06. Dezember 2015 10:28; Akt: 06.12.2015 10:31 Print

Schweizer Grenzwächter für Griechenland

In Hotspots an der griechischen Küste sollen ankommende Flüchtlinge besser registriert werden können. Die Schweiz hat nun personelle Hilfe angeboten.

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Sie sollen in einem der Hotspots registriert werden: Flüchtlinge in einem überfüllten Boot nähern sich der griechischen Insel Lesbos. (20. September 2015) (Bild: Reuters/Yannis Behrakis)

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Beim Einsatz der EU-Grenzschutzbehörde Frontex in Griechenland, der am Freitag beschlossen worden ist, nehmen auch Schweizer Grenzwächter teil. «Wir haben Frontex angeboten, für sogenannte Hotspots-Einsätze sieben Grenzwächter abzustellen», sagt Jasmine Blum, Sprecherin des Grenzwachtkorps (GWK), der «NZZ am Sonntag». «Fünf sind Spezialisten für die Abnahme von Fingerabdrücken, zwei Spezialisten für die Überwachung der Grenze.»

Frontex hat der Schweiz allerdings noch nicht bekannt gegeben, wo die GWK-Mitarbeiter konkret zum Einsatz kommen, wie die Sprecherin weiter sagt. Es gilt aber als sicher, dass ein Einsatzgebiet Griechenland sein wird. Frontex hatte die Schweiz sowie alle EU-Staaten Anfang Oktober um personelle Unterstützung ersucht. Damals war die Zahl der Migranten, die aus der Türkei über Griechenland und die Balkan-Staaten nach Europa flüchten, sprunghaft gestiegen.

Die Nationalität erfassen

Die EU will, dass in den Hotspots, die sich vorwiegend auf den griechischen Inseln befinden, alle ankommenden Flüchtlinge registriert werden, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Dabei sollen die Beamten die Nationalität der Ankommenden erfassen und allfällige Sicherheitsrisiken überprüfen. So sollen Ankommende, die wenig Aussicht auf einen Schutzstatus in Europa haben, rasch zur Ausreise aufgefordert werden.

Die griechische Regierung hat am Freitag entschieden, dass sie bei der Registrierung der Flüchtlinge auf die Dienste der EU-Grenzschutzbehörde Frontex zurückgreifen will. Gleichentags kündigte Frontex an, fast 500 Beamte zur Unterstützung nach Griechenland zu schicken.

(thu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schoggipicker am 06.12.2015 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    immer schön lieb sein

    Wir haben ja zuwenig Grenzwächter aber wir bieten der EU gerne ein paar an, aber sie werden ihre Meinung über uns natürlich nicht ändern.

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  • Anna am 06.12.2015 11:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ach?

    Dachte wir hätten selber 200 zuwenig hier? Und ausgerechnet jetzt wo die Terrorgefahr gestiegen ist die Leute ins Ausland schicken?

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  • babs s am 06.12.2015 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    fingerabdrücke

    abnehmen brauchts ja wohl keine ausgebildeten grenzer, gehts noch!!? die gwk hat eh zuwenig personal und gr viele arbeitslose beamte!! nehmt jemand der eine militärische ausbildung hat, sinnvoller und mit dem lohn ernährt man eine griechische grossfamilie!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sugus-ch am 08.12.2015 06:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grenzwächter

    Der Nationalrat hat mit 134 zu 55 Stimmen Nein zu mehr Grenzwächtern gesagt. Das bedeutet das wir von den Bürgerlichen Parteien während das Wahlkampfes angelogen wurden, als sie mehr Sicherheit versprachen.

    • Odin am 08.12.2015 16:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sugus-ch

      Da wundern Sie sich? Mehr Grenzwächter = höhere Staatsquote, ausserdem wäre ein mehr an Sicherheit für eine spezielle Partei schlecht für das politische Geschäft.

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  • Alfred A. am 07.12.2015 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Personelle Hilfe macht schon Sinn

    Nun hab' ich es absolut nicht mit den notorischen Krisenfabrikanten in Brüssel/Strassburg aber es macht schon Sinn, personelle Hilfe anzubieten. Schliesslich ist die Erfassung der Migranten ein wesentliches Element zur Steuerung und Kontrolle der Migrationsströme. Es ist m.M.n. immer noch besser als dem Katastrophenladen EU Millionen oder gar Milliarden zu schenken.

  • Ch.U.R. am 07.12.2015 08:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigene Grenzen sichern

    Asylrecht abschaffen und die eigenen Grenzen sichern. Das ist das einzige Sinnvolle. Alles Andere ist reine Alibiübung.

    • Martin am 07.12.2015 11:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Konsequent bleiben

      Ja genau. Und konsequent Auslandsreiseverbot für Schweizer einführen. Wenn Abschottung dann total

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  • Kack poo am 07.12.2015 07:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zusammenarbeit

    Griechenland ist mit der Sicherung seiner Aussengrenze überfordert und braucht Hilfe von den anderen Schengenländern, um seine Aussengrenze zu sichern, die es unfairerweise vorher alleine sichern musste, dabei beteiligt sich die Schweiz. Wieso ist das so ein grosses Problem für manche hier?

    • Susi am 07.12.2015 14:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      geteiltes Leid, halbes Leid

      Wieso Problem? Das ist das Problem der grossen EU die Aussengrenzen zu sichern und nicht von der Schweiz und Norwegen. Ich weiss nicht, ob das alle begriffen haben, helfen ja, machen wir ja auch, aber die andern dürfen auch mithelfen, oder nicht?

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  • R.G. Ostschweiz am 07.12.2015 05:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grenwächter für Griechenland

    Es wird immer gejammert, dass die Schweiz zuwenig Grenzwächter hätte. Die Erfassung in Griechenland ist nicht Sache der Schweiz, sondernm Aufgabe der EU. Um in die Bresche zu springen sind die Schweizer wieder gut genug. Ansonsten will man uns alles diktieren. Nein danke!!!

    • Andy y am 07.12.2015 07:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @R.G. Ostschweiz

      Die Grenzwächter wurden von der Schweiz angeboten und nicht von der EU gefordert.

    • MRD am 07.12.2015 08:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andy y

      Politisch gesehen haben wir Schweizer dort nichts verloren. Freiwillige sollten sich beteiligen, Beamten nicht.

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