Nur für Lehrpersonen

10. Februar 2019 09:11; Akt: 10.02.2019 09:11 Print

Kita-Mitarbeiter fehlen auf der Schwarzen Liste

Noch gibt es keine eigene Schwarze Liste für Kitas. Dies will der Verband nach dem Fall von M. N., der mehrere Kleinkinder sexuell missbraucht haben soll, ändern.

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Diese Woche gab die St. Galler Staatsanwaltschaft bekannt, dass ein Mitarbeiter in der Kita mindestens einen Buben sexuell missbraucht haben soll. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann nicht nur strafrechtliche Sanktionen, sondern auch ein Berufs- oder Kontaktverbot zum Schutz von Kindern.

Solche Sanktionen werden im Sonderprivatauszug vermerkt. Schulen, aber auch Vereine können das Papier von Bewerbern einfordern. Sie tun das sehr häufig, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. 52'093 Sonderprivatauszüge wurden letztes Jahr gemäss Bundesamt für Justiz bestellt. Das sind so viele wie noch nie und dreimal mehr als 2015.

Verband plant eigene Liste

Für Sicherheit im pädagogischen Bereich soll aber auch die Schwarze Liste der Lehrpersonen sorgen. Auf ihr landen Lehrer, denen die Unterrichtsberechtigung entzogen wurde, etwa wegen Sexualdelikten. Fast 100 Namen sind aktuell vermerkt, aber keine Kita-Mitarbeiter. «Die Liste umfasst, entsprechend dem Wortlaut der massgebenden Rechtsgrundlage, ausschliesslich Lehrpersonen, denen die Unterrichtsberechtigung entzogen wurde», teilt die kantonale Konferenz der Erziehungsdirektoren mit.

Der ausserschulische Bereich, zu welchem die Kindertagesstätten gehören, könne nicht abgedeckt werden. Laut dem Verband Kibesuisse gibt es aber Überlegungen, eine eigene Schwarze Liste für Kitas einzuführen.

(scl)