Flüchtlinge

09. Dezember 2016 11:46; Akt: 09.12.2016 12:16 Print

Schweiz nimmt zusätzlich 2000 Syrer auf

Bundesrätin Simonetta Sommaruga will weitere 2000 Syrer direkt aus den Flüchtlingscamps in die Schweiz holen.

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Während in Syrien die Schlacht um Aleppo tobt, schaffen es seit der Schliessung der Balkan-Route nur noch wenige Syrer bis nach Europa. Der Bundesrat hat nun beschlossen, ihre Beteiligung am Resettlement-Programm des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) zu verlängern. Die Schweiz nimmt in den nächsten zwei Jahren weitere 2000 besonders verletzliche Menschen auf, die vom UNHCR bereits als Flüchtlinge anerkannt sind.

Aufgenommen werden weiterhin vor allem Menschen, die in die Nachbarländer Syriens geflüchtet sind, dort aber nicht bleiben und auch nicht in ihren Heimatstaat zurückkehren können. Nach Angaben des UNHCR leben alleine in Libanon über eine Million Flüchtlinge aus Syrien, in Jordanien rund 650 000. Fortgesetzt wird auch die Hilfe vor Ort: Im Budget der internationalen Zusammenarbeit sind für das nächste Jahr 66 Millionen Franken vorgesehen.

Programm läuft bereits

Bereits im März 2015 hatte der Bundesrat beschlossen, 3000 schutzbedürftige Opfer des Syrienkonflikts in der Schweiz aufzunehmen – gestaffelt über die Dauer von drei Jahren. Seither sind so 968 Personen in die Schweiz gelangt. Hinzu kommen gemäss den Zahlen des Staatssekretariats für Migration 360 Flüchtlinge, die humanitäre Visa erhielten.

Es sind dies vor allem Ehegatten und minderjährige Kinder von syrischen Staatsangehörigen, die in der Schweiz bereits vorläufig aufgenommen wurden.

(daw)