Ramstein in Deutschland. An Bord: verletzte US-Soldaten aus dem Irak und Afghanistan, wie die «Handelszeitung» in einem Vorabbericht schreibt.

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Ob Kabul oder Bagdad: Von wo genau die Rega-Jets in den Krisenregionen abheben, will die Rega nicht sagen. Ganz ungefährlich sind die Einsätze nicht. Rega-Kommunikationschef Sascha Hardegger betont gegenüber 20 Minuten Online: «Wir klären die Sicherheitslage vor Ort immer genau ab. Es muss ein vertretbares Risiko sein, sonst fliegen wir nicht.» Er bekräftigt, dass es sich bei den Flügen um humanitäre Flüge zu Gunsten verletzter oder kranker Menschen und nicht um irgendwelche Kriegseinsätze handle.

Die Rega verdient an den verletzten US-Soldaten aber durchaus Geld: Durch solche Flüge - vor allem im Auftrag internationaler Versicherungen - erwirtschafte die Rega einen Deckungsbeitrag, so Hardegger weiter. «Andererseits erhöhen diese Einsätze auch das operationelle und medizinische Know-how.» Somit kämen diese Einsätze indirekt auch der Schweizer Bevölkerung zugute.

(am/feb)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Das rote Kreuz ist aus der Schweiz heraus entstanden im Zusammenhang mit Krieg im Ausland. Wenn nun also eine humanitäre Schweizer Organisation verletzte Soldaten in ein Spital fliegt, ist dies nichts anderes als ein "Rotkreuz-Einsatz" und aus Sicht der Neutralität absolut problemlos. Sonst dürfte es das Rote Kreuz auch nicht mehr geben! – Stefan

Ich komme nicht ganz klar, weshalb eine schweizerische, steuerbefreite Stiftung sich um die Heimschaffung von US-Soldaten kümmert. Haben die USA etwa zu wenig Ambulanzflugzeuge und entsprechend geschultes Personal? Die Rega wird von mir auf jeden Fall keinen weiteren Gönnerbeitrag erhalten, umsomehr als ich über Zusatzversicherungen für Rückschaffungen abgedeckt bin. – Caesar Monetas

Das ist voll in Ordnung. Da sieht man einmal mehr mit welcher Professionalität die REGA arbeitet. Es ist ja ein Kompliment, dass die amerikanischen Steitkräfte ihr Aufträge erteilen! Gute Arbeit REGA. Ein treuer Gönner und ex Patient. – miketofind

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • JNT205 am 02.05.2012 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache aufbauschen...

    Kann mir mal einer sagen weshalb das ganze hier als "Brisanter nebenerwerb" dargestellt werden muss? Finde dieses "Geschäft" das absolut legitim!

  • jsie am 02.05.2012 20:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weiter so :-)

    Ich freu mich schon auf die hater-kommentare :P Find ich toll, dass die REGA auch solche Einsätze fliegt. Nebst der Tatsache, dass hier Verletzten geholfen wird, leent die Besatzung viel, was sie sonst nirgends lernen kann - und verdient dabeiauch noch Geld .. !

  • Stefan am 02.05.2012 20:53 Report Diesen Beitrag melden

    Rot-Kreuz Einsatz

    Das rote Kreuz ist aus der Schweiz heraus entstanden im Zusammenhang mit Krieg im Ausland. Wenn nun also eine humanitäre Schweizer Organisation verletzte Soldaten in ein Spital fliegt, ist dies nichts anderes als ein "Rotkreuz-Einsatz" und aus Sicht der Neutralität absolut problemlos. Sonst dürfte es das Rote Kreuz auch nicht mehr geben!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sonja am 06.05.2012 12:56 Report Diesen Beitrag melden

    armer Reporter

    Der arme Reporter fand kein andere Möglichkeit negativ über die Rega zu schreiben.Wieso soll der Transport der Soltaten ein Problem sein? Wir haben die Genfer Konfention unterschrieben und Henry Dunant würde auch nicht anders handeln.

  • asgart1 am 06.05.2012 02:37 Report Diesen Beitrag melden

    spenden für kriegerlis?

    ab sofort gestrichen . Danke für den aufschlussreichen Bericht.

  • Stearman 1312 am 04.05.2012 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Sache für die Politik

    Da haben die linken und rechten Pole zusammen wieder ein "Problem" gefunden. "Was, fremde Soldaten?" tönt es bei Hans Fehr (SVP) und "Was, Amerikaner?" bei Geri Müller (GP). Was kümmert das die Nationalräte? Die Rega operiert ohne staatliche Unterstützung. Da hat keine parlamentarische Kommission irgend etwas dazu zu sagen. Zudem fragt das Rote Kreuz nicht nach der Nationalität der Patienten. Weiter so, Rega!

  • nurmalso am 04.05.2012 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Interessante Moral

    Bei einigen Kommentarschreibern scheint die Menschlichkeit aufzuhören sobald es sich um Amerikaner handelt. Dass das zum grösstenteil arme Kids sind, die sich damit ihr College finanzieren wollen scheint genau so unwichtig zu sein wie die Tatsache, dass die REGA dafür ganz regulär bezahlt wird. Würden sich die Aussagen auf Angehörige anderer Nationen beziehen würde man es wohl Rassismus nennen, aber bei den Amis darf man das ja...

  • Artus am 04.05.2012 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Wieviel Missgunst, Neid, Pharisäertum

    und schlicht nur Dummheit oder Unwissenheit spricht aus den meisten Kommentaren?! ! Ich werde in jedem Fall Gönner bleiben! Wir sind als Schweizer doch nicht besser oder zu bevorzugen, wenn es um einen Notfall geht!!! Was soll denn das? Und hört endlich mal auf, über die Finanzierung zu reden! Es geht um humanitäre Hilfe, d.h. Hilfe für jeden (!!!!!) in Not geratenen Menschen, egal welcher Nationalität er ist! BRAVO Rega, macht weiter so! Ichbin auch stolz auf Euch! Diese unsachlichen Kommentare kann man getrost vergessen, sie sind wirklich einfach nur zu dumm!!!