Jacqueline Fehr

05. November 2019 03:33; Akt: 05.11.2019 09:12 Print

Regierungsrätin fordert Abgang von SP-Chef

«Wir brauchen einen Wechsel an der Spitze», wird die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr zitiert. SP-Parteipräsident Levrat soll ihrer Meinung nach nicht nochmals gewählt werden.

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Das Gesicht der SP Schweiz müsse in den kommenden Jahren weiblich und jung sein: SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr. (Archivbild) (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

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Die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr hat in einem Zeitungsbeitrag offen den Abgang von SP-Chef Christian Levrat an der Spitze der Partei gefordert. «Wir brauchen einen Wechsel an der Spitze», schrieb Fehr in einem Gastbeitrag für die «Linke Zürcher Zeitung».

Das Gesicht der SP Schweiz müsse in den kommenden Jahren weiblich und jung sein, schrieb Fehr in der Wochenzeitung weiter. Gegenüber der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Dienstag präzisierte Fehr, Levrats Amtsdauer als Parteipräsident laufe im Frühling aus, womit sich die Frage stelle, ob der 49-Jährige nochmals gewählt werden solle. «Ich finde: nein», wird Fehr zitiert.

Fehrs Vorschläge für die Nachfolge

Als mögliche Kandidatinnen für Levrats Nachfolge nennt Fehr der Zeitung zufolge etwa die Nationalrätinnen Mattea Meyer (ZH), Nadine Masshardt (BE), Flavia Wasserfallen (BE), Samira Marti (BL) und Barbara Gysi (SG).

Der Freiburger Ständerat Christian Levrat steht seit über elf Jahren an der Spitze der SP. Nach den eidgenössischen Wahlen vom Oktober und den Sitzverlusten der SP waren Stimmen zu einer Erneuerung der Parteispitze laut geworden.

Gemäss Medienberichten soll Levrat intern seinen Rückzug bereits angekündigt haben. Dieser äusserte sich bisher öffentlich jedoch nicht dazu. Levrat kandidiert im Kanton Freiburg erneut für den Ständerat. Beim zweiten Wahlgang am 10. November treten neben ihm der Bisherige Beat Vonlanthen (CVP) und Johanna Gapany (FDP) an.

(chk/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • diskriminierend am 05.11.2019 05:39 Report Diesen Beitrag melden

    Das Gesicht der SP müsse...

    weiblich und jung sein. Na wenn das die wichtigsten Kompetenzen für die SP sind werden die Resultate bei der nächsten Wahl bestimmt noch besser. ;)

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  • Roman am 05.11.2019 06:16 Report Diesen Beitrag melden

    Wird immer besser...

    Unerfahrene bzw. Quoten-Frauen werden sicher auch keine Probleme lösen können/wollen. Offenbar zählt die Qualifikation nicht mehr viel...

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  • H. Bösch am 05.11.2019 06:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bewegt sich auf dünnem Eis!

    Die Fehr sollte mit solchen Aussagen sehr vorsichtig sein! Als VR bei der Mobiliar war sie auch nicht sehr beliebt! Die SP ist und bleibt weiterhin unwählbar.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rolf Lehner am 10.11.2019 20:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist den das?

    Weiblich und jung? Da müsste die Fehr aber zuerst den Abgang machen, weil das ja nicht mehr zusammen gehen tut.

  • Chrischtian Rabenschwarz am 06.11.2019 23:20 Report Diesen Beitrag melden

    Feministische Partei

    Haha. Eine reine weibliche (feministische) Partei. Männer haben in der Partei offenbar nichts verloren. Nichts neues!!! Nur weiter so...

  • Ich am 06.11.2019 17:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und

    Fordere nur noch Frauen in der Regierung das der Himmel auf Erden gelebt werden kann!

  • Puffi am 06.11.2019 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Verluften

    Für die Schweiz wäre es das grösste Glück, wenn die SP samt Grünen verluften würden.

  • Benno am 06.11.2019 13:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alte Rache?

    Ja Frau Fehr kann giftig sein. Herr Levrat hat seine Sache nicht schlecht gemacht. Pech hatte er bei den Wahlen mit dem Grünen Effekt. Da waren andere Parteien ebenfalls betroffen. Aber das Parteiprogramm bestimmt er nicht allein. Und eine Frau, die es besser macht, muss zuerst noch gefunden werden. Bei den Frauen in Deutschland geht diesbezüglich sowohl bei der SPD wie bei der CDU die Post ab. Und ob eine Fehr es besser machen könnte wage ich zu bezweifeln. Die ist früher als Nationalrätin bei der SP nicht gerade sympathisch aufgefallen und man hat ihren Abgang nicht bedauert.