04. April 2005 09:15; Akt: 04.04.2005 09:21 Print

SGB mit Modell für 3000-Franken-AHV

Das Drei-Säulen-System trägt nur eine Minderheit. Der Gewerkschaftsbund will da Abhilfe schaffen und legt ein Modell vor, das 3000 Franken Mindestrente garantieren will.

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Bewerkstelligen will der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) das mit einer Stärkung der ersten Säule und einer Schwächung der zweiten. Ein SGB-Expertenteam setzte als Rahmenbedingung, dass der Ausbauschritt nicht mehr als 1 Prozent des Bruttoinlandproduktes an Zusatzkosten verursachen darf, wie es am Montag vor den Medien in Bern hiess.

Die heutige berufliche Vorsorge (2. Säule) soll zugunsten der AHV um maximal 20 Prozent heruntergefahren werden. Auf dieser Grundlage sollen alle Rentnerinnen und Rentner auf ein Einkommen von mindestens 3000 Franken monatlich kommen.

Die Erhöhung tiefer Renten würde durch eine Verminderung des Abstands zwischen Minimal- und Maximalrenten erreicht. Neu soll die Minimalrente der ersten Säule 1500 und die Vollrente 2500 Franken betragen. Den tiefen Einkommen würde eine automatische Ergänzungsleistung bis zum Mindestbedarf von 3000 Franken pro Person ausgerichtet.

(sda)