Umleitungen, Verspätungen, Ausfälle

15. Dezember 2019 10:18; Akt: 15.12.2019 15:27 Print

SBB hat 2020 so viele Baustellen wie noch nie

Im neuen Jahr müssen sich Passagiere auf Umleitungen, reduzierten Service und Ausfälle einstellen. Der Grund sind zahlreiche Bauarbeiten.

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Es dürfte ein heikler Start für den neuen SBB-Chef Vincent Ducrot werden: Die Baustellen nehmen in den nächsten Jahren nochmals zu, da der Rückstand bei Unterhaltsarbeiten noch nicht aufgeholt ist, heisst es auf der Webseite der Bundesbahnen. Zudem werde im Auftrag des Bundes das Bahnnetz weiter ausgebaut, um dessen Kapazitäten zu erhöhen.

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Die Zahl der Baustellen wird damit im nächsten Jahr einen neuen Höchstwert erreichen, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Die grössten Arbeiten fänden demnach zwischen Genf und Lausanne, am Zugersee, beim Knoten Bern, zwischen Olten und Aarau, sowie in der Nordwestschweiz zwischen Basel und Liestal statt.

Auch die investierte Bausumme belaufe sich mit über 2 Milliarden Franken auf einen Höchstwert. Zwar will die SBB so weit es geht bei laufendem Betrieb bauen, trotzdem müssen sich Passagiere 2020 auf so viele Ersatzkonzepte einstellen wie nie. So kann es zum Beispiel vermehrt zu Umleitungen, reduziertem Service und Ausfällen kommen.

Umleitungen und Ausfälle

Bereits jetzt sind laut Artikel 400 Fälle bekannt, bei denen der neue Fahrplan, der am 15. Dezember 2019 in Kraft getreten ist, durch Sperren oder andere Umstände beeinträchtigt sein wird.

Der neue SBB-Chef Vincent Ducrot hatte im Interview mit 20 Minuten gesagt, dass der Nachholbedarf bei der Pünktlichkeit wohl am grössten ist. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch die Baustellenplanung und dass dies ein langwieriger Prozess sei, der nicht von heute auf morgen stattfindet.

Die geplanten Ausbauten und Unterhaltsarbeiten werden künftig zu einem besseren Angebot führen und garantieren eine hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Bahninfrastruktur, heisst es seitens der SBB.


Interview mit SBB-Chef Vincent Ducrot. (Video: 20 Minuten)

(kat)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Benno am 15.12.2019 10:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Scherbenhaufen

    Ich hoffe, dass Herr Meyer trotz des zurückgelassenen Scherbenhaufens seinen vollen Bonus ausbezahlt bekommt, da er ja immer die VOLLE Verantwortung der SBB getragen hat. Ironie off

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  • Sieben Bube brünzle am 15.12.2019 10:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SBB

    Spielt keine Rollen wir Steuerzahler übernehmen diese Kosten.

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  • Pen Dlerin am 15.12.2019 10:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bequem

    Die "vielen Bsustellen" werden auch die Standard-Ausrede der SBB sein, wenn sie die vielen Verspätungen rechtfertigen. Keine Rede mehr vom Sparwahnsinn im Unterhalt, zuwenig Lokführer nachgezogen, etc. Fauler Trick.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rob de Bob am 16.12.2019 14:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht zu schaffen

    Die bestehende Infrastruktur erneuern und auf den neusten Stand bringen ist das normalste der Welt. Leider wurde das im ÖV bewusst unterlassen um die Bürger zu täuschen. Das Bevölkerungs Wachstum und die Umlagerungspolitik ist im ÖV bei dem herrschenden Personalmangel bei Bus, Tram oder Bahn bei gleichbleibender Mobilität so nicht zu schaffen.

  • Nebenbei am 16.12.2019 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Nur so

    Also, als selten ÖV-Benutzer, aber trotzdem Kommentarleser,scheint es, dass die SBB nicht viele Baustellen hat, sondern eine einzige Baustelle Ist

  • FloH am 16.12.2019 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    eieiei

    Was erlaubt sich die SBB auch ihre infrastruktur zu unterhalten. Das geht gar nicht. /s

  • Alfmann am 16.12.2019 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Sintflut

    Das hat man von diesen Bonus-Lohnsystemen: Die Firma aushöhlen, den Bonus kassieren und dann auch noch die Abgangsentschädigung. "Nach mir die Sintflut!"

  • Beni am 16.12.2019 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Wer will unsere Schweiz zerstören?

    Immer mehr bauen,immer mehr Züge immer mehr Menschen.Immer weniger Natur.Wer will unsere Schweiz zerstören?

    • Fux am 16.12.2019 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beni

      Sie dürfen gerne auswandern, noch sind die Grenzen geöffnet. Das Gejammer ist ziemlich nervig.

    • Rob de Bob am 16.12.2019 13:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fux

      Nix auswandern. Alles hat seine Grenzen und sonst regelt es sich plötzlich von alleine und noch schneller als sie glauben. Das Bevölkerungs Wachstum und das damit verbundene zu Betonieren unseres Landes muss endlich aufhören sonst kommt es nicht gut.

    • Spider6 am 16.12.2019 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beni

      Solange die PFZ noch besteht, wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Hoffe, dass auch du, die richtige Entscheidung treffen wirst bei der nächsten Abstimmung im Mai.

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