Zürich

24. Februar 2011 23:03; Akt: 28.02.2011 16:29 Print

Schickt Bund Ex-Muslime in den Tod?

von Zora Schaad - Eine kurdisch-syrische Familie wird seit dem Übertritt zum Christentum in ihrer Heimat mit dem Tod bedroht. Trotzdem soll sie ausgeschafft werden.

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Nach drei negativen Asylentscheiden leiden Horiya (33), Faruq Hassu (30) und Töchterchen Tireej (18 Monate) Todesangst vor ihrer Ausschaffung. Weil sie in der Schweiz zum Christentum konvertiert sind, trachtet ihnen ihre Familie nach dem Leben. Schon in Syrien habe sich das Paar zum Christentum hingezogen gefühlt, so Faruq Hassu. Nach ihrer Flucht in die Schweiz, wo 2009 ihre Tochter Tireej zur Welt kam, sind sie konvertiert. Zurzeit besuchen sie regelmässig die Gottesdienste der Freien Evangelischen Gemeinde Langenthal.

Für ihre Familie sind die Hassus seither so gut wie tot. Faruqs Vater drohte am Telefon: «Ich bitte Allah darum, dass ihr zurückkommt, damit wir euch wie Hunde töten können.»

Dennoch soll die Familie raus aus der Schweiz: «Der Asylentscheid ist rechtskräftig», teilt das Bundesamt für Migration mit. Daniel Gerber, Sprecher der Organisation Open Doors, die sich weltweit für verfolgte Christen einsetzt, ist empört: «Uns sind weitere Fälle bekannt, in denen konvertierte Christen mit dem Tod bedroht wurden. Dies ist ernst zu nehmen.» Auch EVP-Präsident Heiner Studer kann den Entscheid nicht begreifen: «Ich kenne den Fall und verstehe nicht, dass Familie Hassu kein Aufenthaltsrecht erhält.»

In einem offenen Brief bitten die Hassus nun Bundesrätin Sommaruga, ihr Leben zu retten. Es ist ihre letzte Hoffnung. «Ich wäre bereit, für meinen Glauben zu sterben. Aber ich kann meine kleine Tochter nicht alleine zurücklassen. Alles, was ich wünsche, ist, in Sicherheit zu leben», sagt Horiya unter Tränen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ray Ban am 25.02.2011 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Beamtenlogik

    Ist ja klar nur böse Menschen haben ein Anrecht auf Asyl. Gute liebe Menschen brauchen unsere Schweizer Richter nicht und darum raus!

  • Heinrich Zimmermann am 25.02.2011 20:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wann endlich bekennen wir Farbe?

    Möchte unter den Gesichtspunkten auch mal die Menschenrechtsvertreter aufheulen hören, denn die sollen doch Protestmärsche anberaumen gegen die Staaten, die solche "Gottesregeln" haben, das Konvertiten ermordet werden dürfen. Aber ich höre wenig, wahrscheinlich ist Schleimen besser fürs Geschäft. Und ein bisschen Kopftuchtragen. Und "gute Dienste" anbieten......

  • Thomas am 25.02.2011 07:25 Report Diesen Beitrag melden

    BFM

    Interessant, dass solche Spezialisten über Leben und Tod entscheiden können und sich dabei auch noch gut fühlen. Manchmal hat man das Gefühl, dass beim BFM Menschen sitzen, die nicht dass geringste Menschenverständnis haben und nur darauf aus sind, die Menschen abzuschieben, anstatt jeden Fall einzeln objektiv zu beurteilen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Reto Schweizer am 30.03.2011 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Menschen sind "schlecht"

    Nicht der Islam ist schlecht oder die Christen so gut. Es sind die Menschen, die sich "schlecht" benehmen! Ich nehme an, dass Faruqs Vater ungebildet und nicht weltoffen ist! Das sind nicht alle Moslems! Man kann nicht alle Menschen über den gleichen Kamm Scheren! Verallgemenerungen helfen hier wirklich nicht-

  • Schweizerin am 28.02.2011 19:18 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst diese Familie bleiben!

    Ich hoffe, dass diese Familie in der Schweiz bleiben wird, denn ansonsten sind diese so gut wie tot. Islam duldet keine Konvertierung und schon gar nicht ins Christentum!

  • Real am 28.02.2011 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Realist

    hätten die Britten und Franzosen Kurdistan nicht aufgeteilt dann hätten wir jetzt ein Problem weniger. nicht zuvergessen solange die Schweiz waffen verkauft gibts Krieg in anderen länder somit auch Flüchtlinge..

  • Schweizer am 28.02.2011 12:43 Report Diesen Beitrag melden

    wir sind bescheuert

    Wir sind die Bösen wenn wir den Islam die Schranken weisen und die Bösen, wenn wir Menschen dem ach so guten Islam übergeben. Irgedwie vermute ich, dass der rasante Glaubenswechsel nicht die Ursache der Flucht ist sondern die Folge drohender Abschiebung.

    • Sarina am 28.02.2011 13:31 Report Diesen Beitrag melden

      Das Problem sollte in der Polit-ARENA

      oder im DI-CLUB öffentlich behandelt werden, damit alle Schweizer sehen / wissen, wie / was in der Schweiz abgeht.

    einklappen einklappen
  • ms am 27.02.2011 15:17 Report Diesen Beitrag melden

    ich glaube es nicht

    was ist denn mit den schweizern loss? habt ihr denn kein herz mehr? das sieht man nun was für eine partei die svp ist