11. April 2005 11:54; Akt: 11.04.2005 11:54 Print

Schweizer Bauern verdienen mehr

Die Schweizer Bauern haben 2004 mehr verdient als in den Vorjahren. Das landwirtschaftliche Einkommen pro Betrieb lag bei 62 300 Franken; 2001 bis 2003 waren es im Mittel 53 000 Franken.

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Gründe sind gutes Wetter und günstige Marktverhältnisse.

Der Rohertrag pro Betrieb lag 2004 im Mittel bei 219 800 Franken (2001-2003: 196 800 Franken), wie die agroscope FAT Tänikon in ihrer am Montag publizierten provisorischen Auswertung festhält. Einbezogen wurden 1051 Betriebe. Das sind rund ein Drittel der jährlich von der FAT ausgewerteten Betriebe.

Mehr Erträge

Nach dem trockenen Jahrhundertsommer 2003 seien die Erträge im Pflanzenbau, Ackerbau und aus der Obsternte im vergangenen Jahr wieder gewachsen. Hoch war zudem die Raufutterproduktion.

Die Bauern produzierten im letzten Jahr zwar mehr Milch, konnten aber die Einbussen bei den Preisen nicht wettmachen. Gute Preise für Nutz- und Schlachtvieh brachten einen höheren Rohertrag in der Rindviehhaltung. Hohe Preise für Ferkel wirkten sich für die Züchter positiv und für Mastbetriebe negativ aus.

Die im Rohertrag eingerechneten Direktzahlungen an die Betriebe waren wegen höherer Beteiligung an Ökologie-Programmen leicht höher als in den Vorjahren. Das Mittel von 2004 lag bei 46 300 Franken, jenes der Vorjahre bei 45 300 Franken.

Mehr Einkommen pro Familienarbeitskraft

Gestiegen ist im letzten Jahr auch das Einkommen pro Familienarbeitskraft. 2004 lag der Mittelwert bei 41 200 Franken, in den Jahren 2001 bis 2003 bei 32 200 Franken.

Zurückzuführen ist dieser Anstieg auf die tiefere Zahl von Familienarbeitskräften (1,22 pro Betrieb 2004 gegenüber 1,27 in den Jahren 2001 bis 2003) sowie den tieferen mittleren Zinssatz für Bundesobligationen.

Die Fremdkosten waren mit 157 500 Franken höher als im Mittel der drei Vorjahre (143 800 Franken): Dem tieferen Zinsniveau standen höheren Kosten für Reparaturen und Milchkontingente gegenüber.

(sda)