Fäkalbakterien

20. Oktober 2013 11:11; Akt: 20.10.2013 13:49 Print

Resistente Killer-Keime in Schweizer Flüssen

Wer in Schweizer Flüssen badet, könnte sich mit multiresistenten Fäkalbakterien infizieren und so eine tödliche Blutvergiftung riskieren. Diese zeigt eine neue Studie.

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In über einem Drittel von 58 untersuchten Schweizer Flüssen wurden multiresistente Fäkalbakterien gefunden. Sofern sie eine Infektion auslösen, können sie mit Antibiotika kaum noch bekämpft werden. Betroffen waren fast nur Gewässer im Siedlungsgebiet der Deutschschweiz wie Aare, Goldach, Kleine Emme, Landquart, Limmat, Lorze, Reuss, Sihl, Rhein oder Thur.

Für Herbert Hächler, Mitautor der Studie, ist das Ergebnis «besorgniserregend», wie er gegenüber der SonntagsZeitung sagt. Beim Trinkwasserkonsum besteht keine Gefahr. Selbst wer diese Bakterien beim Schwimmen in Flüssen aufnimmt, erkrankt nicht unmittelbar. Die Gefährdung ist schleichend.

Tödliche Blutvergiftung

In der Schweiz sind bereits rund sechs Prozent der Bevölkerung Träger von resistenten Darmbakterien. Diese können, wenn sie in die Blase gelangen, eine Entzündung auslösen. Wenn sie wegen Resistenz nicht bekämpft werden können, droht eine Nierenbeckenentzündung bis zur tödlichen Blutvergiftung.

(bat)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anton am 20.10.2013 14:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sondermüll

    Ich arbeite in einem Alters und Pflegheim, es ist wahnsinnig wie oft Antibiotika eingesetzt wird! Für alles und jedes! 96 jährige nehmen mehrmals jährlich wegen blasen Infekten nota bene chronischen Antibiotika, usw. Es macht niemanden jünger, eine gute schmerztherapie wäre angebrachter , aber ein langes Leben darf nicht enden an Blaseninfekt , Hals,Lunge usw. Infekten . Man möchte einfach morgens aufwachen und tot sein ;-) ohne werten zu wollen - das Abwasser aus Altersheimen sollte als Sondermüll entsorgt werden und nie und nimmer die Röhre ab.

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  • Ella am 20.10.2013 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Augen auf!

    Die Lösung scheint ziemlich eindeutig, obwohl es die wenigsten wahr haben wollen. Denn viele können und wollen nicht über ihre Nase hinaus denken: Verursacher-Prinzip! Das Teil heisst Mensch. Wieso werden die Tiere mit Antibiotika vollgepumpt? Weil viele ihr Fleisch auf dem Teller wollen. Menschen konsumieren selbst Medis und scheiden sie z.T. wieder aus (Antibiotika, Pille etc.). Nichts ist ohne Folgen. Wo könnte die Lösung liegen? Diejenigen, die nun mal da sind, haben die Wahl: Verzicht und eine gesündere Einstellung zum Leben wäre ev. was. Weniger kann auch mehr sein.

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  • Maria Sieger am 20.10.2013 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    ich frage mich

    Ich frage mich manchmal schon, wieso wir gross und alt geworden sind. Wir haben im Sand gespielt (ohne Katzengitter), haben Kaugummi von der Strasse aufgenommen, haben aus Bächlein Wasser getrunken, das Toilettenpapier war das alte Telefonbuch und stellt euch vor, wir sind nicht daran gestorben. Nein wir hatten noch genug Abwehr gegen alldie Keime und den Schmutz.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Schmidt am 20.10.2013 18:47 Report Diesen Beitrag melden

    Einwohner

    Liegt bestimmt daran das die Schweiz zu wenig Einwohner hat...

  • Nopur am 20.10.2013 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gülle

    Vermutlich Gülle, ist ja abartig wie gedüngt wird.

  • angie am 20.10.2013 17:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja wsrum wohl...

    und warum gibt es multiresistente Keime...??weil zuviel und zuschnell überall Antibiotika eingesetzt wird..das Leben ist ein Kreis...!!

  • Babsi Hofstetter am 20.10.2013 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    Das wird teuer..

    Retour à la nature: Nachdem uns das heraufbeschworene Waldsterben viel Geld gekostet hat, sind jetzt die Flüsse dran. Mir ist noch nicht ganz klar, wer das grosse Geld machen wird, aber dass wir Normalbürger es bezahlen werden, ist wohl kein Geheimnis.

  • Pro saubere Gewässer am 20.10.2013 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grund nachgehen

    Unsere Flüsse sollten doch nicht verunreinigt sein oder gibt es immer mehr Leute,die ihr Geschäft in der Natur erledigen oder ist es von der Gülle?

    • UrSchweizer am 20.10.2013 18:19 Report Diesen Beitrag melden

      Leider nicht möglich

      Wir wohnen an einem Bach, etwa 1km aufwärts ist eine ARA. etwa alle 2 Wochen "beriechen" wir einen Bachzusatz unbekannter Herkunft der etwa 6 Std anhält. Ich nehme mal an, es ist die ARA die sich entleert? Laut Brunnenmeister ist es unmöglich, dem Geruch nach zu gehen!?

    • Marcoooo am 20.10.2013 18:40 Report Diesen Beitrag melden

      Nix verstanden?

      Das Problem sind doch nicht unsaubere Gewässer - im Gegenteil. Das Problem ist die Antibiotikaresistenz und die wird durch das Bestreben nach übertriebener Keimfreiheit noch gefördert.

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