29. April 2005 09:40; Akt: 29.04.2005 09:46 Print

Schweizer Bischöfe gegen Partnerschaftsgesetz

Die Schweizer Bischöfe betrachten das am kommenden 5. Juni zur Abstimmung gelangende Partnerschaftsgesetz als verfehlte Lösung für ein echtes Problem.

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Jede Diskriminierung gegenüber homosexuellen Menschen müsse behoben werden, aber jede Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe werde abgelehnt, bekräftigte die Schweizer Bischofskonferenz am Freitag in einer Mitteilung. Die Bischöfe halten den Gesetzesentwurf für gesellschaftspolitisch bedenklich. Er privilegiere ohne genügenden Grund eine Gruppe von betroffenen Menschen gegenüber anderen. Der neue Gesetzesentwurf schütze das Institut der Ehe nicht genügend. Trotz einiger einschränkender Bestimmungen sei das Modell der registrierten Partnerschaft offensichtlich dem Institut der Ehe nachgebildet. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften hätten jedoch nicht die gleiche staatstragende Funktion wie Ehe und Familie. Ehe und Familie sicherten das Überleben des Staates, indem sie einer neuen Generation das Leben schenkten und sie erziehe. Sie seien deshalb vom Gesetz zu unterstützen und zu privilegieren. Diese Unterstützung müsse in der Schweiz noch weiter ausgebaut werden. Eine eheähnliche Institution, die eine Personengruppe ohne diese staatstragende Funktion privilegiere, könne deshalb nicht befürwortet werden.

(ap)