Lernen von der Euromaus

13. Januar 2019 20:59; Akt: 13.01.2019 21:12 Print

SBB zieht Europapark-Experten zu Rate

von Stefan Ehrbar - Die SBB will ihre Bahnhöfe verschönern. Dafür arbeitet sie mit dem Europapark zusammen. Gibt es bald interaktive Ausstellungen im Bahnhof?

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Die SBB will die Aufenthaltsqualität ihrer Bahnhöfe verbessern. Dazu hat sie sich mit Experten des Europaparks ausgetauscht. (Im Bild: Kunstinstallation «Gaia Mother Tree» im Hauptbahnhof Zürich) Bei Basisleistungen – also etwa Sauberkeit – könne die SBB nicht mehr besser werden, heisst es in einem Beitrag des SBB-Immobilien-Team. Stattdessen müsse die SBB mehr Emotionen wecken. Vom Europapark habe die SBB verschiedene Ideen zu Begrünung, Farbe, Licht und Digitalisierung in ihren Bahnhöfen erhalten, schreibt die Bahn. (Im Bild: Hauptbahnhof Zürich) Noel Ebhart, Sprecher des Europaparks, sagt, eine Möglichkeit, die man mit der SBB für ihre Bahnhöfe besprochen habe, sei «Location Based Entertainment». Darunter werden Anwendungen verstanden, die auf Virtual Reality beruhen. Dabei werden etwa Virtual-Reality-Brillen an einem bestimmten Ort angeboten, mit denen virtuelle Räume betreten werden können. (Im Bild: Bahnhof Bern) Zudem könnte die SBB in Zukunft vermehrt auf Duft, Geräusche und Licht setzen. «Damit können alle Sinne angesprochen werden», sagt Europapark-Sprecher Ebhart. (Im Bild: Bahnhof Basel SBB) «Eine weitere Idee ist eine interaktive Wanderausstellung zur Geschichte der Schweizer Bahn, die man an die verschiedenen Grössen der Bahnhöfe anpassen kann», heisst es beim Europapark. (Im Bild: Bahnhof Basel SBB) Welche Ideen umgesetzt werden und auf welchen Zeitpunkt, ist noch offen. Die SBB selbst teilt mit, sie «freue sich, die Öffentlichkeit zu informieren, sobald erste Ideen umgesetzt sind». (Im Bild: Bahnhof Winterthur)

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Die Bahnhöfe sind die Visitenkarte der SBB. Nun soll ein ungewohnter Partner helfen, sie zu verschönern: der Europapark. Spezialisten der SBB haben sich im vergangenen Dezember mit Experten des Freizeitparks im deutschen Rust ausgetauscht – um «Inspiration zu holen», wie es in einem Beitrag des Immobilien-Teams heisst.

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Mit Basisleistungen – also etwa Sauberkeit – könne die SBB nicht mehr punkten. «Saubere und sichere Bahnhöfe gelten als Selbstverständlichkeit, werden von uns erwartet und wecken keine Emotionen», schreibt Bruno Lochbrunner, Leiter des konzeptionellen Bahnhofmanagements. «Wir müssen uns noch mehr mit Emotionen, Menschlichkeit und Komfort auseinandersetzen.» Als Beispiel nennt Lochbrunner die Klaviere, die bereits an verschiedenen Bahnhöfen aufgestellt wurden.

Licht, Farbe, Virtual Reality

Vom Europapark habe die SBB verschiedene Ideen zu Begrünung, Farbe, Licht und Digitalisierung erhalten. Eine erfolgsversprechende Methode sei etwa das Storytelling, um Informationen zu vermitteln.

Noel Ebhart, Sprecher des Europaparks, sagt, eine Möglichkeit, die man mit der SBB besprochen habe, sei «Location Based Entertainment». Darunter werden Anwendungen verstanden, die auf Virtual Reality beruhen. Dabei werden etwa Virtual-Reality-Brillen an einem bestimmten Ort angeboten, mit denen künstliche Räume betreten werden können.

Interaktive Ausstellung im Bahnhof?

Zudem könnte die SBB in Zukunft vermehrt auf Duft, Geräusche und Licht setzen. «Damit können alle Sinne angesprochen werden», sagt Europapark-Sprecher Ebhart. Die Pendler könnten dank des Europaparks aber auch zum Lernen animiert werden. «Eine weitere Idee ist eine interaktive Wanderausstellung zur Geschichte der Schweizer Bahn, die man an die verschiedenen Grössen der Bahnhöfe anpassen kann», so Ebhart.

Welche Ideen umgesetzt werden und auf welchen Zeitpunkt, ist noch offen. Die Gruppe der SBB sei «sehr interessiert» gewesen, heisst es beim Europapark. Die SBB selbst teilt mit, sie «freue sich, die Öffentlichkeit zu informieren, sobald erste Ideen umgesetzt sind».

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin am 13.01.2019 21:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wie bitte?

    Ein Bahnhof sollte zweckdienlich sein und nicht unnötigen Schnickschnack präsentieren. Ich frage mich, wie dreist man sein kann, wenn man die Preise jährlich raufschrauben kann mit der begründung, dass man zu wenig Geld hat, dann aber Unsummen für solchen Mist ausgeben kann? Herr Meyer, das kann es doch nicht sein?!

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  • Kevin am 13.01.2019 21:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ach SBB

    Wer bezahlt der Spass, der Kunde. Super Idee SBB.

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  • Roger am 13.01.2019 21:09 Report Diesen Beitrag melden

    Hört auf SBB. Macht zuerst eure Arbeit

    Ihr von der SBB wollt doch nur davon ablenken, dass ihr je länger je mehr den Betrieb nicht mehr im griff habt. Täglich verspätungen. Pannenzüge und veraltetes Rollmaterial. Sauberkeit habt ihr NICHT im Griff. Also, bevor ihr noch weiter versucht uns einzulullen, macht gefälligst euer Kerngeschäft richtig und denkt an die Umwelt. Niemand braucht künstliche Düfte im Grossmassstab.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jürg Wehrli am 14.01.2019 19:28 Report Diesen Beitrag melden

    SBB, macht eure Kernarbeit

    Kann man den öffentlichen Raum nicht einfach einmal vor jedwedem Halligalli schützen und in Ruhe lassen? Muss überall, zu jeder Zeit immer irgend etwas passieren? Ist die Menschheit langsam Event- und Gestaltungs-verblödet? Oder haben die entsprechenden Firmen einfach zu wenig zu tun?

  • Dr. Frey am 14.01.2019 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte mal an alle denken

    Bitte keine künstlichen Düfte es gibt auch Menschen die sowas nicht gut vertragen aus verschiedenen Gründen wie Hypersensiblität oder Allergien usw. Sollen die dann zuhause bleiben?

  • Bärnu am 14.01.2019 18:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wasserköpfe in Teppichetagen

    Wer stoppt endlich diese SBB-Geldverschwendung? Abnormaler Schwachsinn und der Bund schaut zu! Meyer und Konsorten war und ist schlicht nicht tragbar. Handelt endlich!

  • LM AA am 14.01.2019 18:46 Report Diesen Beitrag melden

    Oh wie schön

    Das hat uns jetzt noch am meisten gefehlt.

  • ROLAND am 14.01.2019 18:34 Report Diesen Beitrag melden

    SBB Fragwürdige Ideen

    Was will denn die SBB nun wieder für einen Schaden anrichten. Hat sie noch nicht genügend Schaden angerichtet? Wäre wohl an der Zeit, sich für das wichtige und Kundenfreundliche zu orientieren!