Klima und Zuwanderung

04. Juni 2019 20:20; Akt: 04.06.2019 20:20 Print

SVP provoziert SP und Grüne mit «Klimateufel»

In einer neuen Kampagne wirft die Zürcher SVP den Linken vor, die Schäden der Zuwanderung auf das Klima zu leugnen. Für die Grünen ein «Trauerspiel».

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Während die SVP in mehreren Kantonen Wahlniederlagen einfuhr, profitieren die Grünen von der Klimadebatte. Die SVP des Kantons Zürich will nun mit einer neuen Kampagne Gegensteuer geben: Sie schaltet ab Mittwoch Inserate in Zeitungen, in denen sie Rot-Grün «Verlogenheit» vorwirft. Diese würden die Klima- und Umweltpolitik nur als Vorwand benützen, um ihre sozialistisch-politische Agenda mit neuen Verboten und Abgaben durchzusetzen.

«Grüne und SP leugnen, dass die Masseneinwanderung der Umwelt schadet», sagt Kantonalpräsident Patrick Walder. In 13 Jahren sei eine Million Menschen mehr in die Schweiz gekommen. In den Inseraten rechnet die SVP die Folgen vor: 1 Million mehr Zuwanderer bedeuteten etwa 543’000 Autos mehr oder einen zusätzlichen Wasserverbrauch von 59 Milliarden Litern. Walder sagt darum: «Die SVP ist die grünste Partei von allen.»

Spott auf Twitter

Auf Twitter gibt die Kampagne zu reden. Einem User stösst sauer auf, dass die SVP die Aufmerksamkeit wieder auf die Migrationsfrage lenkt.



«Rot-grüne Klimapolitik demaskieren»

Für Grünen-Nationalrat Bastien Girod macht die SVP mit ihrer Positionierung in der Klimafrage einen «historischen Fehler». Mit der Kampagne werde das politische Klima vergiftet, es sei «ein Trauerspiel». Die Kampagne zeuge von der Ignoranz der SVP gegenüber dem Klimaproblem. «Die SVP würde besser an der Diskussion teilnehmen.» Die Wirtschaftszuwanderung werde nicht zuletzt von den Unternehmen getrieben, die sich in der Schweiz ansiedelten. Auch habe die SVP offensichtlich nicht verstanden, dass es keine Rolle spiele, ob CO2 hier oder ennet der Grenze ausgestossen werde. «Es geht darum, dass die Schweiz Verantwortung übernimmt.

Walder weist die Kritik zurück: Man wolle die rot-grüne Klimapolitik demaskieren. Wenn die Schweiz ihre CO2-Emmissionen auf null senke, habe dies keinen messbaren Einfluss auf das Weltklima. «Wenn Klimapolitik nicht an der Grenze halt macht, muss die Schweiz auch nicht im Alleingang wirtschaftsfeindliche Massnahmen beschliessen, die den Mittelstand teuer zu stehen kommen.»

(daw)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andy P am 04.06.2019 20:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jaja der Girod wieder...

    "Auch habe die SVP offensichtlich nicht verstanden, dass es keine Rolle spiele, ob CO2 hier oder ennet der Grenze ausgestossen werde." Aber uns Schweizer mit neuen CO2 Abgaben belasten! Dann spielt es wieder eine Rolle

    einklappen einklappen
  • mark am 04.06.2019 20:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    co2

    je mehr Menschen je mehr Autos und Abfall.

    einklappen einklappen
  • De Rund am 04.06.2019 20:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super!

    Finde ich super! Svp ist eh die niceste Partei #Blochercomeback

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jsabella Hächler am 05.06.2019 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Menschen, mehr Verbrauch

    Ist doch eigentlich verständlich, mehr Zuwanderung, mehr Verbrauch der Ressourcen, so unrecht hat die SVP nicht, da muss man nicht studiert sein, um dies zu richtig zu sehen.

  • awake am 05.06.2019 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    wenn der Teufel zum Engel wird

    wer eine eigene Meinung hat und Selbstverantwortung trägt, lässt sich nicht von einer Kampagne leiten. Es ist einfach den Schwarzen Peter auf die Zuwanderung zu schieben, es sind mehrere Faktoren die eine Rolle spielen so auch der Machthunger und die Gier gewisser

  • P. M. B. am 05.06.2019 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Gefahren: Armee und Klima

    Ein Auftrag der Armee ist es, auf Eventualitäten vorbereitet zu sein. Dafür gibt man viel Geld aus, und verdonnert zudem die Hälfte der Bevölkerung, aktiv dafür zu Trainieren. Die Bedrohung durch eine menschengemachte Veränderung des globalen Klimas ist mindestens gleich gross. Auch hier müssen wir uns auf Eventualitäten vorbereiten.

  • Artifex am 05.06.2019 09:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Man kann hier sagen was man will aber die haben recht^^ Bevölkerungswachstum oder auch Überbevölkerung führt automatisch zu mehr CO2 Ausstoss alleine nur durch die Existenz, dazu kommt dann der Konsum. Wie man also glauben kann das man langfristig weniger Energie benötigt ist mir schleierhaft.

  • Domenica am 05.06.2019 09:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Scheinheilig

    Wenn's dann darum geht den Gewinn für die Aktionäre zu optimieren ist's den Rechten egal wieviel und woher die Mitarbeiter kommen.