Franziska Roth

19. März 2019 03:47; Akt: 21.03.2019 11:48 Print

SVP-Regierungsrätin will nicht zurücktreten

Sie habe Fehler gemacht, sich dafür aber auch entschuldigt, sagt die umstrittene Regierungsrätin Franziska Roth. Sie ziehe sich deshalb «auf keinen Fall» zurück.

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Die wegen ihrer Amtsführung auch bei ihrer eigenen Partei in die Kritik geratene Aargauer SVP-Regierungsrätin Franziska Roth will einem Interview zufolge «auf keinen Fall» zurücktreten. Sie leiste gute Arbeit und sei dem Aargauer Wahlvolk verpflichtet.

«Für mich steht ein Rücktritt absolut ausser Frage», sagte die Vorsteherin des Aargauer Gesundheits- und Sozialdepartements in einem am Dienstag publizierten Interview mit den «CH Media»-Zeitungen. Sie weist damit ein Ultimatum ihrer Partei für eine Bewährungsfrist zurück. Ihre über 400 Mitarbeiter im Departement seien trotz aller Widrigkeiten motiviert, die Amtsgeschäfte seien auf Kurs. Sie habe Fehler etwa in der Kommunikation gemacht, sich dafür aber auch entschuldigt.

Quereinsteigerin steht im Gegenwind

Sie habe in den letzten Tagen sehr viele interne und externe Rückmeldungen von Menschen erhalten, die sie ermutigt und zum Durchhalten aufgefordert hätten, sagte die 54-Jährige. Dass das Departement kurz vor dem Kollaps stehe und der Regierungsrat um «fünf vor Zwölf» habe einschreiten müssen, wies Roth zurück: «Diese Darstellung ist ganz einfach dummes Zeug.»

Die politische Quereinsteigerin Roth ist seit 2017 im Amt. Die frühere Gerichtspräsidentin von Brugg steht seither im Gegenwind, unter anderem wird ihr eine wenig kommunikative Führungskultur vorgeworfen. Zudem kam es in ihrem Departement wiederholt zu Abgängen von Führungsleuten. FDP, CVP und die Grünen kritisierten Roth im Kantonsparlament im März wegen «mangelnden Vertrauensverhältnisses» und «Geringschätzung» gegenüber Politikern. Die Aargauer Regierung lässt Roths Departement extern zu Organisation, Führung und Unternehmenskultur untersuchen.

Roths Partei, die SVP Aargau, kündigte am Montag ein Ultimatum an: Die Amtsführung müsse sich bis im Sommer «massiv» verbessern, ansonsten werde sie noch vor den Sommerferien von ihrer Partei zum Rücktritt aufgefordert. Die SVP drohte Roth zudem mit dem Parteiausschluss, sollte sich die Situation nicht verbessern und sie an ihrem Amt festhalten.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Unverständnis Pur am 19.03.2019 07:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ich will auch nicht

    und muss aber dennoch jeden Tag arbeiten gehen, damits was auf den Esstisch gibt. Ich will dazu auch einiges anderes nicht. Also was soll der ganze Quatsch. Wenn sie nicht fähig ist; Kündigen. Ohne grosses Trara. Was soll da die Diskussion ?

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  • Albert am 19.03.2019 07:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    In mode

    Fehler machen und sich dann entschuldigen ist gross in mode. Die haben dann das gefühl damit das problem aus der welt geschaft zu haben. Leider gibt es leute die glauben solchigen schnorrern noch.

  • Rosella am 19.03.2019 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht gut im Wahljaz

    alles faule Ausreden. Die SVP Aargau hat langsam aber ein Problem mit den Stuhlklebern und -Kleberinnen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martial2 am 19.03.2019 17:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diese Dame ist mir nicht bekannt!

    Ein solches hübsches Lächeln darf doch nicht zurücktreten!

  • Lukas am 19.03.2019 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    mehr gibt's dazu nicht zu sagen....

    Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient. Joseph Marie, Comte de Maistre (1753 - 1821), französischer Philosoph

  • Lukas am 19.03.2019 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr gibt's dazu nicht zu sagen!

    Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient. Joseph Marie, Comte de Maistre (1753 - 1821), französischer Philosoph

  • Differenziert am 19.03.2019 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was hat sie getan?

    Dem Artikel mangelt es an Substanz. Was konkret wird ihr vorgeworfen? Erbringt sie schlechte Leistung oder gibt es einfach einen Aufschrei, weil sie ein ehemals linkes Departement aufräumt?

  • w. tell am 19.03.2019 16:39 Report Diesen Beitrag melden

    SVP: eine Partei die man nicht braucht

    Die SVP hat nicht nur ein Problem: Sie ist ein Problem!