08. Dezember 2006 16:42; Akt: 08.12.2006 16:49 Print

SRG reagiert mit gemischten Gefühlen

Die SRG sieht trotz der gemessen an ihrem Antrag geringen Gebührenerhöhung auch Positives im Entscheid des Bundesrats.

Fehler gesehen?

Zu im Vorfeld in Aussicht gestellten Sparmassnahmen für den Fall einer Erhöhung in dieser Grössenordnung will die SRG erst nach einer Analyse der Begründung Stellung nehmen.

Die SRG sei überrascht worden vom schnellen Bundesratsentscheid, sagte SRG-Kommunikationschef Max Gurtner. Man habe mit einem Entscheid im Februar gerechnet, wie das angekündigt worden sei. Die SRG nehme nun aber mit Befriedigung zur Kenntnis, dass der Bundesrat die zusätzlichen Ansprüche der Privaten nicht zu Lasten des Service public finanzieren wolle. Die SRG nehme zur Kenntnis, dass der Bundesrat nur 25 Millionen Franken des auf 72 Millionen Franken veranschlagten Finanzbedarfs gutgeheissen habe. Auch rechne der Bundesrat wie der Preisüberwacher mit deutlich höheren Einnahmen auf Grund der wachsenden Zahl der Haushalte. Die SRG vertraue dabei auf die Aussagen von Bundespräsident Moritz Leuenberger, dass der Bundesrat auf seinen Entscheid zurückkommen werde, falls dieser demographisch bedingte Mehrertrag nicht das prognostizierte Ausmass von jährlich 31 Millionen Franken erreiche, sagte Gurtner.

Zu allfälligen Sparanstrengungen nahm Gurtner zunächst nicht Stellung. Die SRG werde die Lage nun analysieren und entscheiden müssen, wie sie langfristige Investitionsprojekte finanzieren könne. Generaldirektor Armin Walpen hatte vor rund drei Wochen für den Fall einer Gebührenerhöhung in dieser Grössenordnung unausweichliche Sparmassnahmen in Aussicht gestellt. Die SRG müsse dann beim Programmangebot kürzen, Personal entlassen und auf Investitionen verzichten oder diese auf später verschieben, hatte er gesagt. Allenfalls müssten ganze Programme aus dem Markt genommen oder Sendungen gestrichen werden.

(ap)