Spektakuläre Aktion

19. Dezember 2014 15:39; Akt: 19.12.2014 15:39 Print

Roofer erklettert das höchste Haus der Schweiz

von Nicolas Saameli - Einem jugendlichen Roofer ist ein spektakulärer Coup gelungen: Er hat den Roche Tower, das höchste Gebäude der Schweiz, bestiegen.

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Seit kurzer Zeit ragt er nun in ganzer Höhe in den Himmel. Der 187 Meter hohe Roche Tower in Basel. Während der Öffentlichkeit die Aussicht aus dem höchsten Gebäude der Schweiz aber noch für einige Zeit verwehrt bleibt, gibt es einen jungen Mann, der den Turm bereits von oben kennt: Der minderjährige Roofer R. S. Ohne Bewilligung hat er einen Kran erklettert, der an das Gebäude angemacht ist und dieses sogar noch um einige Meter überragt.

«Eigentlich bin ich nur auf diesen Kran geklettert, weil man von da aus tolle Bilder machen kann», sagt R. S. Die Gefahr, der er sich bei solchen Aktionen aussetze, kümmere ihn nicht besonders. «Die Stelle, an die ich geklettert bin, um diese Bilder zu machen, ist recht sicher – ein Kranführer klettert ja auch immer mal wieder in sein Häuschen.» Gefährlich sei es nur geworden, als er auf dem Ausleger des Krans herumgeklettert sei. «Dort kann man schnell abrutschen.»

«Das war ein unglaublich triumphierendes Gefühl»

Als er die Spitze des Turms erreicht habe, sei er vor allem müde gewesen. «200 Meter hochzuklettern, ist unglaublich anstrengend», sagt R. S. Dann habe er aber auch den starken Wind gespürt, der ihm auf dem Turm entgegengeblasen habe und die Aussicht über das nächtliche Basel genossen. «Das war ein unglaublich triumphierendes Gefühl.»

Mit seinen Eltern spreche er über seine Freizeitbeschäftigung. Begeistert seien sie davon nicht, «die Bilder, die ich mache, finden Sie aber schön». Besser komme er mit seinem Hobby bei seinen Kollegen an: «Die finden es cool, was ich mache.» Einige seien auch selber in der Roofing-Szene unterwegs.

Grossen Rückhalt habe er in den sozialen Medien. Auf seinem Instagram-Profil folgen R. S. fast 1000 Leute. Einige kommentieren seine Bilder mit Aussagen wie «Dope» oder «Boom!», vereinzelt wird der Roofer aber auch kritisiert: «Hör uf», schreibt eine junge Frau.

Roche verurteilt Kletter-Aktion

Kritik kommt auch von der Besitzerin des Turms, der Roche. «Mit so einer Aktion setzt dieser junge Mann sein Leben aufs Spiel», sagt Sprecher Karsten Kleine. Die Roche verurteile die Aktion deshalb streng. «Der Turm und die dazugehörige Baustelle sollten nur von geschultem Personal betreten werden», sagt Kleine.

In einem früheren 20-Minuten-Bericht hatte eine Roche-Sprecherin angegeben, der Turm sei zur Genüge geschützt. Ein Aufsteigen sei für Roofer nicht möglich. Klein teilt diese Meinung trotz des erfolgreichen Aufstiegs von R. S.: «Die Baustelle wird rund um die Uhr intensiv überwacht. Wir gehen davon aus, dass sie auszureichend geschützt ist.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas Wiler am 19.12.2014 15:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Adrenalinkick

    Allemal eine bessere Art, sich den Adrenalinkick zu holen, als vermummt durch die Strassen zu ziehn und sinnlose, feige Sachbeschädigungen zu hinterlassen.

  • ruedi h. meier am 19.12.2014 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    Nachahmer

    Und genau dass diese Aktion in den Medien breit getreten wird, animiert doch andere, das gleiche zu tun ... aber so ist ja wenigstens die nächste Schlagzeile garantiert "Drama in ....."

  • r.genosse am 19.12.2014 16:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    cool

    besser als auf der autobahn rasen oder fusbalspiele und demos zu versauen....

Die neusten Leser-Kommentare

  • AntiTheist am 20.12.2014 21:10 Report Diesen Beitrag melden

    bietet den roofern keine plattform!

    finds verantwortungslos dass ihr denen eine plattform bietet.

  • Tomtom am 20.12.2014 16:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf eigene Gefahr

    Und Roche setzt natürlich keine Leben aufs Spiel solche Aussagen immer. Ist ja selber schuld wenn er runterfällt.

  • eli am 20.12.2014 14:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mutig

    sehr sehr mutig... ich habe einfach nur grossen respekt vor denen,die das können. wüsste zwar nicht,wie ich reagieren würde,wenn das mein kind machen würde.

  • Old Ruffus am 20.12.2014 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Spassbremsen

    Spassbremsen, ihr seit alles Spassbremsen. Lasst die Leute doch machen, wir sind ein freies Land und es steht uns nicht zu darüber zu urteilen was jemand tut oder lässt. Radfahren ist viiiiiel gefährlicher.

  • DachUrlaub am 20.12.2014 13:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Roofing

    Jeder will sich glücklich machen die einen gamen die andern mit kleider und wir mit klettern ohne sicherung