Pilotprojekt

08. Oktober 2018 10:10; Akt: 08.10.2018 10:11 Print

SBB schult Pendler im Zug für den Billettkauf per App

Mit Durchsagen machen Zugbegleiter auf einen besonderen Service aufmerksam: Sie erklären Pendlern, wie sie die SBB-App benutzen können.

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Diese Durchsage im Intercity zwischen Romanshorn und Zürich hatte ein 20-Minuten-Leser noch nie gehört: «Im hintersten Wagen beraten unsere Zugbegleiter nun Interessierte, die noch am Schalter Billette lösen, und zeigen ihnen, wie sie auf die App umsteigen können», gab der Zugbegleiter durch.

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Auch in anderen Zügen werden derzeit solche Ansagen gemacht. Ein Team von Zugbegleitern des Standorts Zürich führt seit einigen Wochen ein Pilotprojekt durch, sagt SBB-Sprecher Reto Schärli. «Die Zugbegleiter bieten interessierten Pendlern eine Beratung zur SBB-App an und zeigen ihnen zum Beispiel, wie man Billette kauft oder den Fahrplan nutzt. Die ersten Rückmeldungen sind positiv», sagt Schärli.

Die App wird immer wichtiger

Zum Teil finde die Beratung am Platz statt, teilweise werde auch mit Durchsagen auf einen Wagen aufmerksam gemacht, in dem die Zugbegleiter Fragen beantworten. Die Initiative zum Pilotprojekt sei von den Mitarbeitern ausgegangen, sagt Schärli. Ob der Test ausgedehnt wird, ist noch nicht klar.

Die Zahl der Billettverkäufe am Schalter nimmt seit Jahren ab. Allein zwischen 2015 und 2017 sank die Zahl der am Schalter verkauften Billette um knapp 9 Prozent auf 14,6 Millionen. Währenddessen stieg die Zahl der in der App und auf der Internetseite verkauften Billette um knapp 33 Prozent auf 32,4 Millionen.

Am meisten Tickets werden nach wie vor am Automaten verkauft. Letztes Jahr waren es 48,4 Millionen. Doch auch diese Zahl sinkt. Wie die «SonntagsZeitung» berichtete, überprüft die SBB deshalb Hunderte Standorte von Billettautomaten. Geräte, die nur eine Handvoll Billette pro Tag verkauften, könnten deshalb abgebaut werden, so die Zeitung.

(ehs)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rentnerin am 08.10.2018 10:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abbau der Angestellten

    Toll und wenn mir aus irgend einem Grund (Akku leer oder defekt) das Handy aussteigt, habe ich nichts in der Hand und bezahle eine Busse???? Service immer schlechter bei immer höheren Preisen? Killen von Arbeitsstellen? Noch nicht alle haben ein Handy und nicht alle können sich ein GA leisten.

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  • MH20 am 08.10.2018 10:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dafür und dagegen

    Ich mag die Einkäufe über die App aber ich gehe auch gerne an den Schalter wenn ich Fragen habe und möchte mich persönlich beraten lassen. Desweiteren ist es für die Oldtimer-Generation einfach nicht korrekt alles auf Apps zu verlagern. Digitaler Wandel hin oder her. Bitte ein Mittelmass finden.

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  • Noname am 08.10.2018 10:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Digitalisierung

    Es lebe die Digitalisierung. Es kommt der Tag, an dem niemand mehr Arbeit hat und alle fragen sich wesshalb.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mano79 am 09.10.2018 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Stellwerkstörungen Wort des Jahres

    schon wieder Zugausfälle. Was für ein Saftladen. Aber grossartig App's und solchen Mist für die Zukunft kreieren. Schaut zuerst einmal das Ihr nicht ständig, wöchentlich Zugausfälle und Stellwerkstörungen und solche Pannen habt!

    • Appe am 09.10.2018 21:53 Report Diesen Beitrag melden

      @Mano79

      seid froh, könnt ihr heutzutage soviele Apps runterladen, verkürzt die Wartezeiten

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  • Germane am 09.10.2018 08:34 Report Diesen Beitrag melden

    Die sollten lieber die Programmierer

    schulen. Nicht jeder ist ein Nerd. Z.B. die Cityfunktion war lange so das wenn man von Bahnhof zu Bahnhof löst und City nicht will nur Zürich stehen beleibt und man auf dem Weg nach Stadelhofen eine Busse kassiert. Plötzlich ist nämlich die Eingabe Zürich Stadelhofen weg.

  • RB aus C am 09.10.2018 08:15 Report Diesen Beitrag melden

    Kundenfreundlich

    Habe bei meiner letzten Zugfahrt eine Busse erhalten, da ich das Ticket angeblich 2 Minuten zuspät gelöst habe. Der Zug hatte Verspätung und ich konnte im letzten Moment noch zusteigen, habe mein Ticket via App beim einsteigen gelöst. Der Kontrolleur hat mir dann gesagt das ich vor dem Einsteigen ein Ticket haben muss und er keinen Spielraum habe und ich Fr.90.- bezahlen muss. Das hat für mich nichts mehr mit Kundenfreundlichkeit zu tun.

    • Mika am 09.10.2018 08:39 Report Diesen Beitrag melden

      Solch Schwachsinn von der SBB

      ja da werden noch viele viele zu Schwarzfahrern garantiert.

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  • kritischer Senior am 09.10.2018 08:08 Report Diesen Beitrag melden

    Der gläserne Bürger grüsst......

    Ich habe kein Problem im Umgang mit PC, Smartphon, im Gegenteil, doch will ich bestimmen was ich auf mein Smartphon lade, wozu ich es benutze. Sind wir uns doch bewusst, dass diese Neuerungen besonders den Firmen dienen, wir mit jedem App, jeder Registrierung kontrolliert und dann gesteuert werden können. Wo ich kann meide ich das, gilt auch für das self scanning beim Detaillisten.

    • schweizer Q am 09.10.2018 18:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @kritischer Senior

      Herr Senior, wenn die SBB dann der App sieht, dass es zu viele Leute im Zug hat, wird umgeplant und es sollte theoretisch den Kunden zu Gute kommen?

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  • Ein SBB Kunde am 09.10.2018 07:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zuerst sind andere Fehler im Dystem zu beheben

    Ich 35 wollte über die App Tickets bestellen. Da ich mir niemals eine Kreditkarte oder ähnliches zulege, fählt diese Zahlungsmöglichkeit aus. Vor einigen Jahren hatte ich fälschlich erhobene Gebühren von Intrum Justitia nicht bezahlt, da die Rechnung schon fast 2 Monate vor dem Brief von Intrum Justitia bezahlt war aber im System der Firma falsch verbucht wurde. Seit nun 13 Jahren falle ich deswegen durch die "BONITÄTSPRÜFUNG" und habe KEINE Möglichkeit zu bezahlen.

    • schweizer Q am 09.10.2018 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ein SBB Kunde

      Da kann man sich austragen lassen bzw was dagegen unternehmen. Das verjährt doch?

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