Toni Brunner im Live-Video-Talk

02. Dezember 2008 10:24; Akt: 15.06.2009 11:10 Print

SVP-Zwist: «Es braucht eine Beruhigung»

SVP-Parteipräsident Toni Brunner hat die Hoffnung auf einen Bundesrat Christoph Blocher noch nicht aufgegeben. Gleichzeitig will er, dass der Streit zwischen Blocher und Peter Spuhler nicht auf dem Buckel der Partei ausgetragen wird. Im Video-Talk mit 20 Minuten Online spricht Brunner zudem über die Milch seiner Kühe.

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Die SVP sei eine Partei der Jungen: Der junge SVP-Parteipräsident Toni Brunner im Gespräch mit 20 Minuten Online.

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«Ich habe die gesündeste und beste Milch», sagt SVP-Parteipräsident und Landwirt Toni Brunner mit einem Augenzwinkern. Dies obwohl er keinen Biobauernhof betreibe — und dies auch nicht anstrebe. «Ich glaube an Gott», zeigte sich Brunner im Video-Talk mit 20 Minuten Online von der privaten Seite. Ein regelmässiger Kirchengänger sei er aber nicht.

«Die SVP als Partei der Jungen»

Brunners Bilanz des Oppositionsjahrs ist eindeutig: «Es war ein verrücktes Jahr.» Er habe wohl mehr erlebt als mancher Parteipräsident vor ihm, ist er überzeugt. Trotzdem gefalle ihm der Job. Und er ist überzeugt: «Wir sind die Partei der Jungen.» Das sehe er auch am Alter der Neumitglieder.

Einen altbekannten Favoriten hat Brunner für die Bundesratswahl vom 10. Dezember: «Ich wünsche mir, dass Blocher den Sprung in den Bundesrat schafft.» Sollte Blocher die Wahl nicht schaffen — «was nicht auszuschliessen ist», wie Brunner lachend bemerkt —, hofft der Parteipräsident, dass der SVP-Übervater zumindest der Partei treu bleibt.

Persönlicher Streit nicht auf Buckel der Partei austragen

Dass die SVP intern Unstimmigkeiten hat, will Brunner nicht gelten lassen. «Wenn es gewisse Empfindlichkeiten zwischen zwei Personen gibt, hat das nichts mit der Partei zu tun», sagt Brunner mit Blick auf den Zwist zwischen Christoph Blocher und Peter Spuhler. Angst um die Glaubwürdigkeit der SVP hat der Parteipräsident deswegen nicht. «Es braucht eine Beruhigung», weiss aber auch Brunner, der nun versuchen will, die Wogen zu glätten. Der Zwist dürfe nicht auf dem Buckel der Partei ausgetragen werden.

«Will man Konkordanz oder nicht?» Dies ist für Toni Brunner die entscheidende Frage, vor der das Parlament am 10. Dezember stehe. «Ein Zweierticket ist immer eine Auswahl», sagt er. Dies trotz der Kritik aus den anderen politischen Lagern, die beiden Bundesratskandidaten seien erstens Zürcher und zweitens, wegen Blochers Kandidatur, keine wirkliche Auswahl. Es gehe auch nicht um das Alter der Kandidaten, es gehe um Personen, die die Schweiz durch die Krise steuern können.

«Sicher kann man sich nie sein»

«Die Gruppe 13 will die Konkordanz neu definieren», glaubt Brunner. Die SVP nehme die Gruppierung ernst, die laut Sonntagsmedien daran ist, Ueli Maurer zu verhindern. Toni Brunner glaubt daran, dass entweder Christoph Blocher oder Ueli Maurer am 10. Dezember als Bundesrat gewählt wird. «Sicher kann man sich nie sein», weiss aber auch der SVP-Parteipräsident.

(meg/mdr)

Sehen Sie hier den gesamten Video-Talk mit SVP-Präsident Toni Brunner in Bern

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(Video: 20 Minuten Online)