Von grauer Liste gestrichen

10. Oktober 2019 09:22; Akt: 10.10.2019 10:53 Print

Schweiz offiziell keine Steueroase mehr

Die EU-Finanzminister haben am Donnerstag in Luxemburg die Schweiz definitiv von der grauen Liste der Steueroasen gestrichen.

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Die Schweiz habe «vor Ablauf der Frist alle erforderlichen Reformen durchgeführt», hiess es am Donnerstag in einem Communiqué der EU-Finanzminister. Deshalb wurde die Schweiz nun definitiv von der grauen Liste der Steueroasen gestrichen.

Damit kann ein Schlussstrich unter den Steuerstreit Schweiz-EU gezogen werden. Dieser hatte vor über zehn Jahren begonnen. Im Nachgang zur Finanzkrise waren die Schweizer Steuerprivilegien für ausländische Unternehmen ins Visier der EU und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geraten.

Als diskriminierend und wettbewerbsverzerrend kritisiert

Die EU kritisierte fünf Steuerregime – auf kantonaler wie auch auf eidgenössischer Ebene – als diskriminierend und wettbewerbsverzerrend, da ausländische Unternehmen im Vergleich zu inländischen privilegiert besteuert wurden.

Der erste Versuch, in der Schweiz neue Regeln für die Unternehmensbesteuerung einzuführen, scheiterte im Februar 2017 an der Urne. Als Folge der daraus resultierenden Verzögerung landete die Schweiz auf der grauen EU-Liste der Steueroasen.

Mit der Annahme der AHV-Steuervorlage am 19. Mai dieses Jahres machten die Stimmberechtigten schliesslich den Weg frei für die Streichung der Schweiz von der EU-Liste.

Schweiz begrüsst Streichung von grauer EU-Liste

Bern hat die Streichung der Schweiz von der grauen Liste der Steueroasen begrüsst. Man erfülle «internationale Steuerstandards und setzt diese um», schreibt das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (Sif) in einer Mitteilung.

Die EU-Finanzminister hätten nun «diesen Fortschritt gewürdigt» und an ihrem Treffen am Donnerstag in Luxemburg beschlossen, «die Schweiz von ihrer Steuerliste zu streichen».

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anon am 10.10.2019 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleiben die USA und UK?

    Und wann setzt nun die OECD die Länder, die nach wie vor wettbewerbsverzerrende, diskriminierende Steuerpraxen erlauben, also z.B. UK (Guernsey), Amerika (Delaware), diverse Karibikstaaten, etc. auf die grauen resp. schwarzen Listen? Oder betreffen diese Listen nur kleine Länder wie die Schweiz, die sich nicht wehren können?

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  • Spider am 10.10.2019 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist das nicht nett?

    Warum setzt eigentlich die Schweiz die EU nicht auf diverse schwarze Listen? Gründe dafür gäbe es ja genug.

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  • Humbertus am 10.10.2019 09:46 Report Diesen Beitrag melden

    wen interessiert's?

    hat die EU keine anderen Probleme? da fragt man sich schon was die dort im Parlament den ganzen lieben Tag "arbeiten"

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Die neusten Leser-Kommentare

  • TomasS am 15.10.2019 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Zugunsten von

    Die Schweiz verzichtet zugunsten von EU-Steueroasen oder Staaten in den USA, diverse Inseln etc. Beim Klima ist die Schweiz auch weit vorne, dabei mit der Nase mit 500 Km/h noch 2 cm von der Wand entfernt (wie mind. 4 weitere EU-Länder).

  • Der böse Deutsche am 14.10.2019 21:25 Report Diesen Beitrag melden

    Kommentare wie immer am Thema vorbei

    Und wie bei jedem Thema schiesst die Eidgenossin und der Eidgenossen in alle Richtungen und es wird wie immer das Ausland beschimpft und beleidigt, besonders gerne uns aus Deutschland. Da die Schweiz nach Aussagen der Ureinwohner, dass beste Schulsystem der Welt hat, wundere ich mich wie kurzsichtig und primitiv doch recht viele sind. Kritikfähig sind sie auf keinen Fall. Was nutzt die so hochgelobten moderne Schweiz, wenn diese im Herzen noch in Zeiten der Hexenverbrennung lebt. Wie immer am Thema vorbei. Hätte man die Schweiz nicht von der Liste gestrichen, hättet ihr auch gejammert...

    • nette Schweizerin am 14.10.2019 21:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Der böse Deutsche

      Das Klientel hier, ist nicht gesammt Schweizerisch repräsentierbar. Zum Glück ;)

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  • Wählt Dementsprechend am 12.10.2019 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer dasselbe Spiel

    Was von den Rechtsextremen kommt, wird verboten und die Linken dürfen Terroristen ins Bundeshaus einladen, was ist wohl schlimmer heutzutage (nicht wovor 70 Jahren)?

    • Dementspechender Wähler am 13.10.2019 03:11 Report Diesen Beitrag melden

      @Wählt Dementsprechend

      Schon vergessen was in Halle passiert ist? (vor ein paar Tagen)?

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  • LM AA am 12.10.2019 18:10 Report Diesen Beitrag melden

    Way down

    Dieser lässt sich nur stoppen, indem wir die auf der Wahlliste obenstehenden durch andere darunter ersetzen. Wie? Mit Streichen (Evtl. Lineal benützen) der Namen der obenstehenden Kandidaten, und handschriftliches Aufführen von untenstehenden (maximal 2-fache Erwähnung möglich, 1 x gedruckt sofern bereits auf der Liste enthalten, 1 x handschriftlich oder 2-fach wenn auf der verwendeten Liste noch nicht aufgeführt).

  • Toni am 12.10.2019 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    So kann das nicht weiter gehen

    Es sollte nun jeder bergriffen haben, dass wir in die EU müssen. Besser heute als morgen.

    • Vroni am 12.10.2019 18:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Toni

      Können sie mir einen guten Grund nennen, das höchste Gut, die Freiheit zu verlieren?

    • Paxus am 14.10.2019 12:24 Report Diesen Beitrag melden

      @Toni

      Genau und dabei die direkte Demokratie verlieren bzw. diese zu einer Light-Version verkommen lassen. Nie und nimmer!! Schade kapieren dies die unsäglichen EU-Befürworter nicht bzw. lassen sich solche Leute wohl gerne als einflusslose Schafe in der grossen Herde von A nach B treiben.

    • Fritzli im Böötli am 14.10.2019 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Toni

      Gerade zugewanderte Personen sollten die Vorteile der direkten Demokratie doch eigentlich zu schätzen wissen

    • Miro lani am 14.10.2019 20:41 Report Diesen Beitrag melden

      EU über alles

      Wir brauchen Grossmacht EU nationalismus , immer grösser immer stärker , bis zum grossen Sieg , nur so kann der Bürger frei werden

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