Falsche Zahlen

14. Juli 2019 05:13; Akt: 14.07.2019 06:58 Print

SRG verrechnet sich um 26 Millionen Franken

Das Jahresergebnis und die Gewinnreserven der SRG wurden in den vergangen Jahren zu gut dargestellt.

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Über Jahre hinweg waren die Bilanzen der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaften falsch. Dies zeigen Recherchen der «SonntagsZeitung». Ab 2011 hat der Konzern nicht mehr einkalkuliert, dass nicht alle Personen ihre Radio- und TV-Gebühren bezahlen. Diese möglichen Zahlungsausfälle müssten aber in der Bilanz einkalkuliert sein.

Der Fehler habe zur Folge, dass fortan «das Jahresergebnis und die Gewinnreserven zu gut dargestellt worden sind». Dies gesteht die SRG im aktuellen Jahresbericht ein.

Nun hat der Konzern nachträglich und im Stillen die Bilanz von 2017 angepasst. Das Eigenkapital wurde kurzerhand um 26 Millionen Franken gekürzt. «Es handelt sich um einen buchhalterischen Fehler auf unserer Seite», gibt SRG-Sprecher Edi Estermann auf Anfrage an.

Nur noch 20 Mitarbeiter bei der Billag

Dass tatsächlich nicht alle Gebührengelder eingeholt werden können, zeigte sich 2018 so stark wie nie. Die Billag stellte rund 4,5 Millionen Rechnungen aus, wie bisher unveröffentlichte Zahlen zeigen. Gleichzeitig musste sie fast 1,5 Millionen Mahnungen verschicken und 63'000 Betreibungen. Ende 2018 waren noch Forderungen von 39 Millionen Franken offen.

Diese wird die Billag kaum noch eintreiben. Laut «SonntagsZeitung» ist das Management nicht mehr im Amt, von einst 210 Angestellten arbeiten nur noch 20. Nach dem Auftrag des Bundes droht der Inkasso-Firma das Aus. «Die gegenwärtige Planung geht davon aus, die Billag ordentlich zu liquidieren», sagt ein Sprecher vom Mutterkonzern Swisscom.

(roy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ben Meier am 14.07.2019 06:06 Report Diesen Beitrag melden

    Was ich daraus lerne

    Um 26 Mio. verrechnet, aber es hat trotzdem locker bis Ende Jahr gereicht... ich sehe da noch Potential mehr Geld zu streichen, es scheint ja trotzdem noch ganz gut gereicht zu haben ;)

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  • Edwin am 14.07.2019 05:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meine 3 Briefe an Serafe

    Keine Antwort. Sympathischer Laden....

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  • Tobi am 14.07.2019 05:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lese ich nicht..

    Welche Bilanz ist nicht geschönt, solche lese ich nicht mal, es werden eh nur manipulierte geschönte externe Bilanzen veröffentlicht. Interne Bilanzen bekommt der Steuerzahler nicht zu Gesicht.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • SF am 14.07.2019 13:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    26 Millionen

    26 Millionen. Entweder hat die SRG jetzt 26 Millionen Schulden, oder dann würde ich gerne wissen, wo das Geld hingeflossen ist. Kann ja nicht sein, dass da einfach so mal 26 Millionen fehlen. Und das über Jahre.

  • no billserafe am 14.07.2019 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    SRG: sofort schliessen

    Wenn man diesen unnoetigen Saftladen sofort schliessen wuerde, passiere so etwas nie mehr.

  • Max am 14.07.2019 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibt besseres.

    Früher hat man Schweizer Fernsehe auch nur geschaut weil da keine Werbung kam.Besonders die Tagesschau war früher den Tatsachen entsprechend . Heute erfährt man oft auf anderen Sendern das Gegenteil.Besonders im Umweltschutz und Brexit.

  • Abstauben am 14.07.2019 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Schenkt der SRG einen Swiffer Staubwedel

    Die neue deutsche Chefin ist auch so verstaubt wie die ganze SRG. Weil sie beim deutschen Fernsehen nicht unter die Haube kam, nahm die marode SRG eine teure deutsche verstaubte Chefin und nun wird das Programm noch mehr verstaubt mit Kulturgeschichten. (Ihr Lieblingsfach)

  • Hellvetia am 14.07.2019 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kann ja mal passieren,

    dass man sich um 26 mio verrechnet...