Rummel um M13

01. Mai 2012 09:33; Akt: 01.05.2012 14:00 Print

RhB-Lokführer meldet Unfall mit Bär

Aufregung im Engadin: Am Montagabend meldet ein Lokführer der Rhätischen Bahn einen Unfall mit einem Bären. Wurde M13 verletzt? Die Wildhüter suchen fieberhaft nach Spuren.

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Ist M13 verletzt? Wenn ja, wie schwer? Im Bündnerland gibt es derzeit wilde Spekulationen über den berühmten Bären, der sich seit wenigen Wochen im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Österreich aufhält. Und das kommt nicht von ungefähr.

Am Montagabend zwischen 20 und 21 Uhr geht in der Zentrale der Rhätischen Bahn eine Meldung von einem ihrer Lokführer ein. Dieser gibt zu Protokoll, dass es einen Zwischenfall «mit einem grösseren Tier» gegeben habe, wie ein Sprecher der Rhätischen Bahn sagt. Es könne «nicht ausgeschlossen werden, dass es sich bei dem Tier um einen Bären gehandelt habe», so der Sprecher weiter. Recherchen von 20 Minuten Online zeigen: Der Lokführer sprach bei seiner Funk-Meldung an die Zentrale explizit davon, dass ein Bär angefahren wurde. Dies bestätigen zwei voneinander unabhängie Quellen.

Wegen des Unfalls wird gegen 21 Uhr Wildhüter Guolf Denoth alarmiert und nach Ftan gerufen. Dort ist es zu dem Zwischenfall gekommen - also ganz in der Nähe des Ortes, wo M13 erstmals gesichtet wurde. Auch Denoth wird darüber informiert, dass es sich um einen Bären gehandelt haben könnte, wie er auf Anfrage sagt. Der Wildhüter und Bezirks-Chef im Val Müstair sucht die Unfallstelle sorgfältig ab. Spuren findet er bislang keine, Entwarnung kann er trotzdem nicht geben.

Warten auf das GPS-Signal

Grund: Der Regen könnte allfällige Spuren beseitigt haben. Zudem konnte Denoth den Zug, welcher den Unfall verursacht hat, nicht untersuchen, weil dieser bereits weitergefahren war. Der RhB-Sprecher bestätigt, dass ein Zug nach einem Unfall mit einem Tier nicht stehen bleibt, sondern möglichst planmässig weiterfährt.

Bezirks-Chef Donath sagt, nun müsse abgewartet werden, was der GPS-Sender von M13 meldet. Dies könne jedoch – je nach Empfang – bis zu 10 Stunden dauern.

Ob das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden bereits mehr weiss, ist derzeit unklar. Eine zuständige Person konnte nicht erreicht werden. Allerdings will das Amt am Nachmittag informieren und hat eine Medienmitteilung in Aussicht gestellt.

(meg/kub)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Für den Braunbären ist in der Schweiz kein Leben möglich, das der Würde eines Wildtieres entspricht. Er ist wie ein einjähriges Kind, das allein durch die Grossstadt watschelt. Es geht einfach nicht. Alle anderen Wildtiere meiden die Zivilisation oder sind menschenscheu. Der Bär nicht. Er wird betäubt, bekommt einen GPS-Sender, wird mit Gummischrot verjagt etc. Wenn er das alles überstanden hat, gibt's ein Unglück mit der Eisenbahn oder dem Strassenverkehr. Im neuen Bärengraben in Bern haben es Schweizer Bären am besten! – Urs Bär

Meine Spurensuchhunde hätten den Bären, wenn er es denn war, binnen Minuten geortet. Erstaunlich dass man im Graubünden bei den Wildhütern nicht macht. Nachsuche gehört doch zum Standard. – Ueli

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Harry Hassler am 01.05.2012 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Ventilklausel anwenden

    Die Schweiz wird von Bären überrannt, bitte sofort die Ventilklausel gegen Bären anwenden, es gibt nicht genug freie Wälder in unserem Land

  • Manu Kern am 01.05.2012 13:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es kommt wies kommen muss

    Wir werden dieses Jahr noch so einiges mit erleben unter anderem auch die rache gegen das Menschliche denken! Immer nur der Mensch, Tier und Umwelt ist 2 Rangik und das kann so einfach nicht weiter gehen!

  • Ben am 01.05.2012 12:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Name

    Wieso nennt man diesen Bären M13? Es klingt als wäre er ein Roboter aus Star Wars und kein Lebewesen... Schade...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • heinz29 am 02.05.2012 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Bärenlogik

    Mein Beitrag "Bärenlogik" war einWitz. Bin sehr erstaunt, dass man das zum grössten Teil ernst nahm. Das Ereignis zeigt, dass wir dem Bär bei uns kein würdiges Leben bieten können.

  • Alain am 02.05.2012 06:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mensch dumm, dumm Mensch

    Wie Dumm ist der Mensch? Zuerst wilde Tiere wider einführen und sich dann beschweren wenn das Tier einem Bauern die Tiere reißt oder das Tier in di Stadt kommt. Um dann zu spekulieren öb Mann den Bären wider erschiessen soll. Nutzen die Menschen als Spielzeug?

  • Robin Kenzler am 01.05.2012 23:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    werdet vernünftig

    naund, ein bisschen weniger Menschen kann die Welt gebrauchen, solln Menschen ihn nur angreifen und dann von ihm gefressen werden, selbst schuld, ohne Grund wird er nicht angreifen, das ist genauso dumm wie die Angst vor Haien, absoluter Schwachsinn, warum habt ihr nicht Angst an einer Grippe zu sterben? da sterben täglich 10 mal mehr dran als jährlich an Bären.

  • A.Gautschi am 01.05.2012 14:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der dumme Mensch

    Ich habe hier den kommentar von einer Person gelesen der behauptet dass es gut ist dass wir unsere Wildtiere töten...Aha so denkt sich das der dumme Mensch, aber Dich brauchen wir? Menschen machen die Welt kaputt und das mit absicht hätten wir mehr Tiere als Menschen wäre das Gleichgewicht sicher besser für die Erde. Der Mensch macht die Welt kaputt!

  • sacha am 01.05.2012 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Armutszeugnis für unsere super Schweiz

    Ein hoch modernes und entwickeltes Land ist nicht fähig, dem Bär einen Lebensraum zu bieten. Das gibt mir schwer zu denken. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass man im Ferien- und Touristengebiet Engadin nicht unglücklich ist, wenn der leidige Bär weg ist. Oder vielleicht wurde es ja auch in Auftrag gegeben. In Italien (klar, da gibts ein bisschen mehr Platz) klappt das Leben mit den Bären ganz gut....