Atomdebatte

03. April 2011 10:48; Akt: 03.04.2011 11:58 Print

SVP verknüpft Atomfrage mit Einwanderung

Die SVP will die Atomdebatte zur Durchsetzung ihrer Einwanderungspolitik nutzen. Weniger Ausländer gleich weniger AKWs, so die Idee.

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Nun schaltet sich auch die SVP in die Atomdebatte ein. «Geht die Einwanderung ungebremst weiter wie bisher, kommen wir nicht um den Bau neuer Atomkraftwerke herum», sagt SVP-Präsident Toni Brunner in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag».

Die Verknüpfung der Atomfrage mit der Einwanderungspolitik sei ein Diskussionsbeitrag, der die Karten auf den Tisch lege, sagte Brunner. Man könne nicht immer davon reden, dass man künftig weniger Strom brauchen solle und gleichzeitig eine ungebremste Einwanderung zulassen.

Brunner sieht die Bevölkerungsszenarien als Grundlage, um den künftigen Energiebedarf, aber auch die künftigen Bedürfnisse an die Verkehrsinfrastruktur zu berechnen. Seit der Personenfreizügigkeit könne man die Zuwanderung nicht mehr eigenständig steuern.

Dies bedeute, dass Energie- und Infrastrukturszenarien, die der Staat ausarbeiten lässt, obsolet seien. Sie würden regelmässig von der Realität über den Haufen geworfen.

Brunner sieht noch weitere Zwänge auf die Schweiz zukommen. Über eine zweite Gotthard-Röhre müsse man nicht mehr diskutieren, weil man sie brauche, ebenso über sechs Autobahnspuren zwischen Bern und Zürich, weil man künftig acht brauche.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • And Reas am 04.04.2011 06:27 Report Diesen Beitrag melden

    Bedenklich

    Tragisch ist, was die SVP so alles vom Stapel lässt. Bedenklich ist aber, wieviele Schweizer ohne eigene Meinung Ihnen auch noch nacheifern, anstelle sein eigenes Hirn nur mal kurz einzuschalten...

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  • Dani am 03.04.2011 19:55 Report Diesen Beitrag melden

    Dummvolk

    Wie dumm muss man eigentlich sein um zu meinen, man verbrauche mit 10 Mio. statt 7 Mio. Leuten weniger Ressourcen und verpuffe weniger Dreck??? Liebe Schweizer, in 20 Jahren seid ihr in der Minderheit, die Strassen und ÖV werden total kollabieren, alle Grünflächen werden zubetoniert sein, der CO2-Ausstoss wird sich verdoppeln, alles wird massiv teurer!

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  • michi b am 04.04.2011 01:03 Report Diesen Beitrag melden

    Verschiebung der Erdachse ...

    Wahrscheinlich verknüpft die SVP demnächst auch die Schlüer'sche Klimaerwärmung mit der Einwanderungspolitik, nur um den CO2-Beitrag von Bauer Tonis Lieblingskalb zu vertuschen ... aus SVP-Sicht hat die Ausländerpolitik wohl auch direkte Auswirkungen auf Erdachse ... ausser Zweifel bleibt der direkt proportionale Zusammenhang zwischen Plump- und Tumbheit und medialer Aufmerksamkeit abstruser SVP-Ideen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Oppenheimer am 10.04.2011 04:23 Report Diesen Beitrag melden

    Stresstest

    Das ist eben der Unterschied: Die einen unterziehen die AKWs einem Stresstest, die anderen machen einen Stresstest mit der Gutgläubigkeit ihrer Wahlschafe.

  • Maya T. am 10.04.2011 01:49 Report Diesen Beitrag melden

    CH braucht bestimmt keine neuen AKWs

    Wir haben seit dem Bau des AKW Leibstadt (seit 1984 in Betrieb) kein neues AKW gebaut und ich würde mal sagen, in den letzten 27 Jahren hatten wir bereits eine grosse Zuwanderung und eine Erhöhung des Energiebedarf. Also wieso sollten wir neue AKWs bauen, wenn wir es die letzten (fast) 30 Jahre schon nicht benötigten? Das ganze ist doch nur Stimmenfang und Lobbygerede. Zudem find ich es recht lächerlich, dass die SVP nun 3 Wochen lang überlegt hat, wie sie das Thema für sich ausnutzen kann. Sie jedoch der SP und den Grünen unterstellen, das diese das Thema ausnutzen würden...

    • Michael87 am 04.05.2011 14:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Maya 1

      Bis dahin wurde auch der exponentielle Stromanstieg propagiert und AKWs auf Vorrat hingestellt. Seit damals wurden aber div. andere Anlagen gebaut, gab es keine so grosse Zuwanderung wie Momentan und Elektroautos waren nicht im Trend. Wie viel Strom braucht ein TV, ein PC, die Kaffeemaschine, der Kühlschrank, Herd, Bügeleisen etc.? Jedes Jahr kommt eine weitere Stadt St. Gallen in die Schweiz, die auf jedes dieser Geräte anspruch erhebt! Wenn wir ein 1kW Gerät durch ein 0.9kW Gerät ersetzen gleichen wir das bei weitem noch nicht aus.

    • Michael87 am 04.05.2011 14:11 Report Diesen Beitrag melden

      @Maya 2

      Zu gewissen Zeiten liefern AKWs momentan Strom, den wir durch keine andere bestehende Energie ersetzen können: Für Pumpspeicherwerke, Minderlieferung von Solar bei Wolken etc. Ich will die Dinger weg haben, aber mit realistischen Szenarien. Das bedeutet, wir müssen Bandenergie abdecken können mit Wasserkraft usw. wo wir konstante Energiewerte liefern können. Wenn die AKWs weg kommen will ich 100% Versorgungsunabhängigkeit, da der Atomstrom sonst einfach vom Nachbar kommt.

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  • FRED am 09.04.2011 22:39 Report Diesen Beitrag melden

    Peinlich

    Da wird wieder einmal deutlich wie die SVP Politik betreibt. Immer schnell auf den Zug aufspringen.... PS: Selbst ohne Ausländer könnte noch nicht auf ein AKW verzichtet werden. Die Industrie wäre dann auch am Boden und die Bauern (also SVP :-) ) würde darunter am meisten leiden weil sie wegen weniger Staatseinnahmen weniger Subventionen erhalten....

  • Hopp Davos am 07.04.2011 21:59 Report Diesen Beitrag melden

    Verbindung?

    Wo bitte ist die Verbindung von Ausländer und Autobahn BE-ZH? Nach Brunners Ansicht hockt dann jeder neuzugezogene Ausländer täglich einfach mal so ins Auto und fährt diese Strecke? Ich denk da tragen CH's aus LU, AG und SO mehr dazu als Ausländer. Da gleiche Gilt auch für die Gotthardröhre, nachder Tour ZH-BE fahren die Ausländer wieder die halbe Strecke zurück und fahren dann ins Tessin.

  • Zacharias am 07.04.2011 18:38 Report Diesen Beitrag melden

    Unverschämte Aussage

    Die Aussage war das die natürlichen und regenerativen Ressourcen begrenzt sind uund so nur eine Bestimmte GZahl einwohner versorgt werden kann. Man kann ja jeden Reinlassen und die Ein Kindpolitik einführen :-)