Wahlen 2011

19. Juni 2011 11:11; Akt: 19.06.2011 11:23 Print

SVP ist auf dem Vormarsch

Müssten die Wählerinnen und Wähler heute an die Urne, wäre die SVP klar stärkste Partei. FDP und CVP verlieren weiter. Dies zeigt eine Umfrage von Isopublic.

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Hätten die nationalen Wahlen vom kommendem Herbst bereits Mitte Juni stattgefunden, wäre die SVP klar als stärkste Partei hervorgegangen. FDP und CVP verlieren weiter. Die Grünliberalen hingegen sind im Aufwind.

Im jüngsten Politbarometer von Isopublic kommt die SVP auf einen Wähleranteil von 28,7 Prozent. Damit erreicht die Partei - nach Absackern in den vergangenen Wahlumfragen - schon fast den Rekordwert der Wahlen im Jahr 2007. Damals hatte die SVP einen Wähleranteil von 28,9 Prozent.

Grünliberale legen nochmals zu

Den Wind im Rücken haben auch die Grünliberalen: Sie erreichen im Politbarometer - der im Auftrag der «SonntagsZeitung» und von «Le Matin Dimanche» erstellt wurde - einen Wähleranteil von 8,0 Prozent. Bei der letzten Wahlumfrage Ende März kamen sie auf 6,1 Prozent, 2007 erreichten sie 1,7 Prozent.

Die FDP hingegen scheint sich mit aktuellen 13,9 Wählerprozent im freien Fall zu befinden. Bei den Wahlen 2007 kamen die inzwischen fusionierten Parteien FDP und Liberale zusammen auf noch 17,7 Prozent. Auch die CVP büsst im Vergleich zu den letzten Wahlen Stimmen ein und kommt noch auf 13,2 Prozent (2007: 14,5%).

SP verliert an Stimmen – Grüne stagnieren

Auf der Verliererseite steht auch die zweitstärkste Kraft im Land, die SP. Im Vergleich zu den vergangenen Umfragen kann die Partei zwar zulegen und kommt neu auf 18,6 Wählerprozent. Doch damit liegt sie noch immer hinter ihrem Resultat bei den vergangenen Wahlen (19,5%).

Die Grünen, deren Wahlziel ein Wähleranteil von deutlich über 10 Prozent ist, kommen vorderhand auf 9,9 Wählerprozent (2007: 9,8). Die BDP ihrerseits legt zu und kommt auf 3,7 Wählerprozent (März- Umfrage: 2,8%, Dezember-Umfrage: 4,5%).

Für den Politbarometer befragte das Meinungsforschungsinstitut Isopublic 1255 Wahlberechtigte in der Deutschschweiz und der Romandie. Die Befragungen fanden zwischen dem 8. und 18. Juni statt. Die Fehlerquote beträgt plus/minus 2,85 Prozent.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daniela E. am 19.06.2011 12:47 Report Diesen Beitrag melden

    Von Beginn weg verstrickt und gefangen..

    Trotz der positiven Propaganda in den Mainstream-Medien pro BR Widmer-Schlumpf ist sie meiner Ansicht nach nicht koscher. In der Dok-Sendung von SF wurde öffentlich, dass sie ihrer damalige Partei Fehlaussagen machte und diese für ihren eigenen Machtanspruch bewusst hinterging. Für alle, die dies immer noch nicht glauben, liegt nun ein weiterer Tatbeweis in ihrer Politik vor: Einst bei der SVP, politisiert sie heute mehrheitlich links, um dort im Herbst ihre Stimmen zu erhalten. Entweder war sie vorher links und in der falschen Partei oder umgekehrt. Das ganze ist einfach nur absurd!

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  • Peschä am 19.06.2011 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    BDP raus aus Bundesrat!

    Die BDP hat mit ihren einstelligen Wählerprozenten im Bundesrat absolut nichts verloren. Wenn Mitte-Links-Politiker sie wiederwählen, muss dies als Akt gegen die Demokratie und Akt der politischen Diskriminierung von über einem Viertel der Schweizerbürger verstanden werden.

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  • Bernhard am 19.06.2011 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe SP, das wird schon..

    Liebe SP, das wird schon. Sobald ihr den Kapitalismus, die Schweiz und die direkte Demokratie mit dem EU Beitritt und alle anderen Parteien abgeschafft habt, bekommt ihr auch wieder neue Wähler. Nur nicht aufgeben! Irgend jemand glaubt sicher an Euch..

Die neusten Leser-Kommentare

  • simone am 21.06.2011 07:20 Report Diesen Beitrag melden

    wo bleibt die Sachpolitik

    Ist doch bei keiner Partei mehr Sachpolitik sondern nur noch Machterhaltung! Dieses Parteienhickhack ist nicht zum aushalten! Vor den Wahlen Versprechungen bis ins Uferlose nach den Wahlen weis plötzlich keiner mehr etwas davon. SVP ist doch heute die Partei der Superreichen überall wird nur zu gunsten der Reichen politisiert, aber was erwaren wir denn da doch ein Millionär an der Spitze befiehlt, so nach dem Motto seit ihr nich für mich, können wir Euch in dieser Partei nicht brauchen!

  • Monique am 20.06.2011 04:58 Report Diesen Beitrag melden

    Der Politbarometer?

    Der ist mir absolut egal. Tatsache ist, dass alle Parteien nun auf Stimmenfang sich konzentrieren. Ich lege keinen Wert auf Versprechungen vor den Wahlen. Ich wette, dass die Migrationspolitik auch nach den Wahlen im Herbst dieselbe u.unsere Neutralität Geschite sein wird und der Lohndumping vorangetrieben wird bis wir keinen Mittelstand mehr haben werden. Wir werden mit weiteren steigenden KK-Prämien rechnen müssen (UNI-Spital betreibt mittlerweile sogar Werbung!) u. nicht nur.Es liegt an die Wähler, wie es weiter gehen wird, da die leider selten an die Folgen ihrer Stimme selbsstängig denken

  • Gottfried Hürzeler am 20.06.2011 00:24 Report Diesen Beitrag melden

    Jede Partei für ihre eigenen Interessen

    Ob SVP, FDP, SP usw. Diese Politiker wollen nur das Eine: Macht und Geld. Das Volk bleibt so oder so auf der Strecke und ist Verlierer.

    • Markus Laubacher am 25.06.2011 09:44 Report Diesen Beitrag melden

      Genau.....

      Wie hat Ex-SP-Parteipräsident Helmut Hubacher mehrere Male gesagt? "Politik ist ein Dreckgeschäft" Er hatte nicht unrecht.

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  • Andreas Durrer am 19.06.2011 22:27 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich

    Dass die Doppelmoral der SVP vom Volk noch nicht verstanden wird, stimmt etwas nachdenklich... EMS-Chemie Blocher zahlt Boni aus und kassiert Kurzarbeitsprämien 2009, Spuler wettert gegen die EU und droht gleichzeitig Arbeitsplätze ins Ausland zu verlegen und Brunner plädiert gegen Kriminalität und hält eine illegale Parteiversammlung auf dem Rütli... Wenn das die Liebe zur Schweiz sein soll... eher Liebe zu Geld und Ruhm... So passt auch die Rückenstärkung der Banken und der Atom-Lobby, die haben die gleichen Ziele!

  • Thomas M am 19.06.2011 22:01 Report Diesen Beitrag melden

    Das Ergebnis verwundert mich nicht

    Das Ergebnis verwundert mich überhaupt nicht. Immer mehr Menschen durchschauen, dass die SVP von den Medien immer als "Schlecht" dargestellt wird, dass es aber im Gegensatz zu den anderen Parteien, die einzige Partei ist, die sich für die Schweiz einsetzt. Da fällt auch die eine oder andere Hemmung eben mal für die SVP zu wählen. Die Wahlen dürften spannend werden.