Täschligate

18. August 2013 10:37; Akt: 18.08.2013 15:09 Print

Schweiz Tourismus: «Unser Tweet war dumm»

Tourismus-Chef Jürg Schmid gibt sich selbstkritisch: Die Reaktion auf «Täschligate» sei völlig überstürzt und schlichtweg dumm gewesen. Markenexperten nehmen die Organisation hingegen in Schutz.

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Kaum war der Fall Oprah Winfrey im In- und Ausland bekannt geworden, schon entschuldigte sich eine Mitarbeiterin von Schweiz Tourismus via Twitter bei der US-Talkmasterin: «Wir schäumen vor Wut, diese Person hat sich dermassen falsch verhalten.»

Nun entschuldigt sich wiederum Jürg Schmid, Direktor der Organisation, für den Tweet – und zwar mit ungewohnt deutlichen Worten. «Wir haben uns zu einem Thema geäussert, das uns nichts angeht», so der 50-Jährige im «Sonntagsblick». Zudem sei auch die Tonalität des Kommentars daneben gewesen. «Unser Tweet war falsch und schlichtweg dumm.» Die Angestellte habe in der Hitze des Gefechts kopflos agiert.

Ganz anders sieht dies der Markenspezialist Roland Bernhard, der Unternehmen in ihrer Digitalstrategie berät. «Schweiz Tourismus hat mit ihrem Tweet aus der Hüfte geschossen und damit intuitiv das Richtige getan», sagt er in der «NZZ am Sonntag». «Gerade in den USA gilt: Wer seine Marke schützen will, muss sich sofort entschuldigen.» In einer zweiten Reaktion könne man dann immer noch sachlich argumentieren, zum Beispiel ein Missverständnis geltend machen oder Fakten richtigstellen.

(ram)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lala Balla am 18.08.2013 13:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leader gehen mit gutem Beispiel voran!

    Ach die Arme Oprah! musste es denn ein Krokodilledertäschen für 35'000 Franken sein?! Was soll der Wahnsinn?! Wie dekadent sind wir den nun schon, das jemand auf so eine verrückte Idee kommen kann, so eine Tasche zu produzieren und zu verkaufen. Und noch schlimmer, wie verrückt muss man sein, so eine Tasche zu dem Preis zu kaufen?! Etwa nur weil Tom Ford draufsteht? Es gibt dringendere Probleme und bessere Verwendungszwecke für 35'000 Franken! Was für ein mieses Beispiel! Echte Leader gehen mit besseren Beispielen voran!

  • Heidi P. am 18.08.2013 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Oberschwach!

    Der Umgang mit den "neun Medien" will eben gelernt sein! Es reicht nicht, wenn eine Firma sich cool gibt, indem sie nun "auch twittert", irgendwie jedenfalls...Wenn die "Sozialen Medien" nicht in das umfassende Kommunikationskonzept der Firma eingebunden sind und dieses gut durchdacht ist (und also wohl die linke Hand nicht weiss, was die rechte tut), passieren Peinlichkeiten wie diese. Ich kann mir übrigens nicht ganz vorstellen, dass irgend ein Stift ohne Wissen der Vorgesetzten und im Namen der Unternehmung diese Unbedarftheit in die Welt rausposaunt hat...!

    einklappen einklappen
  • C. R. am 18.08.2013 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Billige Art und Weise

    Wenn ich nur schon den Vorwurf von "Rassismus" sehe, so wird mir schlecht. Schon wichtig, das Thema Rassismus anzusprechen, aber hierbei glaube ich eher an Missbrauch dieses delikaten Wortes.

Die neusten Leser-Kommentare

  • 45 am 19.08.2013 10:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Handtasche

    Haben wir keine echte Probleme mehr als so etwas- es gibt nun mal dumme menschen..... Das etwas falsch gelaufen ist wissen wir und in der Hektik haben wahrscheinlich auch alle falsch reagiert und gibt es wegen dem noch den 4 Weltkrieg. Bringt mal was neues!!!

  • Ty H am 19.08.2013 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Frau Schweiz ;)

    Die Schweiz ist wohl tatsächlich weiblich(nicht nur vom Namen her), sie macht die gleichen Fehler wie ich und manche anderen Frauen immer wieder; zu sehr versuchen es jedem Recht zu machen! Warum kriechen alle so ängstlich vor den USA am Boden herum? Ja, ok, das Argument von wegen die helfen allen..Aber eben, das darf doch nicht heissen, dass man (wie die USA) die Gesetze brechen darf während man von anderen erwartet sich dran zu halten..!

  • Karl Erb am 19.08.2013 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    Kniefall

    Betrachten wir es doch nüchtern: die ganze Affäre ist ziemlich sicher darauf zurück zu führen, dass die Verkäuferin der Nobel-Boutique die milliardenschwere Oprah Winfrey nicht sogleich erkannte und daher nicht vor ihr in die Knie fiel und sich Oprah deswegen gekränkt fühlte. Weiberzoff. Immerhin fiel dann doch noch jemand in die Knie: Schweiz Tourismus. Mutig, dass die ihren Entscheid überdenken und nun zurück krebsen. Aber leider viel zu spät.

  • eric furrer am 19.08.2013 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    schweiz tourismus

    schon wieder ein kniefall vor den amis. pfui!!!

    • jessica am 19.08.2013 10:50 Report Diesen Beitrag melden

      tragisch

      wann ist den die schweiz je aufgestanden?

    einklappen einklappen
  • Felix am 19.08.2013 09:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oprah was?

    Noch nie gehört.... Interessiert auch nicht.... Aber wenn wir Rassisten sind, soll Sie woanders hin