Frühling ade

25. April 2016 08:22; Akt: 25.04.2016 13:25 Print

Schnee erwischt Autofahrer eiskalt

Der Winter ist zurück – im Kanton Nidwalden hat die Kombination Schnee und Sommerreifen bereits zu mehreren Unfällen geführt. Eine Besserung ist nicht in Sicht.

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Schnee auf dem Balkon am 25. April 2016. Besserung ist nicht in Sicht. Meteorologen prophezeien einen kalten Frühling bis weit in den Mai hinein. «In Ebikon LU liegt heute so viel Schnee wie den ganzen Winter nicht», schreibt ein Leser-Reporter passenderweise zu diesem Bild. Aufgrund des plötzlichen Schnees ist es im Kanton Nidwalden bereits zu mehreren Unfällen gekommen. Mit ein Grund war auch die Tatsache, dass viele Autofahrer schon mit den Sommerreifem unterwegs waren. «Baumwoll- Raps», schreibt ein Leser-Reporter. Die Bilder entstanden am Montagmorgen um 9 Uhr in Adligenswil LU. Auch in Wald ZH liegt Schnee auf der Strasse. «Am Montagmorgen zitternd aufgewacht. Hatte mit offenem Fenster geschlafen, um 5 Uhr war es draussen nur 1 Grad Celsius. Und Schnee hatte es auch auf dem Auto. Und dabei habe ich doch schon die Sommerreifen aufgezogen», so ein weiterer Leser-Reporter. Merlischachen im Kanton Schwyz ist ebenfalls verschneit. Zuckerlandschaft in Chur. Gepudert und gezuckert. «Der erste Schneemann beziehungsweise Schneematsch. Baujahr 2016 in Rüti ZH», schreibt eine Leser-Reporterin am Montagmorgen. Schnee in Wallenwil TG. Auch in Engelberg hat es richtig geschneit. YB - FCZ im Schneegestöber Teilweise reichte der Schnee sogar für einen kleinen Schneemann Schnee, aber nicht im Süden! Cugnasco Ticino, wunderbares Camping-Wetter Schnee oder Hagel? Es ist Winter in Utzenstorf Nebel und verschneite Landschaft wie im tiefsten Winter: Am Sonntagmorgen präsentierten sich weite der Teile der Schweiz in weiss. Die Frühlingstulpen in Einsiedeln müssen einem Kälteschock trotzen. In Waldstatt im Kanton Appenzell Ausserrhoden kann der Balkon nicht wirklich genutzt werden. Auf dem Stoos im Kanton Schwyz türmt sich der Schnee auf den Tischen des Gartenrestaurants. Schnee in Menzingen ZG (800 M.ü.M.). Auch in Hünenberg ZG tanzen die Flocken. in Hüswil LU sind die Wiesen weiss überzogen. Wintereinbruch auch in Oetwil am See im Kanton Zürich. Auch in Trachslau SZ herrscht Eiszeit. Schnee auf 700 Metern in Courtelary BE. (24. April 2016). Auch in Bürglen OW schneite es heute Morgen. In Adliswil ZH stehen die Blumen plötzlich in einer winterlichen Landschaft. In Herisau kam bereits wieder die Schneeschaufel zum Einsatz. In Hinteregg ZH war der weisse Flaum am Morgen schon deutlich zu sehen. Auch in Zürich Enge meldete sich der Winter zurück, wenn auch nur spärlich. In Neudorf beginnen sich die Strassen weiss zu färben. In Heiligenschwendi, gut 1000 Meter über dem Meer, schneit es ebenfalls. Beim Bergrestaurant Vorsass auf dem Beatenberg BE ist von Frühling nichts mehr zu sehen. In Rüdtligen BE ist zwar noch nicht so viel Schnee gefallen wie anderenorts, diese Palme hat aber wohl schon besseres Wetter erlebt. Trotz des Schneefalls tollen in Speicher AR zwar steinerne, dafür umso freizügigere Figuren in der Kälte. In Schüpfheim haben neugierige Vierbeiner bereits die ersten Spuren im Neuschnee hinterlassen. In Meierskappel LU fallen dicke Flocken. In Granges-Paccot FR, rund 620 m ü.M., hatte man sich eigentlich schon auf die Sonne eingestellt. Auf dem Stoos herrscht schon beinahe Weihnachtsstimmung. In Wadstatt reicht es sogar für einen grösseren Schneemann. In Emmetten wird es immer weisser. Auf der Terrasse in Langnau am Albis ist es ziemlich frostig. Doch der Winter sucht nicht die ganze Schweiz heim. Im Lötschental hat es zwar auch Schnee, allerdings handelt es sich um Überreste des Winters. Das Wetter ist im Wallis stattdessen wunderbar. Auch die Bündner haben keinen Schnee erhalten, wie das Bild aus Bonaduz beweist. Im Zürcher Unterland freuen sich In Lugano scheint vom Winter nichts zu spüren sein. Dort scheint die Sonne am blauen, wolkenfreien Himmel. Gleiche Eindrücke erreichen die Redaktion aus Brissago TI. Vom Schnee kann man hier nur lesen. Die Sonnenstube macht ihrem Ruf alle Ehre. In Locarno herrscht eher Sonnenbrandgefahr. Im Mattertal kommen Sonnenhungrige ebenfalls auf ihre Kosten. In Möhlin AG macht der Grill keine Winter-Zwangspause.

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Der Schnee und das Huddelwetter wurden gross angekündigt. Tatsächlich schneite es denn auch am Wochenende vielerorts. Am Montagmorgen aber schien die Sonne und alles überstanden. Leider haben sich die Meteorologen mit ihrer Prognose trotzdem nicht getäuscht. «Natürlich gibt es zwischenzeitliche Auflockerungen, aber mit dem milden Frühling ist es für die nächste Zeit vorbei», sagt Roger Perret von Meteonews.

Bereits am Nachmittag ziehen wieder dicke Wolken auf und bringen stellenweise ein paar Tropfen. Am Dienstag bleibt es bewölkt. «Ausserdem weht ein zügiger Wind.» Die Schneefallgrenze bleibe zunächst zwischen 800 und 1000 Meter. Doch bereits am Mittwoch sinke diese wieder. «Wenn es genug kalt ist, kann es erneut bis in tiefe Lagen schneien», so Perret. Mit dabei seien wohl auch Graupelschauer.

Vom Winter direkt in den Sommer

Die Nacht auf den Donnerstag sei dann die Nacht der Nächte. «Es klart auf – das heisst, die Gefahr von Frost ist ziemlich gross.» Dies sei in dieser Jahreszeit verheerend. «Die Obstbäume stehen in voller Blüte, für die Bauern ist das deshalb existenzgefährdend. Im schlimmsten Fall bedeutet das ein Totalausfall ihrer Ernte.»

Der Donnerstag selbst sei dann etwas milder, aber vorbei sei die kalte Zeit noch lange nicht. «Bis am Samstag bleibt es ganz passabel, die Temperaturen liegen etwas über 10 Grad», so Perret. Eine schöne Phase sei weiterhin nicht in Aussicht. «Ich könnte mir vorstellen, dass es bis weit in den Mai hinein kühl und durchzogen bleibt.» Im schlimmsten Fall werde es dann urplötzlich heiss – quasi direkt von einem winterlichen Frühling in den Hochsommer.

Ein schwacher Trost: Hin und wieder komme die Sonne in nächster Zeit trotzdem raus, sagt Perret: «Wer auf den richtigen Moment wartet, kann durchaus auch einmal im T-Shirt auf den Balkon sitzen.» Aber mehr als 15 Grad müsse man in den kommenden Wochen nicht erwarten.

Mehrere Unfälle auf schneebedeckten Strassen

Das winterliche Wetter hat im Kanton Nidwalden viele Autofahrer überrascht, die bereits mit Sommerreifen unterwegs waren. Zwischen 7 und 8 Uhr haben sich deswegen auf den schneebedeckten Strassen mehrere Unfälle ereignet.

So kam ein 39-jähriger Autofahrer auf der Autobahn A2 bei Beckenried mit seinem Wagen ins Schleudern und drehte sich um die eigene Achse. Dabei kollidierte er zweimal mit der Fahrbahnbegrenzungsmauer, wie die Kantonspolizei mitteilt. Schliesslich blieb das Auto quer auf beiden Fahrstreifen stehen. Der verletzte Lenker musste mit dem Rettungsdienst ins Kantonsspital gebracht werden.

Auch in Stans kam es auf der Autobahn A2 Richtung Süden zu einer Kollision. Eine Autofahrerin versuchte auf der mit Schneematsch bedeckten Strasse zu überholen und geriet ebenfalls ins Schleudern. Dabei knallte sie seitlich in ein Sattelmotorfahrzeug. Verletzt wurde niemand.

(tab)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Desiree Sonderegger am 25.04.2016 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Kaum verlässlich auf Wochen hinaus

    Die Meteorologen wie SRF Meteo haben doch schon Mühe, das Wetter auf 5 Tagen im Voraus zu sagen. Wie soll das dann auf mehrere Wochen gehen.

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  • Wetter Frosch am 25.04.2016 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Normale Temperaturen?

    Kaum herrschen mal für die Jahreszeiten normale Temperaturen, wird schon wieder von winterlich gesprochen. Heutzutag ist ja jeder ein Klimaexperte wo Temperaturen am Barometer ablesen kann

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  • D. Schmidel am 25.04.2016 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vielen Dank

    Vielen Dank, dass Sie es mir erlauben, mich zu diesem interessanten Thema zu äussern.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Matt Hopeful am 26.04.2016 14:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnungsvoll

    Circa vor einem Jahr war das Wetter auch so: Windig, kalt, grausig. Dann ging der Himmel auf und ein Hammersommer meldete sich zu Wort. Könnte dieses Jahr doch auch so kommen? ;-)

  • anita am 25.04.2016 22:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geht auch

    ich fahre keine weite streke. Deshalb habe ich Ganzjahrs-Reifen drauf !! Und bin super, durch den Matsch und Schnee, gekommen.

  • N. Röslein am 25.04.2016 21:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wird hier grad Dampf

    abgelassen, muss wohl am Wetter liegen. Also ich lasse das ganze Jahr über die Winterpneus drauf, mehr wie 120 kmh darf man ja sowiso nicht fahren, und mit den WP darf 120 kmh max. gefahren werden. Fahre seit 35 Jahren Unfallfrei, ach ja, habe fast vergessen, mein Cabrio hat nur Sommerreifen, sorry

  • Triathlet am 25.04.2016 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    BMW M-Träsch, Mann

    An alle, welche jetzt dem Auto schuld geben wollen und darüber fachsimpeln, ob Heckantrieb, Allrad oder Front... Alles Quatsch: der abgebildete BMW besitzt sowohl ESP , ABS als auch in Bezug auf eure Anspielungen Antischlupfregelung! Solange also nicht Mathias Malmedie hinter dem Steuer hockt und alle Helferlein ausschaltet, ist die Antriebsform nicht relevant! Entscheidend werden entweder die breiten Sommerreifen gewesen sein, welche auf dem Matsch aufschwimmen und mit der harten Gummimischung im Schnee schlechter greifen oder Selbstüberschätzung lag im Spiel! Ich tippe auf letzteres!!!

  • Peter am 25.04.2016 20:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Allrad

    Alles andere als Allrad ist eine Notlösung. Walter Röhrl

    • Chriesi am 25.04.2016 20:38 Report Diesen Beitrag melden

      Nützt Dir beim Bremsen auch nichts!

      Alle die meinen, dass sie mit Allrad so viel besser dran sind ... Beim Bremsen auf rutschigen (Schnee, Eis) Strassen geht es Euch nicht besser, als allen anderen auch!!!

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