Vaterschaftsurlaub

01. November 2019 19:20; Akt: 01.11.2019 19:20 Print

SVP will Gegner der Papi-Zeit unterstützen

Frischgebackenen Vätern werden neuerdings zwei Wochen Urlaub gewährt. Das ist der SVP ein Dorn im Auge: Die Partei will nun jene unterstützen, die gegen das Gesetz kämpfen.

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An einer Sitzung in Glattfelden ZH hat der Vorstand der SVP Schweiz am Freitag mit grosser Mehrheit entschieden, ein allfälliges Referendumskomitee gegen den staatlich verordneten Vaterschaftsurlaub zu unterstützen.

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Der Vorstand der Partei zeigte sich «konsterniert», dass weder der Gewerbe- noch der Arbeitgeberverband bereit seien, das Referendum gegen den Vaterschaftsurlaub zu ergreifen. Zumal, so die Position der SVP, dieser «vor allem kleine und mittlere Unternehmen stark treffen wird».

Erst Anfang September hatte der Nationalrat entschieden, Vätern künftig gesetzlich zwei Wochen Urlaub zu gewähren.

Rückblick auf die Wahlen 2019

Zudem hat der Vorstand eine erste Bilanz zu den eidgenössischen Wahlen gezogen. Zwar ist die SVP mit 25,6 Prozent Wähleranteil noch immer die stärkste Partei der Schweiz. Dennoch: «Die Verluste sind massiv», schreibt der Vorstand in einer Medienmitteilung.

Deshalb wolle die Parteileitung bis im kommenden Januar einen Bericht über die Gründe vorlegen, die zu den Verlusten geführt haben und die nun nötigen Massnahmen benennen. Konkret soll nun gemeinsam mit den Kantonalparteien analysiert werden, wo Fehler passiert sind.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • baba am 01.11.2019 19:56 Report Diesen Beitrag melden

    Politik muss Lösungen schaffen

    Wieso sträubt sich die SVP so sehr gegen Familienpolitik? Einfach die Militärzeit für alle um 1 Woche kürzen und schon wäre die Vaterschaftszeit (ich sag bewusst nicht Urlaub) von 2 Wochen finanziert. Aber wieso sich auch für die Familien einsetzen? Sie liefern ja nur die künftigen Steuerzahler.... Typisch für die Heutige Zeit, man mag niemandem was gönnen was man nicht selber hat oder hatte und statt Lösungen zu suchen lieber allen anderen was verbieten oder beukotieren.

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  • Pädy am 01.11.2019 21:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Schade, dabei würde man hier tatsächlich etwas für den kleinen Mann tun, so wie es die SVP betont und Sie könnten dadurch auch wieder mehr für ihre Wähler tun, aber ja, in Sachen Familie ist die Schweiz wirklich ein Entwiklungsland, wir Wähler hätten es aber in der Hand es zu ändern, vergesst das nicht

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  • altes Eisen am 01.11.2019 20:50 Report Diesen Beitrag melden

    passt schon, konsternierte Partei

    Ich dachte, der Vaterschaftsurlaub ist beschlossene Sache. 2 Wochen sind minim, optimal wären 3-4 Wochen damit sich die Mutter richtig erholt und der Vater sein Baby gut kennenlernt. Es würde die frischgebackenen Eltern zu einem unschlagbaren team zusammenschweissen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sansibar84 am 02.11.2019 21:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    3 Stunden im Jahr

    In der Schweiz wird ein Mann im Durchschnitt rund 1.5 Mal Vater. Das entspricht 3 Wochen (15 Tage) Vaterschaftsurlaub - im Leben. Auf 45 Arbeitsjahre macht das 0.33 Tage (3 Stunden) zusätzlicher Urlaub - pro Jahr. Das soll also ein KMU nicht verkraften können? 18 Wochen RS und 15 Wochen WK aber schon. Im Ernst?

  • TheBoss am 02.11.2019 19:17 Report Diesen Beitrag melden

    Warum?

    Bei solchen Aussagen frage ich mich immer wieder warum genau es Menschen gibt welche diese Partei wählen.

  • Susen am 02.11.2019 18:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vaterschaftsurlaub, ein muss!

    Klar hilft die SVP den Gegnern. Die SVP ist ja auch dafür, dass die Frau brav zu Hause bleibt, zu den Kindern schaut, das Haus sauber hält und wenn der "Ernährer und Hausherr nach getaner Arbeit eine frisch Gekochte Mahlzeit auf den Tisch bekommt. Da brauchen doch junge und Moderne Väter keinen extra Urlaub. Kinder kriegen und Aufziehen ist ja Frauen Sache. Diese Partei ist in vielen Denken und Handeln irgendwann stehen geblieben!

  • Franz Weibel am 02.11.2019 18:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Damals

    Damals in den 80-90er Jahren ging ich lieber arbeiten als Windeln wechseln!!!! ps.Bin trotzdem Grossvater geworden...

  • suw am 02.11.2019 17:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    teuer

    1. kann sich das nicht jeder arbeitgeber leisten. wie macht das ein kleines friseur geschäft oder so? es gibt nicht nur konzerne. 2. mussen die anderen mitarbeiter darunter leiden. kinder kriegen ist privatsache, da sollen sich die werdenden eltern selber drum kümmern, die letzten 2000 jahre gings auch, warum heute nicht mehr?

    • Tannäzapfä am 02.11.2019 18:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @suw

      Genau. Das ist doch die besste Einstellung. Kann den Spruch, es ging schon 2000 Jahren so nicht mehr hören. Mit einer solchen Einstellung wären wir dann ja auch vor 2000 Jahren stehengeblieben.

    • ueli am 02.11.2019 19:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @suw

      die kosten werden ja vom bund getragen. der arbeitgeber erhalt den EO Beitrag.

    • Brain Bug am 02.11.2019 19:25 Report Diesen Beitrag melden

      Vaterschaftsurlaub über EO entschädigen!

      Wenn Kinderkriegen Privatsache wäre, gäbe es keine Geburtsmeldepflicht für das künftige Steuerregister und es gäbe keine Schulpflicht, welche die neuer Erdenbürger zu gesellschaftsfähigen Mitgliedern zurechtbiegt.

    • Dumdi am 02.11.2019 20:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @suw

      Aber 3 Wochen WK jährlich ist ok? Mann kriegt auch jährlich ein bis zwei Kinder...

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